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Auto-Höhepunkte 2013 Oben ist die Luft besser

 ·  Das wirtschaftliche Umfeld bereitet Sorgen. Für 2013 erwartet der Automobilverband VDA in Deutschland nur drei Millionen neue Zulassungen. Dabei gibt es viele Höhepunkte.

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© Hersteller Vergrößern

Die Preisfrage des Jahres 2013: Wie soll man Autos nennen, in denen die Menschen höher sitzen, bessere Übersicht genießen, trotz der das nahelegenden Form ihres Gefährts nie abseits der Piste fahren und sich oft für nur eine angetriebene Achse entscheiden? Geländewagen im Sinne des in diesen Tagen in den Handel kommenden neuen, edlen, technisch feinen und nicht nur die angestammte Klientel verzückenden Range Rover sind das ja nicht.

Und Personenwagen im klassischen Sinne auch nicht. „SUV“ sagt die Fachwelt und meint Sports Utility Vehicle, was erstens nicht jeder versteht und zweitens Unsinn ist, denn was, bitte schön, hat sich der gemeine Beobachter unter einem sportlichen Nutzfahrzeug vorzustellen? Crossover klingt recht hübsch, aber ob sich „Mischling“ jenseits der Tierwelt durchsetzen wird, da hegen wir Zweifel. Immerhin klingt es besser als „Überkreuzer“.

Vermeintlich eierlegende Wollmilchsau

Weglaufen jedenfalls gilt nicht, denn die vermeintlich eierlegende Wollmilchsau im automobilen Kleid ist immer beliebter. Und wenn Zulassungsstatistik, Marktforschung und Modellplanung nicht irren, ist ein Ende des Trends nicht in Sicht. Im Gegenteil: Es geht mit aller Macht weiter aufwärts, hoch oben über der Straße ist die Luft nicht dünner, sondern gefragter und ertragreicher.

Sage und schreibe 50 neue SUV-Modelle sollen in den kommenden drei Jahren auf den Markt kommen, wollen die Kollegen der Auto-Zeitung gezählt haben, und sie führen auch Geländewagen von bisherigen Abstinenzlern wie Jaguar, Alfa Romeo, Seat, Citroën, Bentley und Lamborghini heran - wobei für die beiden Letztgenannten gilt, dass nach allem, was man aus dem VW-Reich hört, der Bentley wegen der Scheußlichkeit seiner Studie EXP 9F eine neue Runde im Design drehen muss und Lamborghini erst solidere Finanzen herstellen soll, bis der schicke Geländerenner Urus grünes Licht vom Konzernvorstand bekommt.

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© Hersteller Vergrößern Ein wenig Sonne kann Opel nicht schaden: Cascada heißt das Cabriolet, es kommt vermutlich im Mai

So oder so, keine Marke kann sich mehr den Verzicht auf konstruktive Höhepunkte leisten, sogar die schlafmützigen Franzosen sind erwacht und rollen erstmals eigenständige Autos in dieser Kategorie heran. Pünktlich zum heutigen Tage stellt Peugeot erste Bilder seines 2008 vor, der hochgelegten Version eines frischen 208.

Das Auto passt sogar recht gut in den chronisch verstopften Verkehr in Paris, und es wunderte uns, wenn es dort nur den Hauch jener Anti-SUV-Stimmung auslöste, wie sie vor einigen Jahren aufkam, als sich ein paar Chaoten zerstörerisch über diese Fahrzeuggattung hermachten und womöglich die Zögerlichkeit in den Chefetagen von Renault, Peugeot und Citroën auslösten.

Tarife von 50.000 Euro

In der Folge dürften die Entscheidungsträger von kollektiven Weinkrämpfen geschüttelt worden sein beim Anblick der vielen VW Tiguan und Nissan Qashqai, und bevor jetzt auch noch Opel mit seinem Mokka davonzieht, kommen zum Sommer der 4,16 Meter lange „Urban-Crossover“ Peugeot 2008 und der Renault Captur, ein ebenso adretter wie kompakter Möchtegerngeländewagen auf Basis des neuen und allseits mit Lob bedachten Clio. Als Randnotiz: Peugeot verzichtet mit der Einführung des in Frankreich, China und Brasilien als „Weltauto“ gebauten 2008 auf seinen kleinen Kombi 207 SW. Renault bietet den Clio weiterhin als Kombi an.

Die höchste Aufmerksamkeit dürfte indes einem Produkt aus Stuttgart-Zuffenhausen zuteil werden. Im Frühjahr will Porsche erste Bilder seines Macan zeigen, des mit Genen des Audi Q 5 versehenen kleinen Bruders ihres erfolgreichen Cayenne. Im Herbst soll die offizielle Vorstellung des Macan über die Bühne gehen, Tarife von 50 000 Euro an dürfen als Hausnummer gelten, und wir verwetten hier schon mal eine Kiste weißen Chassagne-Montrachet, dass der kleine Porsche trotz seines merkwürdigen Namens ein großer Erfolg wird.

Womöglich wird zur gleichen Zeit ein erster Blick auf den kleinsten Geländewagen aus der Mercedes-Benz-Familie möglich sein, 2014 soll der GLA zu kaufen sein dann werden die Schwaben ganze fünf Modelle im SUV-Segment anbieten: G, GL, GLK, ML und GLA. Da könnte man fast vergessen, dass in diesem Jahr so wichtige Neuerungen wie die mit erheblichem Aufwand überarbeitete E-Klasse (März) und die vollkommen neue S-Klasse (vermutlich Juli) auf dem Plan stehen.

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