02.02.2008 · Neu vorgestellt: Das BMW 1er-Cabriolet bietet fünf Motoren zur Wahl und besticht mit einem klassischen Stoffverdeck. Nun macht sich das bayrische „Open Air“-Auto auf den Weg zu einem wahren Verkaufsrenner.
Von Boris SchmidtDer 1er-BMW ist zweifelsohne eine Erfolgsgeschichte für BMW. Seit der Premiere des Schrägheck-Kompaktwagens im Jahr 2004 sind schon mehr als 500.000 Exemplare von den Bändern in Leipzig und Regensburg gepurzelt, und von Mitte März an gibt es nun als dritte Variante neben dem Coupé auch ein Cabriolet.
Im Gegensatz zum 3er-Cabrio, das ein klappbares Stahldach hat, gibt es für den 1er ein klassisches Stoffverdeck, das elektrisch befehligt wird. In 22 Sekunden wird aus dem geschlossenen Auto, dessen Linienführung sich stark am 1er-Coupé orientiert, ein viersitziges Kompaktcabrio, dessen Verdeck vollständig unter einer Klappe verschwindet. Kein Überrollbügel stört die Silhouette, zwei davon sind aber in der Rückbank stets auf Bereitschaft.
Fünf Motoren stehen zur Wahl
Es stehen fünf Motoren zur Wahl, das Cabrio definiert sich über die Kürzel 118i, 120i, 125i, 130i und 120d. Alle Triebwerke sind besonders auf Sparsamkeit getrimmt (BMWs Efficient Dynamics), die Vierzylinder (118/120/120d) mit Schaltgetriebe (sechs Gänge serienmäßig) haben eine Start-Stopp-Automatik.
Die Leistungsspanne der Benziner, die entweder zwei oder als Sechszylinder drei Liter Hubraum haben, reicht von 104 bis 225 kW (143 bis 306 PS). Der Zweiliter-Diesel leistet 130 kW (177 PS). Mit einem Normverbrauch von 5,1 Liter auf 100 Kilometer ist er der sparsamste Motor, die Benziner benötigten nach Norm zwischen 6,3 und 9,4 Liter auf 100 Kilometer.
Kein billiges Auto
Der 1er war noch nie ein billiges Auto, das 118i Cabriolet ist mit 28.550 Euro genau 5550 Euro teurer als der 118i. Die weiteren Preise belaufen sich auf 32.000, 36.200 und 43.700 Euro, der Diesel kostet 33.500 Euro.
Wie in der Limousine sind die wichtigsten Komfort- und Sicherheitsmerkmale serienmäßig (ABS, ESP, sechs Airbags, Leichtmetallräder, Funk-Zentralverriegelung, die auch das Verdeck aus der Ferne öffnen kann), allerdings haben nur die Sechszylinder von Haus aus eine Klimaanlage (sonst 980 Euro Aufpreis). Und die Aufpreisliste ist gewohnt umfangreich.
Fast keine Windgeräusche
260 Euro kostet eine Erweiterungsmöglichkeit des Kofferraums, vier paar Skier oder zwei Snowboards lassen sich so durchladen, allerdings kann dann hinten niemand mehr sitzen. Wegen der versteckten Überrollbügel ist ein komplettes Umlegen nicht möglich. Mit einem Volumen von 305 (geschlossen) oder 260 Liter (offen) hat der Kofferraum eine akzeptable Größe.
Ohnehin sollte man den 1er als 2+2-Sitzer verstehen, längere Fahrten wollen sehr beengt sitzende Fondpassagiere gewiss nicht absolvieren. Wie erste Probefahrten mit dem 125i (160 kW/218 PS) zeigten, hat der 1er auch als Cabriolet von der vorbildlichen Agilität der Limousine und des Coupés nichts verloren, das Auto wirkt auf schlechten Straßen sehr verwindungssteif. Das Verdeck, das fast gar keine Windgeräusche verursacht, verdient ein Extra-Lob.