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Mobil-Lautsprecher von Logitech Airplay-Musikfunk mit Hürden

 ·  Logitech Drahtlos-Lautsprecher für iPhones überrascht durch seinen niedrigen Preis und den Voluminösen Klang. Nur die Technik des „Air Speakers“ könnte ein Update vertragen.

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© Hersteller Der „Air Speaker“ von Logitech

Lautsprecher für MP3-Konzerte zählen zur Kernkompetenz von Logitech, wenn man einmal von den Mäusen, Tastaturen und sonstigen PC-Utensilien des Herstellers absieht. Doch mit der drahtlosen Musikübertragung zwischen iPhone und Schallwandler, in der Apple-Nomenklatur Airplay genannt, ließ sich Logitech mehr Zeit als die Konkurrenz.

Immerhin: Seit ein paar Wochen gibt es ein Modell mit dem Namen Air Speaker, das schon deshalb Aufmerksamkeit verdient, weil es mit einem Preis von 350 Euro deutlich günstiger ist als alle Artgenossen, die wir in den vergangenen Monaten besprochen haben. Allerdings waren wir auch immer ziemlich wählerisch: Ob Zeppelin Air von Bowers & Wilkins, Beolit 12 von Bang & Olufsen oder die grandiosen Stereo-Lautsprecher DS9800W von Philips - sie alle repräsentierten die Gattung der Airplay-Geräte mit tollem Klang und prächtigem Design. Müssen wir im Fall Logitech unsere Ansprüche herunterschrauben?

Ein hässliches Entlein jedenfalls ist Logitechs Air Speaker durchaus nicht: Sein schlanker Korpus schlägt einen eleganten Bogen, auf dem geschwungenen Oberdeck fügen sich nur wenige Bedienelemente nahtlos in die Gehäuseoberfläche ein: das große Drehrad zur Lautstärke-Einstellung, eine Taste zum Stummschalten und eine weitere zum Ein- und Ausschalten der kompletten Lautsprecher-Elektronik. Auf der Gehäuserückseite künden zwei Öffnungen vom Bassreflexprinzip; je ein Tief-Mittel- und ein Hochtöner bestreiten die Wiedergabe der beiden Stereokanäle.

Eine vorbildliche Lösung

Bevor der Musikfunk beginnen kann, muss der Lautsprecher zunächst das passende W-Lan-Netzwerk auswählen und das Passwort zur Entschlüsselung des Datenverkehrs lernen. Dazu hat sich Logitech eine vorbildliche Lösung ausgedacht: Man stöpselt einfach das iPhone oder den iPod Touch an die Docking-Leiste, die sich in einer kleinen Schublade unterhalb der Lautsprecher-Bespannung versteckt.

Normalerweise dient das Dock dazu, Musik direkt, also ganz ohne Funkbrücke, entgegenzunehmen. Während der Erstinstallation aber unterstützt es den Austausch der nötigen Informationen. Sobald das mobile Abspielgerät die elektrische Verbindung zum Lautsprecher hergestellt hat, fordert ein Dialog im Display auf, eine Installations-App zu laden. Sie fragt alle nötigen Parameter ab, delegiert sie an den Lautsprecher, und die Prozedur ist erledigt. Theoretisch.

Praktisch währte unser Vergnügen nur kurz. Zwar klappte die Funkübertragung sowohl mit dem iPhone als auch mit einem Notebook über das iTunes-Archiv zunächst perfekt, doch sobald wir die Verbindung trennten und später wieder neu aufnehmen wollten, war der Air Speaker im Netz nicht mehr zu finden. Aus- und wieder Einschalten des Lautsprechers erlaubte dann zwar eine abermalige Kontaktaufnahme vom Notebook aus, das iPhone jedoch suchte seien Spielpartner anhaltend vergebens. Hier muss Logitech dringend mit einem Firmware-Update für Abhilfe sorgen.

Und wenn dann nach einer Fehlerbereinigung alles so funktioniert wie es soll, dürfte der Frust über die Technik-Macken rasch verfliegen, denn das schlanke Gerät klingt erstaunlich voluminös und lebendig. Die in der Installations-App enthaltenen virtuellen Klangregler helfen zusätzlich: Wir haben die Bässe etwas reduziert, um den unteren Grundtönen einen schlankeren, natürlicheren Charakter zu verleihen. So ist der Logitech-Lautsprecher eigentlich sein Geld wert, allerdings erst, wenn die Techniker des Hauses seine Kinderkrankheiten kurieren.

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