07.01.2013 · Der neue F-Type ist enorm wichtig für Jaguar. Er muss Tradition und Moderne verbinden und Stückzahlen bringen. Dafür rührt Jaguar die Marketing-Trommel so heftig wie nie.
Von Stefan ThieleRichtlinien für Lesermeinungen
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Was für Gene soll der haben? E-Type? Was sind das dann für Proportionen? Da könnte auch Honda draufstehen oder Nissan! Das wird leider ein Flop. Schade.
Warum sieht ein Jaguar wie eine Kollage aus ...
... zwei BMW-Modellen aus, die von einem Kindergartenkind
zusammengepappt worden sind?
Von der Seite sieht es vorne nach Z1 aus und hinten nach Z8 mit einer
Stoßstange dort wo bei BMW der Unterboden beginnt.
Lang erwartet (war schon mal zusammen mit einem kleinen Aston Martin
für 2004 angekündigt) und doch enttäuschend.
...oft etwas zu schnell zufrieden. Die Front des Jaguars, dessen
Scheinwerfer und Kiemen am Spoiler wohl der Haifischschnauze abgeguckt
sind, krönt ein in seinen Proportionen schon etwas
unglücklicher Kühlergrill, der eher an "Dory's"
Doktorfisch-Maul als an "Bruce's" Haifischfresse erinnert.
Irgendwie ist unserem Pixar-Fan in Jaguar-Diensten da zwischenzeitlich
die Konzentration beim Zeichnen abhanden gekommen.
Die einen können vorne nicht, die andern hinten. Selbst Porsche ist
davor nicht gefeit - dort sieht jedes Modell aus wie eine 911er Front
mit allerlei Buntem hinten dran an. Wenn die was auch immer zeichnen
müssen in Zuffenhausen - es beginnt alles immer mit einer
911er-Schnauze.
Da war Jaguar wenigstens mutiger und versucht bewusst den Bruch mit der
hauseigenen Sportwagen-Ikone, E-Type. Von Details mal abgesehen, mutet
dieser Versuch soweit ganz gelungen an. Wer damit vorfährt, braucht
sich nicht zu schämen, auch wenn er "Nemo" nicht gefunden hat.
... Wie ein mißlungener Maserati aus Korea. Vollkommen daneben.
habe ich vor einigen Jahren aus zwei Gründen gekauft. Zum einen
wollte ich mir einen Jugendtraum erfüllen, und zum zweiten sollte
er eine Wertanlage sein.
Die Sache mit dem Jugendtraum ist definitiv geglückt. Kein
späterer Jaguar -- frühere schon! -- und überhaupt kaum
ein anderes Auto ist m.E. so schön wie der E-Type.
Die Wertanlage ist, zumindest bisher, auch geglückt. Der Wert
meines E ist seither stabil oder eher gestiegen. Schaue ich aber einmal
in den Gebrauchtwagenportalen nach anderen Jaguar, so finde ich nur
Verluste. Zum Teil hohe Verluste, auch bei den im Artikel erwähnten Typen.
Aus meiner -- zugegebenermaßen höchst subjektiven --
Perspektive frage ich mich daher, welche Gründe es überhaupt
für den Kauf eines neuen Jaguar geben könnte, wenn er genau
wie ein alter kaum für den Alltag geeignet ist -- und wenn ich
statt eines so titulierten Nachfolgers auch das Original bekommen kann.
Jaguar - das war einmal. Seit die da allen Ernstes in ihre immer lausiger gestylten Fahrzeuge auch noch Dieselmotoren (igitt!) einbauen, sind sie für Kenner und Liebhaber wahrer Automobil-Kultur gestorben.
Wenn ein Wagen als Nachfolger einer Sportwagen Ikone wie den E-Type angepriesen wird, hat er es per se schon schwer. Wenn der Nachfolger dann auch vom Design her sich nicht besonders aus der Masse heraushebt und in Ferrari-Rot einen Werbefilm drehen muss, wird es nciht besser. British racing green green wäre das Mindeste gewesen.
Das Auto sieht nicht schlecht aus. Aber wie im Artikel erwähnt, war
der E-Type vor allem durch die lange Motorhaube unverwechselbar.
Im Roadster sollte man auf der Hinterachse sitzen, das hat BMW erkannt
und mit dem aktuellen Z4 einen klassischen Roadster kreiert, ohne zuviel
Retro, aber mit einer Motorhaube bis zum Horizont.
Der Z4 würde viel eher als Nachfolger des E-Type durchgehen als der
F-Type, hinsichtlich der Proportionen. Ich wünsche Jaguar trotzdem
viel Glück.