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Olympus Pen E-PL2 Zweite überarbeitete Auflage

 ·  Mehr als ein Facelift: Die Olympus Pen E-PL2 gefällt außer mit Feinschliff und aktualisierter Palette von Art-Filtern durch das, was schon frühere Modelle mitbrachten: den 4/3-Live-MOS-Sensor, der bis zu 12,3 Megapixel große Bilder liefert.

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Na, die hatten wir doch schon. Ungefähr das war der erste Gedanke beim Auspacken der Olympus Pen E-PL2. Aber schon beim Einsetzen des Objektivs M.Zuiko Digital 1:3,5-5,6/14-42mm II gab es das erste Aha-Erlebnis. Die Version römisch zwei des Standardobjektivs (entsprechend Kleinbildbrennweiten von 28 bis 84 Millimeter) ist kompakter, hat ein engeres Filtergewinde und schiebt sich beim Entriegeln nicht so weit nach vorn. So ist die neue Pen - als solche sofort am wieder etwas stärkeren Schwung der Gehäuseoberkante zu identifizieren - kompakter als die anderen Pen-Modelle. Und sie lässt sich mit dem durchgehenden Griff nicht nur ausgewogen halten, die Neue sieht auch gut aus.

Das nächste Aha stellte sich mit dem Piepser ein, der meldet, dass die Kamera fokussiert hat. Diesbezüglich hat die E-PL2 noch mal deutlich an Tempo zugelegt. Messtechnik mag ihr mit den Nachkommastellen eines Sekundenbruchteils den Rang zuweisen, gefühlt ist der Kontrast-Autofokus so schnell wie der einer Spiegelreflex in der Einsteigerklasse. Das geht allerdings nicht allein aufs Konto der Kamera, sondern erfordert ein korrespondierendes Objektiv wie das 14-42 II. Das Micro-Four-Thirds-Pancake 1:2,8/17mm etwa "pumpte" immer noch wie ein Maikäfer. Damit das bei dem neuen Kit-Objektiv überhaupt passiert, muss das Motiv schon extrem kontrastarm sein. Und auch dann verläuft der Messvorgang vergleichsweise flott und vor allem ausgesprochen leise.

Gegenüber diesen Fortschritten überwiegen die bekannten und bewährten Ausstattungsmerkmale und Bedienkonzepte der Pen-Serie. Doch es gibt da und dort Verbesserungen. Zum Beispiel hat die E-PL2 statt der vier Tasten um den bedienungstechnisch wichtigen OK-Knopf bei der E-PL1 nun ein kleines Drehrad bekommen, das sich in vier Richtungen auch drücken lässt. Der inzwischen unbedingt nötige rote Druckknopf für die sofortige Aufnahme von Bewegtbildern (HD-Video mit maximal 1280 × 720 Pixel, 30 Bilder je Sekunde, internes Monomikrofon, aufsteckbares externes Mikrofon) ist nicht nur vertieft neben der Daumenablage untergebracht, er ist auch abstellbar - ein dicker Pluspunkt.

Feinschliff und aktualisierter Palette von Art-Filtern

Die Pen E-PL2 (Kit: rund 600 Euro) gefällt außer mit solchem Feinschliff und aktualisierter Palette von Art-Filtern durch das, was schon frühere Modelle mitbrachten: den 4/3-Live-MOS-Sensor (17,3 × 13 Millimeter), der bis zu 12,3 Megapixel große Bilder liefert. Die Bildqualität kann sich neben den Ergebnissen von Spiegelreflexkameras sehr wohl sehen lassen. Wie die E-PL1 ist auch die Neue keineswegs eine abgespeckte Pen. Sondern sie gibt sich so einfach mit Tipps und Schiebereglern, wie mancher sich das wünscht - oder aber für den Könner komplex mit flinkem Zugriff auf alle Aufnahmeparameter.

Zwei Teile des mit der E-PL2 vorgestellten Zubehörs für den Accessoryport unter dem Blitzschuh wurden angesehen: Der Penpal PP-1 (rund 80 Euro) hilft mittels Bluetooth (OOP oder BIP) dem Mangel ab, dass die Pen nicht telefonieren kann. Stattdessen lädt man verkleinerte Bilder (maximal 1920 × 1440 Pixel) über den 2-Gigabyte-Zwischenspeicher des Adapters aufs Smartphone (Betriebssysteme: Windows, Android oder Blackberry), um sie zu posten. Sorry, unser Bluetooth muckte mal wieder. Das Makrolicht MAL-1 (rund 50 Euro) ist eine vernünftige Sache für Nahaufnahmen und passt auch an die Pen E-P2 (wie deren elektronischer Sucher an die E-PL2 passt): Zwei biegsame Arme enden in stufenweise schaltbaren LEDs, was gezielte Lichtführung ermöglicht.

Noch nicht auszuprobieren waren die zwei Konverter (Weitwinkel und Fisheye) und die Nahlinse, die auf das neue 14-42-Zoom passen. An sich ist das ein eher ungewöhnlicher Weg, um das Brennweitenspektrum einer Kamera mit Wechseloptik zu erweitern. Daher wird man ihn gesondert beleuchten müssen, sobald Olympus die Konverter liefern kann.

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Jahrgang 1949, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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