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3er BMW Für das frischere Fahren

29.07.2008 ·  Er machte ihre Höhenflüge erst möglich, und gleichzeitig hält er die Marke auf dem Boden der finanziellen Möglichkeiten: BMW überarbeitet mit der Dreier-Reihe seinen schwellenden Muskel und zeigt, wie man sparen kann.

Von Wolfgang Peters
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Die Dreier-Baureihe ist der schwellende Muskel von BMW: Er machte ihre Höhenflüge erst möglich, und gleichzeitig hält er die Marke auf dem Boden der finanziellen Möglichkeiten. Allein durch ihre Präsenz prägt prägt sie den Auftritt. Da ist es kein Wunder, dass bereits nach knapp vier Jahren eine - ebenso behutsame wie bedeutsame - Renovierung von Limousine und Touring ansteht.

Dabei geht es um sanfte Streicheleinheiten für das Design an Bug und Heck, um Modifikationen der Innenausstattung, um Veränderungen beim iDrive, um die Aufnahme des neuen Drei-Liter-Dieselaggregats in das reichhaltige Motorenprogramm, um Einführung der Efficient-Dynamics-Maßnahmen beim Dreier-BMW sowie um Verbesserungen der Sechsgangautomatik und des optionalen Allradantriebs sowie die Transplantation des Sieben-Gang-Doppelkupplungs-Getriebes in die stärksten Varianten von Coupé und Cabrio. Wir haben das Getriebe bereits in einem M3 Cabrio ausprobiert und uns vom händischen Schalten endgültig verabschiedet.

Der Dynamik-Maßstab seiner Klasse

Von Veränderungen am Fahrwerk ist - mit einer Ausnahme - zur ersten Überarbeitung keine Rede. Das ist kein Wunder: der Dreier-BMW gilt trotz der Anwesenheit agiler Neu-Konkurrenz (die C-Klasse von Mercedes-Benz und der neue A4 mit seiner frischen Frontantriebs-Leichtigkeit schnappen schon nach seinen Fersen) noch immer als Dynamik-Maßstab in seiner Klasse. Allerdings wurde die Spur der Hinterachse verbreitert, unterschiedlich, je nach Modell um bis zu 24 Millimeter.

Vielleicht gilt der Dreier bald als Richtschnur für den bewussten Umgang mit den motorischen Möglichkeiten: Unter dem Stichwort Efficient Dynamics hat man bei BMW kein revolutionäres Spar-Konzept, sondern ein evolutionäres Technik-Kapitel umgesetzt, das bei allen Versionen für niedrigeren Verbrauch sorgt. Und das - ganz wichtig für die Dreier-Reihe - nicht verbunden ist mit Einbußen beim Eindruck des frischeren Fahrens. Dafür ist jede Menge Hightech nötig: Bremsenergie-Rückgewinnung, Start-Stopp oder Nebenaggregate, die nur laufen, wenn sie benötigt werden.

Dem (deutschen) Geist der Zeit folgend

Je Fünf Otto- und Dieselmotoren stehen zur Wahl, die meisten sind bekannte Triebwerke, die Leistung spannt sich von 105 kW (143 PS) bis 225 kW (306 PS). Dem (deutschen) Geist der Zeit folgend, sind die kleinen Benziner und die Diesel am interessantesten. Der 318i ist der nominell schwächste Benziner, ein Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum und einem Drehmoment von 190 Nm. Doch die Maschine ist gut für 210 km/h, und sie glänzt mit einem Normverbrauch von 5,9 Liter Super auf 100 Kilometer. Die beiden kleinen Diesel mit je zwei Liter Hubraum halten im 320d 130 kW (177 PS) und im 318d 105 kW (143 PS) bereit, sie kommen auf einen Normkonsum von 4,7 und 4,9 Liter.

Einen Liter mehr muss man dem neu entwickelten Drei-Liter-Diesel für 100 Kilometer einschenken: Er erfüllt Euro 5, gibt 180 kW (245 PS) ab, macht 250 km/h möglich und begnügt sich nach der Normmessung mit 5,7 Liter Diesel. Das lässt sich in der Realität nicht immer einhalten, aber dieser Wert zeigt, dass die Reise auch bei stärkeren Autos nicht auf die Insel der Schluckspechte führen muss.

Ein wertvollerer Dreier

Die sanften Spuren der Formveränderungen sind kaum zu entdecken, breiter steht der überarbeitete Dreier da, die Haube zeigt neue Akzente, am Heck wurden Prallfläche, Kofferraumdeckel und die Leuchten neu gestaltet.

Im Innenraum sollen andere Materialien und die Gestaltung der Oberflächen den Dreier wertvoller wirken lassen. Dem iDrive-System wurde - wie jüngst im neuen Siebener - eine Überarbeitung zuteil, die mit direkt zugreifenden Tasten schneller zu CD, Radio, Telefon oder Navigation führen soll.

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Jahrgang 1946, freier Autor in der Wirtschaft.

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