Home
http://www.faz.net/-gya-75pxr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
IAA Nutzfahrzeuge 2014

Jeep Grand Cherokee Amerika auf die lässige Art

Der Jeep Grand Cherokee hält mühelos mit der europäischen Konkurrenz mit. Und er schürt die Sehnsucht nach der großen Weite.

© AFP Vergrößern Massige Erscheinung: Niedrige Fensterhöhe und gerade verlaufende Linien geben dem Jeep die Spur von Solidität und Dynamik.

So ganz unwichtig ist Europa den Amerikanern offensichtlich nicht. Warum sonst sollte Jeep, die Geländewagensparte von Chrysler, das Spitzenmodell Grand Cherokee mit einem Dieselmotor in gleich zwei Leistungsstufen bestücken, wo doch der Automarkt in der Alten Welt erhebliche Schwächen zeigt? Denn Geländewagen oder SUV verkaufen sich mit einem Benziner bei uns nur mäßig. Der Verbrauchsvorteil des Selbstzünders kommt in kaum einer anderen Klasse so ausgeprägt zur Geltung. Und da wäre noch Fiat als neuer Herr im Haus in Auburn Hills, dem Stammsitz vom Chrysler. Die Italiener haben in den eigenen Reihen nichts Vergleichbares vorzuweisen, da ist es schon eine Sache des Prestiges, den Bestsellern Mercedes-Benz ML, BMW X5 und VW Touareg etwas Ebenbürtiges aus dem Portfolio der Tochtermarke entgegenzustellen.

59800 Euro kostet der Jeep Grand Cherokee 3.0 Multijet in der feinen Overland-Ausstattung und motorisiert mit der kräftigeren Version beider Triebwerke. 177 kW (241 PS) leistet der V6, 550Newtonmeter liegen als höchstes Drehmoment bei 1800 Umdrehungen in der Minute an. Genug, um 2400 Kilogramm Leergewicht in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. 202km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der allradgetriebene Schwerathlet, kombiniert wird sein Motor grundsätzlich mit einer fünfstufigen Automatik.

782 Liter Kofferraumvolumen

Mit massigen Formen, eher breit- als hochbeinig, steht der Grand Cherokee nach seiner Neuauflage im vorigen Jahr auf den 20 Zoll großen Rädern. Die niedrige Fensterhöhe und gerade verlaufende Linien geben ihm die Spur von Solidität und Dynamik, die ein SUV attraktiv macht. Der Innenraum hat nahezu alle Schrulligkeiten vergangener Jeep-Generationen abgelegt. Die Materialien sind mit Sorgfalt ausgewählt und stilsicher zusammengestellt, auch die Verarbeitung kann sich mit der in Premium-Geländewagen europäischer Provenienz messen lassen. Am wohlgeformten Lenkrad, dessen Kranz aus hölzernen und lederbezogenen Bauteilen zusammengesetzt ist, helfen Fernbedienungstasten bei der Kontrolle von Audioanlage, Telefon und Geschwindigkeitsregelung, überfrachtet ist es nicht. Auch die Instrumente sind angenehm klar.

Das Raumangebot entspricht den hohen Erwartungen in dieser Fahrzeugklasse, nirgendwo laufen die Mitfahrer Gefahr, anzuecken oder die Nähe zum Nachbarn als Einbruch in die Privatsphäre zu empfinden. Die Sitze vorne bieten elektrische Einstellmöglichkeiten und guten Seitenhalt, auch wenn die serienmäßigen Lederbezüge etwas glatt sind. Lange Strecken werden aufgrund der angenehmen, aber nicht zu weichen Polsterung mühelos überwunden. Es gibt viele Ablageflächen und Fächer, und sie befinden sich am richtigen Platz. Die Halter taugen für Getränkebecher im XL-Format. Der Kofferraum steht diesem Fassungsvermögen kaum nach. 782 Liter passen hinein, wenn die Rückbanklehnen aufrechtstehen, auf 1554 Liter wächst sein Volumen, klappt man sie nach vorne. Das geht mit einem Handgriff.

1 | 2 Nächste Seite   |  Artikel auf einer Seite
 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Renegade Spiel mir das Lied vom Jeep

Der Renegade ist das erste gemeinsame Produkt von Fiat und Chrysler. Auf der Probefahrt überzeugte der Jeep. Das Design ist gelungen: schnörkellose Linien, wenig Rundungen, prominenter Grill. Mehr Von Boris Schmidt

26.09.2014, 11:23 Uhr | Technik-Motor
Spiel mir das Lied vom Jeep

Der Renegade ist das erste gemeinsame Produkt von Fiat und Chrysler. Mehr

26.09.2014, 11:43 Uhr | Technik-Motor
Fahrbericht VW Golf Sportsvan Die Generation Silberhaar weiß, was sie will

Der praktischere Golf muss nicht der Variant sein. Und mehr Komfort ist nicht der einzige Vorteil im Sportsvan. Wie zum Beispiel die Abwesenheit von Hektik. Mehr Von Wolfgang Peters

25.09.2014, 16:30 Uhr | Technik-Motor
Spaceshuttle für irdische Aufgaben

Wer in der Golf-Klasse reüssieren will, muss sich etwas einfallen lassen. Honda verführt mit Solidität, mutigem Design und einem beeindruckend guten Diesel. Dann radelt dieser Bengel vorbei. Mehr

05.09.2014, 14:07 Uhr | Technik-Motor
Opel ruft Autos zurück Neuwagen bitte stehen lassen!

Rückrufaktionen häufen sich, doch diesmal warnt Opel seine Käufer besonders eindringlich. 8000 Fahrzeuge der Modellreihen Adam und Corsa könnten mit fehlerhafter Lenkung ausgeliefert worden sein. Mehr

26.09.2014, 22:49 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.01.2013, 15:12 Uhr

Endlich erleuchtet

Von Heike Göbel

Sechs Jahre fahren wir ihn nun schon, unseren Mercedes-Kombi. Und noch immer vermag er uns zu überraschen. Letztes Jahr etwa haben wir bemerkt, dass das Licht beim Start automatisch angeht. Mehr 2 3

Hinweis
Die Redaktion