14.01.2013 · Dem Hybrid-Auto gehört die Zukunft. Das glaubt inzwischen auch die deutsche Industrie. Das Urgestein Toyota Prius gibt es jetzt auch mit Kabel.
Von Boris SchmidtRichtlinien für Lesermeinungen
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wieso dem Hybrid die Zukunft gehört ...
... weil er weniger verbraucht. Einen realistischen Überblick
über den Verbrauch aller Fahrzeuge auf dem deutschen Markt -
unabhängig von den Erfahrungen bleifuß-orientierter
Motorjournalisten, die einen Prius mit 197 km/h über die Autobahn
jagen - erhält man über www.spritmonitor.de. Der
Durchschnittsverbrauch eines neuen Prius (ab Bj. 2010) beträgt
danach 5,0l (3,71 - 6,42l) , der eines neuen BMW 3er Diesel beträgt
6,18l (4,26 - 8,88l) und der eines neuen Passat Diesel 6,38l (4,14 -
10,46l).
"Fortschritt" im Automobilbau:
...und der meines 15 Jahre alten Citroen Diesel 6,6l (Größe
exakt wie Passat Kombi, Durchschnitt über 100'000km)
Tech. interessant aber sinnlos
Den Prius halte ich für einen techn. Leckerbissen was allerdings
nichts über dessen
Sinnhaftigkeit aussagt.
1.Technik: Das Antriebskonzept wird lediglich als CVT Getriebe
umschrieben.Es gibt hier
aber kein Schalt- oder Automatikgetriebe. Der Benzinmotor ist über
ein Planetengetriebe mit einem Generator und den Vorderrädern
verbunden. So kann die Leistung des Benziners zum Teil direkt zu den
Antriebsrädern gelangen. Der Andere wird vom Generator aufgenommen
und dem E-Motor zugeführt, der ebenfalls mit den Vorderrädern
verbunden ist.
Die Batt. spielt hierbei (fast) keine Rolle. Diese Betriebsart hat
nichts mit Hybrid zu tun und ist eher mit einer Dieselelekrtr.
Lokomotive verwandt.
Lediglich zum kurzfristigen starken Beschleunigen kann die Batt. ca.
27kW Leistung beisteuern. Die 60kW des des E-Motors kommen also
überwiegend vom Benziner.
2. Sinn: Nur für Technikfreaks, Ökoimponierer.Gut an ihm ist
niedriger Luftwiderstand, schlecht sind Lenkung, Bremsen,
Drehzahlverhalten usw.
interessant wäre ein Systemvergleich der beiden. Welches Konzept wird sich in Zukunft durchsetzen?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 19:23 UhrKonzeptvergleich
Ich tippe darauf, daß sich keins von beiden Konzepten durchsetzen wird.
15 Jahre nach der Markteinführung verkaufen sich Hybridfahrzeuge
nur dort gut, wo der Kauf kräftig subventioniert wird (und trotz
der hohen Preise können die Hersteller froh sein, nicht drauflegen
zu müssen).
Elektro, mit oder ohne "Range-Extender" ist sowieso jenseits
von gut und böse (das kauft niemand von seinem eigenen Geld,
höchstens als PR-Aktion).
interessant wäre der Vergleich mit dem Opel Ampera.
Während der Prius ein Verbrenner mit E-Motor ist, ist der Ampera
ein E-Auto mit Hilfsmotor.
Welches Konzept hat welche Vor- und Nachteile, welches die
größeren Zukunftschancen?
Dem Hybrid-Auto gehört n i c h t die Zukunft!
In der Regel sind diese Fahrzeuge in der Anschaffung zu teuer, die
Ersparnis an Sprit ist zu gering. Hinzu kommen erhöhte Wartungs-
und Reparaturkosten und der Akku hält auch nicht so lange, wie das
Auto selbst und muss nach wenigen Jahren teuer ausgetauscht werden. Zu
dem ist die Heizung ein Energiefresser, deren Hunger nur durch
Zuschaltung des Óttomotors gestillt werden kann.
Warum sollte sich dann der Hybrid durchsetzen, weil es die Industrie so will???
Einiges strittig
Ein anderer Anlasser als ein elektrischer ist mir nicht bekannt. Das
Teil ist auch noch bei keinem meiner Autos (bis zu 500 tkm) kaputtgegangen.
Die Bremsenergie stärker mit der Lichtmaschine zu nutzen ist auch
bei normalen Autos schon Stand der Technik.
Die Heizung ist bei den meisten Verbrennungsmotoren kein Energiefresser,
weil die Abwärme des Motors genutzt werden kann (ohne
zusätzlichen Energieaufwand).
Bei rein innerstädtischer Nutzung mit hoher Laufleistung mag sich
ein Hybrid irgendwann amortisieren. Alle anderen kommen deutlich
günstiger weg mit einem normalen Auto für 20.000 Euro. Die
15.000 Euro Preisunterschied zum Hybrid finanziert den möglichen
Mehrverbrauch für sehr viele Kilometer.
Strittig.
Die Wartungskosten sind nicht zwingend höher, der Verschleiss unter
Umständen sogar geringer, weil mechanische Verschleissteile wenn
möglich durch elektrische Alternativen ersetzt wurden (z.B.
Anlasser). Teile der Bremsanlage werden nicht so stark verschlissen wie
bei herkömlichen Fahrzeugen, weil beim Bremsen erst die Generatoren
einsetzen. Die Heizung ist immer ein Energiefresser - egal ob Benziner
oder Hybrid. Die Batterien sind so konzipiert, dass sie die meisten
Teile des Autos "überleben" - zumindest bei Toyota.
Es kommt einfach darauf an wie man gedenkt das Fahrzeug einzusetzen -
bei vorrangiger Autobahnnutzung und Geschwindigkeiten über 100km/h
ist ein Hybrid nur bedingt sinnvoll. Bei innerstädtischer Nutzung -
oder im sonstigen Stop-and-Go Verkehr - ist ein Hybrid unschlagbar.