19.01.2013 · Die Fujifilm X-E1 erinnert an eine alte Leica. Selbst das Bedienkonzept folgt dem Retrotrend. Und der Verschluss schnappt so dezent, dass man gar nicht anders kann, als nebendran mal das Original schnalzen zu lassen.
Von Hans-Heinrich PardeyRichtlinien für Lesermeinungen
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Meine erste DSLR sollte auch eine mit analogen Bedienelementen -
herkömmlicher Zeit- und Blendenring - ausgestattet sein, wie meine
alte SLR. Zum Glück fand ich die Kamera, die Lumix DMC-L1, aus
anderen Gründen dann nicht akzeptabel und kaufte mir eine DSLR mit
den üblichen Daumen- und Zeigefingerrädchen.
Die Bedienung damit finde ich viel einfacher, schneller, und flexibler
(bei der von mir bevorzugten Zeitautomatik liegt vorne die
Blendeneinstellung und hinten das Daumenrad dient der
plus/minus-Korrektur) im Vergleich zu einem Zeitenrad oben auf der
Kamera und einem Blendenring, der in gefährlicher Nähe zum
Zoom oder Fokusring liegt.
Neues kann auch besser sein.
Unabhängig davon sind die Fujis X-E1 und X-Pro sehr schöne
Kameras. Der Leicavergleich hinkt zwar an mehr als einer Stelle, aber
derartige Simplifizierungen bin ich von Herrn Pardey gewohnt.
Die X-serie von Fuji ist eine richtungsweisende, mutige und konsequente Innovation
Erst nach und nach lernt man die vielen unspektakulären, aber guten
Detaillösungen der X-Serie kennen, die daraus resultieren,
daß deren Entwickler allesamt sehr engagierte Fotografen sind.
Nur wer wie diese versteht, was ein engagierter Fotograf will, und so
sehr wie diese Entwickler Anregungen und kritik an den ersten Modellen
konsequent in Verbesserungen (damals besonders der Firmware) einfliessen
lässt, schafft eine solch beispielhaft gute Kamera, die nicht nur
rasch nutzbar wird, sondern auch ein gutes Handwerkszeug für Profis ist.
Immer wieder ist man angetan von sehr gut überlegten Optionen, die
einem einfach das Arbeiten stark erleichtern, OHNE jede Bevormundung
seitens der Kamera.
Mit dem Trans-X sensor ist Fuji die erste, wirklich extrem bedeutsame
Innovation im Bereich der Digitalfotografie seit dem Bayer-sensor
gelungen, die mit dem dadurch möglichen Verzicht auf
Low-Pass-Filter enorme Schärfe bietet, ohne dabei - wie die Leica
M9 - Moiré-Störungen zu produzieren.
Herr Ballmer, ein Vorschlag zur Güte...
Unterlassen sie einfach in unserer Diskussion die persönlichen
Herabsetzungen wie "Sind wohl Fuji-PR-berater" oder
"Fanboy" und versuchen sie es mit SACHARGUMENTEN. Danke.
Systembeding hat ein SLR-System KEINE Möglichkeit, im Sucher eine
Belichtungsvorschau zu bieten, den es wird einfach er Lichteinfall
über den Spiegel und Prisma auf die MAttscheibe projeziert.
Sie meinen wohl eher eine "Belichtungsvorschau" auf dem
rückwärtigen Monitor. DAS hat aber nichts mit SLR zu tun, auch
nicht mit Sucherkameras, sondern mit den CMOS-sensoren, die als einzige
dauerhaft ein Bild liefern können. Wer diese "Vorschau"
benötigt, ist wohl eher unsicher.
Eine SLR- Ausrüstung ist viel lauter, viel auffälliger, ca. 5
mal so schwer und 3-4 mal so volumninös wie eine XE1 mit Objektiven
inkl 2 Reserveakkus.
Ich habe SLRs seit 1973.... und NUTZE diese sowie immer häufiger
die X100, die X-Pro und die XE1.
Kurz: Im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, wovon ich rede..
Hat jede
Jede anständige Spiegelreflexkamera hat eine Belichtungsvorschau, Dirk Lehmann. Sieht nicht so aus, als ob Sie sich auf diesem Gebiet besonders gut auskennen. Es steht auch nirgends, ich hätte mit dem Akkuwechsel Probleme. Vielmehr habe ich keine Lust, mehrere Ersatzakkus mitzuschleppen. Amateure mag das nicht stören, mich schon. Ansonsten verstehe ich nicht, weshalb Sie die Kamera als das absolute Nonplusultra verteidigen, als ob Fujifilm Ihnen höchstpersönlich gehören würde. Fanboy? Ich sagte ja, die XE-1 ist eine gute Kamera. Halt mehr für Amateure, nicht unbedingt für Profis. Haben Sie ein Problem damit?
"Fehlende Belichtungsvorschau = für anspruchsvolle Fotografie völlig unbrauchbar"
aha - deswegen haben 99% der Bildjournalisten Spiegelreflexkameras, die
ebenfalls systembedingt keine "Belichtungsvorschau" haben...
alle diese haben also keine Chance, "anspruchsvolle
Fotografie" zu betreiben?
