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Der Bugatti Galibier Supersportwagen in der Reife

 ·  Das Produktionsende des Supersportwagens Bugatti Veyron naht. Doch der designierte Nachfolger, getauft auf den Namen Galibier, muss noch reifen. Wir sind gespannt, ob der Veyron noch zu übertreffen ist.

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Geduld gehört ganz sicher nicht zu den großen Tugenden der Superreichen. Doch wer auf einen neuen Bugatti spekuliert, der wird wohl noch ein wenig warten müssen. Denn vor dem Jahr 2015 wird es offenbar nichts mit dem Nachfolger des Veyron: „Am Konzept Galibier wird intensiv gearbeitet. Aktuell bereiten wir den Business Case vor, der dem Konzernvorstand zur Entscheidung vorgelegt wird“, sagt Markenchef Wolfgang Dürheimer. Gibt es grünes Licht, dauert die Serienentwicklung etwa drei Jahre.

Ist der Veyron ein kompromissloser Supersportwagen, der alle Leistungs- und Geschwindigkeitsrekorde gebrochen hat, setzt sein Nachfolger ganz auf den Fortschritt. Er wird ein fünf Meter langer Viertürer mit langer Haube und hohem Heck. Dafür will Dürheimer viel Erfahrung aus seiner Zeit als Entwicklungschef von Porsche einbringen. Gut zwei Jahre nach dem Debüt der Studie habe sich der Galibier mittlerweile deutlich weiterentwickelt, sagt Dürheimer. Für die Serie stellt er deshalb nicht nur ein neues Heckdesign in Aussicht, sondern auch einen bequemeren Zustieg zum Fond sowie bessere Komfortmaße für die Hinterbänkler. „Außerdem habe ich zur Freude der potentiellen Kunden spürbar mehr Leistung angeregt.“ Nicht, dass der acht Liter große Sechzehnzylinder unter der geflügelten Motorhaube mit seinen 850 PS zu schwach gewesen wäre. „Aber da ist deutlich mehr drin“, sagt Dürheimer und verspricht, dass ein neuer Bugatti nicht schwächer sein werde als sein Vorgänger: 1001 PS sind also die Hürde, die es zu nehmen gilt.

Die „Ära Veyron“ geht zu Ende

Markierte schon der Veyron mit seinem Startpreis von rund 1,2 Millionen Euro die Spitze, wird der Galibier wahrscheinlich noch einmal deutlich teurer. Die sich anbietende Gleichung „Doppelt so viele Sitzplätze, doppelt so hoher Preis“ wird aber wohl kaum umsetzbar sein. Während der Galibier noch im Werden ist, sieht der Veyron langsam seinem Ende entgegen. Das letzte der 300 Coupés wurde schon im Frühjahr verkauft, und auch von den 150 Roadstern sind nicht mehr viele übrig. 108 offene Aufträge seien für den Veyron Grand Sport noch vorhanden, heißt es. Danach werden sich die Mechaniker in der Molsheimer Manufaktur mit Sonderserien wie dem gerade gezeigten Porzellan-Renner L'Or Blanc beschäftigen.

Natürlich würde Dürheimer das neue Auto trotzdem lieber heute als morgen auf den Markt bringen. „Doch ein Bugatti reift wie ein Kunstwerk, da kann man keine Termine setzen wie in einem Großserienprojekt.“ Das werden die Interessenten verkraften, glaubt Dürheimer: „Jeder, der einen Bugatti kauft, hat im Schnitt schon 38 Autos. Zu Fuß gehen muss bis zum Debüt des Galibier also keiner.“

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