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Kamkorder Panasonic HDC-TM700 Modellpflege in der Flaggschiff-Klasse

 ·  Wenn Gutes verspricht, noch besser zu werden und obendrein auch noch weniger zu kosten, ist unsere Neugier reflexartig geweckt. Wir widmen sie einem neuen Kamkorder, genauer dem jüngsten Top-Modell HDC-TM700 von Panasonic.

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Wenn Gutes verspricht, noch besser zu werden und obendrein auch noch weniger zu kosten, ist unsere Neugier reflexartig geweckt. Wir widmen sie einem neuen Kamkorder, genauer dem jüngsten Top-Modell HDC-TM700 von Panasonic. Denn schon sein Vorgänger, der HDC-TM350, hat uns im Vergleich mit der Konkurrenz schwer beeindruckt (Technik und Motor vom 25. November 2009). Handliche Gestalt, narrensichere Bedienung, hervorragende Qualität von hochauflösendem Bild und 5.1-kanaligem Heimkino-Sound - dies alles stand auf seiner Haben-Liste.

Mehr noch: Wir fanden auch eine Menge sinnvoller Ausstattungsdetails, die andere Hersteller entweder aus Sparsamkeit oder aus einer fragwürdiger Sicht der Kundenwünsche weglassen. Dazu zählte der ausziehbare Farbsucher, ein Utensil, das sich in hellem Sonnenlicht als geradezu unverzichtbar erweist. Hilfreich fanden wir auch den griffigen, drehbaren Objektivring für manuelle Einstellungen sowie die Anschlüsse für ein externes Mikrofon und einen Kopfhörer - all dies Dreingaben, auf die ambitionierte Hobbyfilmer eigentlich gar nicht verzichten können.

Und nun kommt also der HDC-TM700. Hat auch er alles an Bord, was das Herz des Video-Amateurs begehrt? Der Augenschein legt diese Vermutung nahe: Äußerlich gleicht der Neue dem Vorgänger fast aufs Haar. Geblieben sind auch all die hilfreichen Bestandteile. Der Sucher hat sogar noch ein paar Pixel mehr bekommen, der Touchscreen-Monitor ist um sieben Millimeter auf 7,6 Zentimeter gewachsen. Die Bildsensoren, drei CMOS-Chips mit jeweils rund drei Millionen Bildpunkten, sind offenbar mit denen des Vorgängermodells identisch, was auf ähnliche Bildqualitäten hoffen lässt.

Den zwölffachen Zoom-Bereich des Objektivs in Richtung Weitwinkel verschoben

Auch die Tonabteilung mit ihrem Mehrkanal-Mikrofon scheint unverändert. Aber ein paar Dinge lassen dann doch verschärfte Modellpflege erkennen. So hat Panasonic den zwölffachen Zoom-Bereich des Objektivs in Richtung Weitwinkel verschoben. In Kleinbildverhältnissen ausgedrückt: Die breiteste Sichtweite liegt jetzt bei 35 Millimeter Brennweite, das Vorgängermodell bot als weiteste Perspektive, wie unter Kamkordern üblich, 44 Millimeter an. Veränderungen melden die Datenblätter auch in der Fotoabteilung des Geräts: Der Neue schafft Einzelbilder mit 14,2 Millionen Bildpunkten, der Vorgänger differenzierte 10,5 Millionen Pixel.

Und dann ist da noch der Preis: Der HDC-TM700 geriet um etwa 200 Euro günstiger als sein Vorgänger; Straßenpreise liegen derzeit bei 1100 Euro. Hat der Hersteller also irgendwo gespart? Er hat: Der eingebaute Speicher für Videoaufnahmen und Fotos schrumpfte von 64 auf 32 Gigabyte. Das reicht immer noch für Abendfüllendes nach den höchsten Qualitätsvorgaben, und wer mag oder muss, schiebt einfach noch eine SDHC-Karte in den dafür vorgesehenen Schacht.

Im realen Einsatz zeigt sich: Der HDC-TM700 hat nichts vom Charme seines Vorgängers eingebüßt. HD-Filme geraten außerordentlich detailreich, Farben kommen realistisch und fein nuanciert auf den Bildschirm, der Zoom arbeitet butterweich, der optische Bildstabilisator hält die Linsen souverän auf Kurs. Geblieben ist auch die hohe Lichtempfindlichkeit: Selbst wenn sich der Himmel hinter düsteren Wolken versteckt, hält sich Bildrauschen in Grenzen. Die breitere Weitwinkelperspektive ist ein Gewinn für Aufnahmen in Räumen: Endlich kann man auch mit einem Kamkorder mehr als nur einen allzu begrenzen Ausschnitt zeigen. Den Pixelzuwachs bei den Fotos empfinden wir nicht als dramatischen Fortschritt, denn in der allerhöchsten Auflösung werden ohnehin gewisse Artefakte und Rauschen sichtbar. Alles in allem aber sind wir vom Nachfolger ebenso angetan wie vom großartigen Vorbild; die Modellpflege hat durchaus Sinnvolles bewirkt.

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Von Michael Spehr

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