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Jaguar XF Schlank geschnittene Katze

17.02.2008 ·  Neu vorgestellt: Der Jaguar XF. Die kraftvolle Sportlimousine überzeugt mit Gardemaß und gleich mit einem Diesel. Nicht zu Unrecht legt sie es auf den Vergleich mit Luxusmarken wie Aston Martin oder Bentley an.

Von Michael Kirchberger
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Der Jaguar XF, als Luxusauto avisiert, soll die immer wieder kränkelnde britischste aller Marken im Ford-Konzern wieder nach oben bringen. Jetzt geht der schlanke und doch kraftvoll gezeichnete Viertürer ins Rennen um die Gunst der betuchten Kundschaft: Die Preise beginnen bei 49.370 Euro. Das Design der coupéartig geschnittenen, knapp fünf Meter langen Sportlimousine zitiert am hohen Heck Linien des Klassikers E-Type. Die Neigungen von Front- und Heckscheibe entsprechen denen des Schwestermodells XK. Dennoch bietet der Innenraum viel Platz. Fünf Passagiere kommen gut unter, der Kofferraum mit bis zu 540 Liter Volumen hat mit ihrem Gepäck kaum Mühe.

Im Innenraum haben die Gestalter großen Wert auf Stil gelegt. Der XF soll nicht nur in der Premium-Abteilung bestehen, er legt es auf den Vergleich mit Luxusmarken wie Aston Martin oder Bentley an. Hierfür hat man Holz, Aluminium und Leder in einer Dreierbeziehung zusammengeführt. Und obendrein viel Technik an Bord gepackt: Gestartet wird der Motor des XF - drei Benziner und ein Diesel stehen zur Wahl - mit Tastendruck.

Nach der ersten Berührung erwacht die V6- oder V8-Maschine noch nicht zum Leben, zunächst fährt der Wahlhebel des Automatikgetriebes aus der Versenkung auf der Mittelkonsole hoch, und die Lüftungsdüsen am Armaturenbrett bewegen sich aus ihrer Schlummerstellung in Bereitschaftsposition. Der Startknopf pulsiert in rotem Licht, einem Herzschlag gleich, bis dann ein zweited Antippen die Maschine anspringen lässt. Elektrisch wird ohnehin fast alles im XF verstellt: Die lederbezogenen, vielleicht etwas schmal geratenen Sitze, das Lenkrad in Höhe und Tiefe und die Außenspiegel.

Ein flinker Spurt bei 1900 Umdrehungen

Einstiegsmodell ist der V-Sechszylinder-Diesel mit 2,7 Liter Hubraum und 152 kW (207 PS). Die Drehmomentspitze von 435 Newtonmeter bei 1900 Umdrehungen in der Minute erlaubt einen flinken Spurt von 0 auf 100 km/h, 8,2 Sekunden vergehen bei dieser Übung. 229 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der Diesel-XF, als Normverbrauch werden 7,5 Liter für 100 Kilometer angegeben.

Nur unwesentlich bessere Fahrleistungen ermöglicht der Dreiliter-V6-Benziner mit 175 kW (238 PS). Für den Standardsprint benötigt er sogar eine Zehntelsekunde länger, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 237 km/h, und bei Normfahrt konsumiert er 10,5 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer. 54.380 Euro kostet der kleinste Benziner im Programm, bekommt aber gleich die Spitzenausstattung Premium Luxury. Die gibt es serienmäßig ebenfalls für den 62.180 Euro teuren 4,2-Liter-V8 mit 219 kW (298 PS). Sein Konsum von 11,1 Liter Superbenzin fällt schon deutlich höher aus, dafür treibt er den rund 1750 Kilogramm schweren XF in nur 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Tempo wird wie üblich bei 250 km/h abgeregelt.

In 5,4 Sekunden von 0 auf 100

Das Spitzenmodell Super-V8 mit gleichfalls 4,2 Liter Hubraum kostet mit Komplettausstattung 80.820 Euro. 560 Nm liefert es als Maximum bei 3500/ min; 5,4 Sekunden vergehen beim Beschleunigen von 0 auf 100, und 12,6 Liter Normverbrauch für 100 Kilometer lassen das Tankvolumen (69 Liter) fast bescheiden dastehen. Die Kraft wird ausschließlich von einem sechsstufigen Automatikgetriebe mit Tiptronic-Funktion und Schaltwippen am Volant auf die Hinterräder übertragen. Am 8. März lassen die Händler den XF von der Leine.

Quelle: F.A.Z., 12.02.2008, Nr. 36 / Seite T3
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