Ein Roadster kommt nie zur Unzeit: BMW annonciert in diesen Tagen der mannigfaltigen Düsternis die „Neugeburt des Roadsters“ und erklärt den neuen Z4 zum legitimen Nachfolger nicht nur des Roadsters, sondern auch des Coupés. Der Zweisitzer kommt als erstes Modell der Marke in dieser Bauform mit einem versenkbaren Hardtop.
Der Sportwagen debütiert auf der Detroit Motor Show Mitte Januar und wird vom 9. Mai 2009 an bei den Händlern sein. Vom Start weg gibt es drei Motorversionen, die aus einem Grundtriebwerk mit unterschiedlichen Bohrungen entstanden sind:
BMW Z4 sDrive 23i, 2497 Kubikzentimeter Hubraum, 150 kW (204 PS) für 35.900 Euro. BMW Z4 sDrive 30i, 2996 Kubik Hubraum, 190 kW (258 PS) für 42.900 Euro. BMW Z4 sDrive 35i, 2979 Kubik Hubraum, 225 kW (306 PS) für 47.450 Euro.
Alle Versionen werden von Reihensechszylinder-Ottomotoren bewegt
Bisher war die Einstiegsversion ein Zweiliter-Vierzylinder für 29.900 Euro. Offenbar hält BMW diese Ausführung (ebenso wie eine durchaus mögliche Variante mit Dieselmotor) noch zurück, um sie später auf den Markt zu bringen.
Alle Versionen der Neuauflage werden von Reihensechszylinder-Ottomotoren bewegt, die serienmäßig mit den Verbrauch senkender Technik (BMW EfficientDynamics) aufwarten und ihre Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe auf die Hinterräder abgeben. Als Getriebeoption gibt es für den 35i eine Siebengang-Sport-Automatic mit Doppelkupplung, für die beiden anderen Versionen steht eine Sechsgang-Sport-Automatic bereit. Die beiden kleineren Motoren arbeiten mit Saugrohreinspritzung, die stärkste Variante mit Direkteinspritzung und Twin-Turbo-Aufladung.
Nur der 23i bleibt in der Spitzengeschwindigkeit unter den 250 km/h
Deshalb bietet sie nicht nur die höchste Nennleistung, sondern hält zudem das stärkste Drehmoment bereit: von 1300 bis 5000 Umdrehungen in der Minute liegen 400 Newtonmeter an, die beiden Saugmotoren sind mit 250 Nm und 310 Nm zwar gut bei Kräften, können da aber nicht mithalten. Nur der 23i bleibt in der Spitzengeschwindigkeit mit 242 km/h unter den 250 km/h, die von den stärkeren Versionen erreicht werden. Diese kommen aus dem Stand in weniger als sechs Sekunden auf 100 km/h, der 23i schafft diese Übung unter sieben Sekunden.
Die beiden schwächeren Versionen liegen trotz des nicht unbeträchtlichen Leistungsunterschieds (54 PS) beim Normverbrauch gleichauf: 8,5 Liter Super auf 100 Kilometer werden angegeben, das entspricht 199 g/km CO2. 0,9 Liter mehr konsumiert die derzeit stärkste Variante mit 9,4 Liter und 219 g/km CO2.
Erste Fahreindrücke liefern wir im Frühling 2009
Der noch angebotene Z4 der ersten Generation war im Herbst 2002 auf den Markt gekommen und hatte ob seines exaltierten Designs nicht überall Wohlgefallen ausgelöst. Bug und Heck passten irgendwie nicht wirklich zusammen, und unmotiviert wirkendes Kantenspiel sorgte bei auf Harmonie bedachten Gemütern für Verwirrung. Damit macht der neue Z4 Schluss und zeigt, dass ein spannend gezeichneter Roadster nicht wie eine Mücke im Auge wirken muss. Die Proportionen wurden dagegen nicht verändert, die Haube reicht noch immer von Schwabing bis nach Kitzbühel, und das Heck ist konturiertes Wohlgefühl.
Unter dem Blech der Karosserie gibt es hohe passive Sicherheit und im Innenraum Airbags sowie Überrollschutzbügel hinter den Kopfstützen. Das Dach ist in zweigeteilter Aluminium-Bauweise ausgeführt und elektrohydraulisch angetrieben auf Tastendruck in zwanzig Sekunden zu öffnen oder zu schließen. Erste Fahreindrücke liefern wir im Frühling 2009. Dann kommt der neue Z4 wirklich zur rechten Zeit.
Blauer „Umweltzerstörer“ der „gutbürgerlichen Spaßgesellschaft“
Gerardo Señoráns Barcala (Gerardo009)
- 29.12.2008, 23:45 Uhr
Herrliches Auto
Erich Arnold (olderich)
- 31.12.2008, 20:21 Uhr
Gut gelungen
Marvin Parsons (mapar)
- 31.12.2008, 20:34 Uhr
