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Fahrtbericht Subaru XV 2.0 Diesel Ring frei für einen Nischensportler

Subaru setzt mit dem schlanken Crossover-SUV XV auf eine neue Designlinie und einen Dieselmotor im Boxerformat. Beides gelingt nicht in vollendeter Perfektion.

© F.A.Z., Subaru Fahrtbericht Subaru XV 2.0 Diesel

Wer den Namen Subaru hört, denkt an Allradantrieb. Der ist bis auf wenige Ausnahmen (Justy, Trezia) seit jeher in Europa markentypisch für den japanischen Hersteller. Besonders gut passt er zu einem SUV, das mit schwungvoller Linie eine Klammer um Kombi und Geländewagen zieht. XV nennt Subaru eine im vergangenen Jahr zum ersten Mal erschienene SUV-Baureihe, zu der auch eine Variante mit Dieselmotor zählt. 27 200 Euro kostet sie in der Basisausführung. Als Exclusive, unter anderem mit Premium-Audiosystem, Klimaautomatik, elektrisch verstellbaren Sitzen, Navigation und Schiebedach, steigt der Preis auf 33 100 Euro. 108 kW (147 PS) leistet der Zweiliter-Diesel, der immer mit einem manuell geschalteten Sechsganggetriebe kombiniert wird.

Breites Auftreten mit scharfem Bug

Während die allradgetriebenen Subaru-Kollegen Forester und Outback immer ein wenig bräsig daherkamen, will das Crossover-SUV mit scharf geschnittenem Bug und der spannungsvoll gerundeten Dachlinie Emotionen wecken. Dabei wirken die kantigen Rückleuchten aufgesetzt, die markanten Leichtmetallräder im 17-Zoll-Format lassen ihn jedoch breit und solide auf der Straße stehen.

Die Gestaltung des Innenraums regt kaum zum Träumen an. Standard ist angesagt, alles ist da, aber nichts fällt auf. Allein der kleine Monitor in der Mitte des Armaturenbretts weckt mit überraschenden Darstellungen den Spieltrieb des Chauffeurs. Eines der Programme nimmt den Durchschnittsverbrauch als Mittelwert und lässt den Zeiger auf der Konsumskala je nach Stellung des Gaspedals um ihn pendeln. Auf rotem Grund, wenn das Mittel über-, und auf grünem, wenn es unterschritten wird. Schnell merkt der Fahrer, bei welcher Drehzahl und welcher Fahrweise der virtuelle Pfeil weit und lange unterhalb des bisherigen Durchschnitts weilt. Einziger Nachteil der hilfreichen Darstellung: Der Blick wandert ständig weg vom Verkehrsgeschehen. Eine Positionierung des Displays im Kombiinstrument vor dem Fahrer wäre besser. Der viel zu winzige Hinweis zum rechten Zeitpunkt des Gangwechsels, der dort versteckt zwischen Tageskilometerzähler und Drehzahlmesser leicht übersehen wird, könnte dann ersatzlos gestrichen werden.

Die Sitzposition am Lenkrad ist ungewöhnlich. Anders als in bisher erfahrenen SUV nimmt der Chauffeur eine eher gestreckte als aufrechte Körperhaltung ein. Das schränkt die Übersichtlichkeit ein, ist aber auf der Langstrecke komfortabel. Der Lärm an Bord des XV ist aber ein lästiger Begleiter. Das übermäßig laute Abrollgeräusch der Reifen wollen wir noch den derben Winterpneus zuschreiben, das Tosen des Fahrtwinds jedoch nicht. Deutlich werden die aerodynamischen Defizite beim Schließen der Sonnenschutzjalousien unter dem großen Panorama-Glasdach. Dann sinkt das Geräuschniveau um gefühlte zwei Dezibel, also deutlich.

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