24.02.2013 · Seat ist das Sorgenkind in der VW-Familie. Die südlichen Märkte liegen darnieder, Gewinne sind kaum zu erwirtschaften. Dann muss der neue Leon eben im übrigen Europa ein Verkaufsschlager werden. Nichts spricht dagegen.
Von Boris SchmidtRichtlinien für Lesermeinungen
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Altmodische Handbremse? Offenbar möchte der Autor, dass noch mehr Hersteller ...
.. der mehr als fragwürdigen Mode hinterher laufen, die Handbremse durch ein digitales Knöpfchen zu ersetzen. Für mich ist dies genau ein Grund, den nächsten Golf meiner Frau durch einen Leon zu ersetzen, vielleicht auch durch einen Octavia, der zum Glück ebenfalls noch eine richtige Handbremse besitzt. Diese ist gerade auf winterlichen Straßen ein unverzichtbares Sicherheits-Feature, sofern man damit umgehen kann, während das Elektroknöpfchen, welches sich in diversen VW-Modellen auch noch als störanfällig erwiesen hat, eben nur zum Parken taugt. Und aus dem selben Grund - neben dem MMI-Schwachsinn - wird auch Audi von meiner Beschaffungsliste gestrichen, man muss ja nicht jeden Quatsch mitmachen. Sehr bedenklich allerdings, dass sich angeblich das ESP nicht mehr deaktivieren lässt - viel Spaß auf verschneiten Pass-Straßen, wo man sich dann mit den Mercedes-Fahrern treffen kann, die das Problem ja schon länger haben. Gerade im letzten Ski-Urlaub live miterlebt - sehr lustig ...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 12:24 UhrDas hat mich vom Passat abgebracht
diese elektronische Handbremse ist überflüssig wie ein Kropf,
ihre Argumente nachvollziehbar. Ein weiterer umsatzbringender Faktor:
Die Bremsbeläge können nur von der Werkstatt gewechselt
werden, die auch Zugang zu dem Steuergerät hat. Denn die
Neueinstellung der Handbremse kann nur über das Steuergerät
erfolgen. Das nenne ich doch eine gelungene Massnahme zur Kundenbindung
und ein Zeichen, daß die Konzeption der Neufahrzeuge immer mehr an
der Firmenwagenregel orientiert ist. Die ersten 2-3 Jahre Ruhe, dann
kommen die Kosten zu Lasten des Gebrauchtwagenkäufers, der glaubt
einen guten Wagen aus den Leasingrücklauf erstanden zu haben.
Übrigens: Kann ich im Falle einer leeren Batterie einen Wagen mit
angezogener, elektrischer Handbremse anschieben oder anrollen lassen?
Oder darf 1-2 Stunden auf den stromspendenden Engel warten?
Ich muss meinem Vorredner Recht geben - LED könnte innovativ sein,
wird aber nur zum Geschäftemachen ausgeschlachtet. Energie wird
gegenüber Xenon auch nicht gespart und zudem wird, so ich die
Funktion mit aktuell bereits mit LED ausgerüsteten Fahrzeugen
vergleiche, höhere Blendung mit LED als mit Xenon einhergehen.
Der neue Leon hat leider der Konformität Platz machen müssen -
der alte hatte noch seine Eigenständigkeit im Design - das retten
auch die spitzen Spiegel nicht, die der Autor so bemängelt - oder
muss alles konform sein?
Und dann noch eins zum tollen Sechsganggetriebe - es wäre noch
besser mit 1+ und DSG dabei - dazu passt der Motor eindeutig besser.
Handschalten ist out. Wer's dennoch braucht - dazu gibt's Tasten zur
Korrektur.
Nochwas: Der Vergleich zum Golf hinkt bei SEAT wie bei SKODA - beide
verfolgen andere Interessen - ich fahre einen Altea - würde mich im
Golf Plus aber nie wohlfühlen - bei allen "Macken" des
SEAT - aber die trifft man auch bei VW.
Eigentlich passt der Leon für uns als Kombi gut (ab Herbst 2013). LEDs vorne gehen aber gar nicht, da eine EU-Richtlinie beim kleinsten Schaden am oder im Scheinwerfer den Tausch der gesamten Einheit verlangt. Das geht richtig ins Geld, da Scheinwerfer mit LED-Komponenten nur als komplette Einheit produziert werden dürfen. Macht beim Leon 830,-€ zzgl. zwei Std. Ein- und Ausbau, also gut 1000,- €. Damit scheidet er für unsere Firma aus, da nicht jeder Schaden von der Versicherung gedeckt ist. Wir hatten kürzlich an einem Insignia Steinschlagschaden an der Streuscheibe. Da dort LED-Tagfahrlicht im H-Scheinwerfer integriert ist, mußte er komplett (mit Xenon u. Kurvenlicht) ausgetauscht werden. Inkl. Lohn waren das knapp 1.600,- €. Der 1.4l - Motor ist ein kultiviertes Sahnestück, selbst lange erfahren in einem A3 Sportback. Bei gemütlicher Fahrt geht es unter 6,0l, bei flotter AB-Fahrt gehts hoch auf über 11l je 100 km. Insofern gilt auch für Downsize-Turbos: "Turbo läuft, Turbo säuft!"
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 12:13 UhrECE-Regelungen
sind weltweit anerkannte technische Vorschriften für
Kraftfahrzeuge. Das ist keine EU-Richtlinie (EU-Richtlinien sind
Vorschriften an die Mitgliedsstaaten zur Umsetzung in nationales Recht).
In den Auswirkungen ist es natürlich so, wie Sie es beschreiben.
Kleine Schäden können dadurch unglaublich teuer werden (was
sich dann auch in den Kasko-Prämien niederschlägt).
Auch ein Grund, entweder ein relativ einfaches oder ein älteres
Auto zu kaufen.
ECE Regelung R98.
LEDs dürfen nämlich nach den international geltenden
ECE-Vorgaben für Kfz-Technik nur als Module in Autos eingebaut
werden. Das bedeutet, dass die Dioden in einem Bauteil wie z.B.
Frontscheinwerfer "manipulationssicher" verkapselt sein
müssen (ECE-Regelung R98). Einzelne Dioden können daher nicht
entnommen oder ausgetauscht werden, ohne das gesamte Bauteil zu zerstören.
EU-Richtlinien...
gelten nur für Staaten, nicht für Personen oder Firmen. Für die gelten nur die nationalen Gesetze.