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Ausstellung : Bleiben Sie in Bewegung, 007!

  • -Aktualisiert am

Auf Autobahnen noch nicht erlaubt: Bonds Auto-Raketen Bild: REUTERS

50 Jahre James-Bond-Filme: Im Jubiläumsjahr 2012 sind zum ersten Mal 50 Original Bond-Filmfahrzeuge in einer Ausstellung versammelt - „Bond in Motion“.

          Sie sind alle da, im National Motor Museum im südenglischen Beaulieu. In diesen Tagen dreht sich hier alles um eine ganz besondere Fahrzeugsammlung, den Fuhrpark von James Bond und seinen Gegnern. Selbstverständlich ist der etwas störrische Phantom III der Wagen von Mister Goldfinger (Gert Fröbe). Der ließ sich 1964 im gleichnamigen Kinoklassiker von seinem Zylinder- werfenden Diener Oddjob über den Schweizer Furka Pass chauffieren - immer verfolgt von James Bond (Sean Connery), der da noch nicht ahnte, dass die Karosserie des Rolls Royce aus 18karätigem Gold bestand und nach erfolgreichem Transfer in die Schweiz umgehend in handlichere Goldbarren umgeschmolzen wurde.

          In der Ausstellungshalle nebenan steht indes trocken und sicher der größte vierrädrige Star aus „Goldfinger“: Der silberne Aston Martin DB5 - mit seiner Sonderausstattung das James Bond-Auto schlechthin und längst eine Ikone der Filmgeschichte: eingebauter Schleudersitz für unliebsame Beifahrer, ausfahrbarer kugelsicherer Schutzschild, Ölsprüher in den Rücklichtern, Maschinengewehre in den Frontscheinwerfern und die berühmten “Reifenschlitzer“, die sich im Film in das Ford Mustang Cabrio eines mysteriösen Bond-Girls fräsen.

          Drei Ziffern für die (Film-)Ewigkeit Bilderstrecke
          Ausstellung : Bleiben Sie in Bewegung, 007!

          Bereits in „Feuerball“ (1965) kam der DB5 wieder zum Einsatz und wurde Jahrzehnte später immer dann reaktiviert, wenn die Produzenten - Familie Broccoli/Wilson einen neuen James Bond- Darsteller auf die Leinwand schickte. So jagte Pierce Brosnan 1996 in „Goldeneye“ die rassige Gegenspielerin Xenia Onatopp (Famke Janssen) in ihrem feuerroten Ferrari 355 GTS Spider über die französische Serpentinenstrecke bei Gréolières-Les-Neiges.

          Und bei seinem 007- Debut in „Casino Royale“ (2006) drehte Daniel Craig im DB5 eine kurze Ehrenrunde vor seinem Hotel auf den Bahamas, um eine unbekannte Schöne zu beeindrucken – bevor er auf einen modernen Aston Martin DBS umstieg und darin einen siebenfachen Salto überlebte. Das relativ gut erhaltene Stuntfahrzeug aus „Casino Royale“ wird in der Ausstellung “Bond in Motion“ ebenso zur Schau gestellt wie der ziemlich mitgenommene DBS aus „Ein Quantum Trost“(2008): Abgerissene Fahrertür, Einschuss-Löcher im Armaturenbrett und Schrammen im Kohlenfaser-Kleid zeugen von einer Höllenfahrt.

          Ausstellung : Bonds heiße Flitzer im Museum

          Diese Zerstörung eines britischen Nobel- Sportwagens bereiteten die Special Effects-Leute für die Dreharbeiten in Oberitalien systematisch vor. 8 Aston Martin DBS kamen damals in verschiedenen Varianten zum Einsatz, wovon einer in den Gardasee stürzte, erzählt Special Effects-Mann und Oscar-Preisträger Chris Corbould und lehnt sich dabei entspannt an das einst 250.000 € teure Autowrack. Corbould wurde von der Filmproduktion zu Interviews ins National Motor Museum geschickt – an seinem freien Tag, denn er steckt mitten in den Dreharbeiten des neuesten Bond-Films „Skyfall“, dem dritten und Einsatz für Daniel Craig als 007. Der Film soll im Oktober 2012 in London Weltpremiere feiern - exakt 50 Jahre nach der Premiere des ersten Bond-Films „Dr.No“.

          Als ziemlich sicher gilt, dass der legendäre Aston Martin DB5 auch in „Skyfall“ wieder zum Einsatz kommt und auf seine alten Tage sogar noch einmal in eine Verfolgungsjagd à la Goldfinger verwickelt wird. Bestätigt ist bereits, dass nach mehrjähriger Abstinenz auch „Q“ wieder dabei ist, wenn auch deutlich verjüngt (gespielt von Ben Wishaw, 31). In Beaulieu sind Q´s Meisterwerke aus der Nähe zu betrachten: Der Unterwasser-Lotus Esprit aus „Der Spion, der mich liebte“(1977), der BMW 750iL mit ausfahrbaren Raketen im Schiebedach („Der Morgen stirbt nie“, 1997), der BMW Z8 mit Radar- gesteuerten Stinger-Raketen ( „Die Welt ist nicht genug“, 1999) der ziemlich ramponierte feuerrote Ford Mustang Mach 1 aus „Diamantenfieber“ (1971), sowie Bonds „unsichtbarer“ Aston Martin Vanquish und der mit Granatwerfern hochgerüstete Verfolger-Jaguar XKR aus „Stirb an einem anderen Tag“ (2002).

          Die meisten der ausgestellten Fahrzeug- Raritäten gehören der Produktionsfirma Eon Productions und der Ian Fleming Foundation, auch Hersteller wie BMW, Aston Martin und Citroen liehen Autos aus, sowie mehrere Bond-Privatsammler.

          „Bond in Motion“: Ausstellung bis Dezember 2012 Informationen und Anfahrt: www.beaulieu.co.uk

          Quelle: FAZ.NET

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