Ich habe bisher noch nie einen guten Fotografen vernommen, der meint, er
könne ohne "Belichtungsvorschau" keine
"anspruchsvolle Fotografie" betreiben, wer manuell
fotografiert, wird eh wissen, was er macht. Da reicht die Lichtwaage
völlig aus.
Wer das nicht schafft und keine Belichtungsreihe zustande bekommt, macht
halt eine Probeaufnahme und sieht sich auf dem 2.6 MP Sucherdisplay das
Ergebnis an. Übrigens ohne die Kamera vom Auge absetzen zu
müssen, man kann damit auch sehr selektiv anmessen.
Wer bereits an einem einzigen Akkuwechsel/Tag scheitert, wird wohl kein
Profi sein... Sie scheinen die XE1 nicht zu nutzen, sonst würden
Sie den einzigen wirklichen kleinen Schwachpunkt erwähnen, den zu
leicht irrtümlich verstellbaren Override - aber da gibt es eine
einfache Lösung.
Die Belichtungsvorschau...
der gleichbleibend gut ausgeleuchtete Sucher dürfte ja wohl eher
ein Vorteil sein, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen im
Rahmen von Reportagen eher ein Vorteil, wie so manche Nutzer (auch ich)
es sehen.
Für Profis dürfte im Manuellen Modus wohl die sehr gute
sichtbare Lichtwaage völlig ausreichend sein, wer sich nicht sicher
ist, kann ja eine Belichtungsserie machen, dank der enormen
Rauschfreiheit sind auch knapp belichtete Bilder kein Problem, da man
sie nachträglich noch pushen kann.
Die Kamera ist ja gerade wegen der großen akustischen und
optischen (kleine Maße und geringes Gewicht) Unauffälligkeit
für Reportagen gut geeignet. Dank des möglichen verzichtes auf
Low-Paas-Filter werden dank des recht großen APS-C Sensors die
Bildqualität bspw. einer CAnon 5D Mk III locker erreicht. Das
Rauschen bei ISO 6400 ist bei der Fuji eher einen Tick besser. Da ich
u.a. diese beiden Kameras besitze, behaupte ich, daß ich das sehr
gut beurteilen kann. Batteriewechsel = Akt von 5-10 sek
Nur eine gute Kamera, keine herausragende
Ihre Beiträge lesen sich, als ob Sie bei der PR-Abteilung von Fujifilm angestellt wären. Wie dem auch sei, bei Ihrer ultimativen Lobhudelei hat die Objektivität etwas gar heftig gelitten. Die XE-1 ist zweifellos eine gute Kamera, aber keine herausragende. So ist der kleine Sensor zwar nicht schlecht, an die Qualität einer Vollformat-DSLR reicht er allerdings nicht heran. Macht nichts, für Hobbyfotografen genügt er vollauf. Das Gerät hat gewichtigere Makel: beispielsweise der schwache Akku, der nur gerade für 300 – 400 Aufnahmen reicht. Das ist definitiv zu wenig. Gerade bei Fotoreportagen sind 1000 und mehr Bilder an einem Tag durchaus normal. Ein weiterer, gravierender Schwachpunkt ist die fehlende Belichtungsvorschau. Ich hielt dies erst für einen Witz, aber es ist tatsächlich so: man kann Zeit und Blende verstellen, wie man will, im Sucher ändert sich nichts. Für anspruchsvolle Fotografie völlig unbrauchbar. Da ist das falsch platzierte Stativgewinde schon fast eine Kleinigkeit.
Die XE-1 verdient, daß man sich mit ihr ein wenig mehr beschäftigt...
... zumindest, wenn man einen Artikel über sie schreibt.
NATÜRLICH kann die X-serie auch manuell benutzt werden, man
wählt wie bereits vor 80 JAhren die Blende am Objektiv und die
Verschlusszeit am Einstellknopf - fertig. Zusätzlich sind Blenden-
und zeitautomatik sowie Programmautomatik möglich...
Schön, daß sie sogar einem Leica-Fan so sehr gefällt -
der Titel ist dabei durchaus eine gute Charakterisierung, weil bei der
X-Serie die bewährte, intuitive Ergonomie aus analogen Tagen
wieder auftaucht, ABER Fuji gleichzeitig sinnvolle (!) Hightech-Optionen
anbietet, die allesamt frei nach persönlicher Wahl zu- oder
abgeschaltet werden können. So kann bspw der Sucher völlig
frei nach Wahl fast leer wie bei leica, aber auch aus insgesamt 15
Anzeigen frei die persönliche Sucherinfo ausgewählt werden!
Darunter übrigens auch das Histogramm, eine SEHR sinnvolle Option,
die bis heute nicht einmal SLR-Profikameras bieten.
Die Bildqualität des X-Trans-sensors zieht gleich mit 35mm
Profi-DSLR !