Home
http://www.faz.net/-gya-76zyb
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Alfa Romeo 4C Geheimnisvolle Versuchung

Der Alfa Romeo 4C sieht fast so aus wie die Studie, er ist hinreißend gemacht. Nach unzähligen Jahren der Abstinenz soll die Rückkehr nach Amerika gelingen.

© Hersteller Vergrößern Im März in Genf, noch 2013 im Handel: Alfa Romeo 4C

„Sie werden es nicht hinbekommen. Sie werden aufgeben. Das Serienauto wird niemals so aussehen wie die Studie.“ Was musste sich Alfa Romeo alles anhören, vor allem von der Konkurrenz, als die Italiener vor zwei Jahren auf dem Autosalon in Genf die roteste Verführung seit der Piemont-Kirsche vorstellten. Nun steht wieder ein Autosalon in Genf bevor, und Alfa Romeo bringt das fast fertige Serienfahrzeug mit. Erste offizielle Bilder zeigen die beste Nachricht: Der 4C sieht fast so aus wie die Studie, er ist hinreißend gemacht. Nebenbei soll mit dem kompakten Sportwagen nach unzähligen Jahren der Abstinenz die Rückkehr der italienischen Marke auf den nordamerikanischen Markt gelingen.

Frank-Holger  Appel Folgen:  

Der Alfa Romeo 4C trägt alle Gene, um die Herzen von Sportwagenfreunden höher schlagen zu lassen. Mittelmotor und Heckantrieb versprechen erfreuliche Fahreigenschaften, die beiden Insassen werden von Schalensitzen umhüllt. Seine Geburtsstätte ist das Werk von Maserati in Modena, dort wurde Erfahrung mit dem größeren Bruder 8C Competizione gesammelt. Der noch in Laufe dieses Jahres debütierende 4C ist knapp vier Meter lang, zwei Meter breit, und 1,18 Meter flach. Der Radstand darf mit 2,4 Meter angenommen werden. Um Aufgaben des Vortriebs kümmert sich ein Vierzylinder-Benziner aus Leichtmetall mit 1750 Kubikzentimeter Hubraum und Turboaufladung.

23307976 © Hersteller Vergrößern Schlusslicht: Anpressdruck eingebaut

Alfa Romeo hüllt sich über die Leistungsdaten noch in Schweigen, das Leistungsgewicht soll unter 4 kg/PS liegen, wird versprochen. Die Vermutungen lauten: Etwa 225 PS, etwa 900 Kilogramm. An Bord befinden sich das automatisierte Alfa TCT Doppelkupplungsgetriebe samt Schaltwippen am Lenkrad sowie ein Fahrdynamikschalter, der zusätzlich zu den drei Straßenprogrammen einen Race-Modus für die Freunde schneller Fortbewegung auf der Rennstrecke bereithält. Das Chassis ist vollständig aus Kohlefaser gefertigt, es soll damit leicht und sicher zugleich sein. Alfa Romeo macht die Technik sichtbar, innen wird teilweise auf Verkleidungen verzichtet.

Die Italiener möchten mit dem 4C (für „Cilindri“ = Zylinder) eigene Tradition zitieren. Die Bezeichnung liefere einen Hinweis auf die glorreiche Historie der Marke mit ihren 6C- und 8C-Modellen der 30er und 40er Jahre, die mit ihrer Konstruktion auf das Leistungsgewicht eines Supersportwagens zielten, heißt es. Wie viel die rote Versuchung des Jahres 2013 kosten wird, auch dazu will Alfa Romeo noch nichts sagen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wasser im Test Leitung oder Flasche?

Viele Wassertrinker fürchten sich vor Keimen, Pharmarückständen oder Bleiresten im Leitungswasser. Sie kaufen deshalb lieber Mineralwasser. Ein Vergleichstest. Mehr Von Nadine Oberhuber

21.10.2014, 10:51 Uhr | Finanzen
Neue Aufgaben, neues Gebäude Die EZB und ihr neuer Glaspalast

Sie soll Stabilität garantieren, doch sie ist selbst im Umbau: die Europäische Zentralbank bekommt nicht nur neue Aufgaben, sondern auch ein neues Gebäude. Über 2000 Mitarbeiter sollen bis Jahresende in die 185 Meter hohen Doppeltürme in Frankfurt Ostend ziehen. Mehr

29.10.2014, 13:45 Uhr | Wirtschaft
Fahrbericht Jeep Cherokee Mamma Mia, here we Jeep again

Fiat und Chrysler führen eine prima Zweckehe. Der neue Jeep Cherokee hat das Herz und die Bella Figura aus Italien, trotzdem bleibt er ein Jeep, der seinem Namen alle Ehre macht. Mehr Von Boris Schmidt

17.10.2014, 16:57 Uhr | Technik-Motor
41.000 Meter Google-Manager bricht Baumgartner-Rekord

Der Stratosphärensprung Felix Baumgartners war vor zwei Jahren ein Medienereignis, jetzt hat ein Google-Manager den Rekord ganz gelassen gebrochen: Alan Eustace sprang aus 41.000 Metern ab. Mehr

25.10.2014, 11:43 Uhr | Gesellschaft
Fotograf René Burri gestorben Den Moment zur Dauer verführen

Der Magnum-Fotograf René Burri Schweizer bereiste alle Kontinente und hielt fest, was den Augen der Welt sonst entgangen wäre. Jetzt ist er im Alter von 81 Jahren gestorben. Mehr Von Swantje Karich

21.10.2014, 09:03 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.02.2013, 10:00 Uhr

Sorge um Sicherheit

Von Michael Spehr

Man soll im Hotel der Zukunft sogar mit seinem Smartphone die Zimmertür öffnen. Da ist die Rede von mehr Sicherheit mit Verschlüsselung und digital signierten Zertifikaten. Mehr 4

Hinweis
Die Redaktion