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Isophon Der Name geht, die Lautsprecher bleiben

 ·  Fünfzehn Jahre lang war Isophon eine High-End-Marke im Audio- und HiFi-Bereich. Jetzt hat die schwäbische Manufaktur einen neuen Namen und zeigt zugleich, dass Qualität nicht teuer sein muss.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (6)
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Dirk  Lehmann

Die deutschen Lautsprecherhersteller waren in den 70er Jahren weltweit führend

und hochinnovativ!
Mit wissenschaftlich-ingenieursmäßiger Akribie stellten Sie reihenweise solide Produkte her, die blitzsauber und möglichst unverfälscht die Musik wiedergaben. Braun, Heco und CAnton stellten damals bereits Aktivlautsprecher für die Heimanlagen her, die eine für diesen Bereich überragende Wiedergabequalität hatten.
Aber bereits damals begann es, daß ausländische Hersteller ihre stärker den Klang verfärbenden Produkte mit unnötigem Werbeschnickschnack in den Markt drückten. Es war damals, daß der Kunde begann, nicht mehr auf gute Wiedergabe, sondern Mickymaus-Argumente und später wie noch heute auf gezielt "angenehm" das Musikmaterial verfärbende (!) und mittlerweile bewusst so konzipierte "schmeichelnde" Lautsprecher anstelle sauberer Wiedergabe auszuweichen. Wer die 3-Wege Topmodelle von Heco, Braun, Canton der 70/80 Jahre kauft, bekommt für ein paar Euro recht gute Qualität.
Wer Topqualität will, hat bei Geithain, K&H etc professionelle Auswahl.

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Ernst-Markfried Kraatz

Schade,

daß der traditionreiche Name ISOPHON verschwindet. Von Kindesbeinen an war ISOPHON für mich Gattungsbegriff für fortschrittliche, hochwertige Lautsprecher aus meiner Heimatstadt Berlin.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 19:20 Uhr
Herbert Wertig
Herbert Wertig (HerWer) - 27.12.2012 19:20 Uhr

Berliner Lautsprecher

Wenn Sie viel Geld ausgeben können, schauen Sie sich mal bei MBL um. Die Radialstrahler sind nicht für jeden, aber z.B. auch für mich eine Offenbarung gewesen. Die Fertigungstiefe ist groß.

Wenn nicht, empfehle auch ich Geithain oder Abacus-Electronics oder Nubert. Drei Hersteller, die viel selbst machen und in Deutschland fertigen (bis auf wenige Ausnahmen).

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Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 22.12.2012 19:16 Uhr

... huch?!

Isophon = High-End-Marke?
Also, früher (seventies) war Isophon eine Billigmarke; wer auf Bühne und im Studio arbeitete (wie ich), hatte natürlich mit Isophon-Speakern nix am Hut. Hat sich das s o s e h r geändert?
.
Aus Schwaben? In den fifties hat meine Mutter in der Isophon-Fabrik in Berlin-Tempelhof gearbeitet und ich konnte mit den mitgebrachten Magnet-Rohlingen zu Hause spielen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 11:25 Uhr
Dirk  Lehmann

Herr Müller, die damaligen Isophon-Lautsprecher waren keine Billigware...

da muss ich Ihnen widersprechen.

Man muss wohl zwischen den selbstgefertigten, schmucklosen Isophon-Lautsprechern ( ohne weitere Werbung auf dem Markt ohne grosse Chance gegen die in den 70ern und 80ern extrem aggressiv und teuer beworbenen US- und Japanischen LAutsprechern) und den weltweit anerkannt extrem hochwertigen Lautsprecher-Chassis (also den einzelnen BAss-, Mittel- , und Hochtönern) unterscheiden.

Isophon stellte zwar im Auftrag für bspw. Autohersteller auch einfache Chassis her (Massenmarkt) , aber auch extrem hochwertige Chassis unter eigenem NAmen, die an Verzerrungsfreiheit und Sauberem Frequenzgang kaum zu überbieten waren !

So mancher sehr teurer und hochgelobter Top-LAutsprecher hatte schlicht und einfach die Top-Chassis von Isophon drin, nur wusste das ausser Insidern keiner. (Quadral Titan)

Unter Kennern gehören auch heute noch, nach JAhrzehnten, beispielsweise der PSL 385/400 zu den besten, anerkannt verzerrungsfreien BAsstreibern.

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Dirk  Lehmann

Amüsanter Artikel

Nicht nur, weil es angeblich eine "hohe Fertigungstiefe" bedeutet, wenn man im Lautsprecherbau nur noch das Gehäuse baut und lackiert und aus Fertigkomponenten eine Frequenzweiche bastelt...

Das ist ungefähr so, als wenn ein Autohersteller sich brüstet, er würde immerhin noch die Kotflügel selber pressen und sogar lackieren...

Accuton ist ein hochinnovativer Hersteller, die stellen wirklich gute Chassis her. So, wie es seinerzeit Isophon ebenfalls machte.

Isophon, aber nicht Gauder hatte eine extrem hohe Fertigungstiefe.
Der Inhalt des Artikels ist wohl nicht aus Zufall bar jeder Aussage zur Akustischen Qualität der Lautsprecher, und zählt lediglich eine Reihe für die Wiedergabequalität völlig belangloser Schein-Errungenschaften auf, wie Stecker bspw, den Unterschied des "Diamanthochtöners"r Normalversion ist unhörbar...

Schade, denn es gibt in Deutschland tatsächlich noch einen bedeutenden Hersteller der absoluten Weltspitze, der eine fast 100% ige Fertigungstiefe hat: GEITHAIN !!

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22.12.2012, 09:05 Uhr

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