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Elektronik-Geschenke Stille Nacht ohne Pleiten

 ·  Weihnachten naht und viele Geschenke wollen gekauft werden. Besonders Elektronik-Geschenke sind beliebt, müssen aber unbedingt zur Bescherung funktionieren. Darum ist vorausschauendes Einkaufen ratsam.

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© Hans-Jörg Brehm Heilig Abend: Nur funktionierende Geräte bereiten dem Beschenkten Freude

Weihnachten ist das Fest der Freude, der großen Gefühle, der Harmonie. Und der Katastrophen: In keiner Familienchronik fehlen Anekdoten über Pannen, Pech und Pleiten, die von peinlichen Geschenkideen bis hin zum lichterloh brennenden Tannenbaum reichen. Wir wollen uns mit den harmloseren befassen - genauer: mit ihrer Vermeidung. Wer gezielt vorbaut, kann zum Beispiel ausschließen, dass die Vorführung des neuen Camcorders vor einem schwarzen Bildschirm endet. Oder dass der neue smarte Fernseher den versprochenen Zugriff auf das Internet verweigert.

Beginnen wir einfach gleich mit diesem Beispiel: Damit Smart-TV-Geräte ins World Wide Web vordringen können, brauchen sie, klarer Fall, eine Verbindung zum Router. Am besten über ein Ethernet-Kabel. Also gilt es zu klären: Gibt es in der Nähe des Stellplatzes schon eine Netzwerk-Kabeldose? Falls ja: Dann gilt es, noch vor Weihnachten rasch ein Ethernet-Kabel passender Länge zu kaufen, das die Verbindung zwischen Dose und Fernseher herstellt. Denn dieses Utensil zählt längst nicht immer zum Lieferumfang des Geräts. Gibt es dagegen weit und breit keine Netzwerk-Dose, ist eine Funkverbindung über W-LAN die bessere Wahl.

Aber da muss auch das Fernsehgerät mitspielen: Hat er keine eingebaute W-LAN-Elektronik, muss noch vor dem Fest einen passenden Funk-Adapter her. Die Bedienungsanleitung des Fernsehers klärt, an welchen USB-Anschluss sich ein solcher Außenborder anstöpseln lässt. Wichtig ist dann auch, das Passwort für den W-LAN-Zugang bereitzuhalten. Denn die schönste Bescherung fällt dem Frust anheim, wenn die ganze Familie erst in sämtlichen Schubladen fieberhaft danach fahnden muss.

Das notwendige Kabel fehlt oft

Natürlich wollen Familienvorstände auch gern vorführen, dass der neue Fernseher obendrein die 3D-Wiedergabe beherrscht. Nur sollten sie bedenken: Ohne passende 3D-Brille gibt es auch keine Tiefenwirkung, und nur wenigen Fernsehgeräten liegen passende Sichthilfen bei. Also auf zum Elektronik-Supermarkt, und dabei empfiehlt es sich, auch gleich noch ein paar hübsche 3D-Videokonserven auf Bluray Disc einzukaufen. Für die Festtage finden wir den „Polarexpress“ passend, ein allerliebstes animiertes Weihnachtsmärchen mit Tom Hanks in der Hauptrolle.

Wer die schönsten Familienszenen unter dem Weihnachtsbaum gleich mit dem neuen Camcorder oder mit der videotauglichen Digitalkamera filmen will, der sollte ebenfalls auf passendes Zubehör achten. Denn viele Hersteller verzichten darauf, den Aufnahmegeräten ein passendes HDMI-Kabel mit auf den Weg zu geben. Nur mit dieser Verbindung aber kommen die bewegten Bilder digital und verlustfrei auf den großen Schirm. Vor dem Einkauf allerdings gilt es zu prüfen, welche Kabelvariante die richtige ist: Während der Fernseher nach einem ausgewachsenen HDMI-Stecker verlangt, geben Camcorder und Kameras die Video-Datenströme entweder über einen Mini-HDMI-Anschluss („Typ C“) oder oder gar über eine Micro-Version („Typ D“) aus. Im Zweifel gibt die Bedienungsanleitung des neuen Geräts Aufschluss.

Ähnliche Formatvielfalt gibt es auch in der Welt der USB-Verbindungen, aber zum Glück liegen passende Kabel den meisten Digitalgeräten bei. Trotzdem empfiehlt sich manchmal noch kurz vor Weihnachten eine ergänzende Einkaufstour. Denn MP3-Player und andere Elektronikzwerge kommen oft ohne eigenes Netzteil auf den Markt. Sie beziehen den Strom über die USB-Schnittstelle, zum Beispiel von einem Computer, mit dem sie ohnehin für den Datenaustausch immer wieder Kontakt aufnehmen müssen.

Wer sich ausschließlich darauf verlässt, muss selbst am Heiligen Abend den Rechenknecht anwerfen, um die erste vollständige Akku-Ladung sicherzustellen. Dass dieser Vorgang unterbrechungsfrei abläuft, ist für die spätere Lebensdauer des Stromspeichers besonders wichtig. Soll aber der PC zur Bescherung nicht ständig schnurren, muss ein kleines Netzteil mit USB-Schnittstelle her. Mehr als eine Handvoll Euro kostet der Spaß nicht.

Erschwinglich im Preis, aber groß in der Wirkung ist auch ein anderes Zubehör. Es ist oft unverzichtbar, wenn gestandene HiFi-Zuspieler wie CD-Player oder Tuner mit modernen Geräten wie Multimedia-, Funk- oder Netzwerk-Lautsprechern Kontakt aufnehmen sollen. Klassische HiFi-Komponenten geben den Ton über Cinch-Anschlüsse aus, aktive Lautsprecher der genannten Gattungen haben dagegen oft nur Platz für Mini-Klinkenbuchsen. Die Verbindung schafft ein Kabel, das am einen Ende Cinch-Stecker, am anderen einen stiftförmigen Stereo-Klinkenstecker hat. Manchmal gehört es zum Lieferumfang der Lautsprecher, aber verlassen kann man sich darauf nicht.

Sollen die Liebsten unter dem Weihnachtsbaum aber eine Stereoanlage klassischen Zuschnitts auspacken, dann mangelt es fast immer an guten Kabeln für die Boxen. Oft liegen den Geräten zwar dünne Drähtchen bei, aber die bringen den Klang nicht zu voller Blüte - und bisweilen sind sie nicht einmal lang genug. Also: Lautsprecherkabel nach Maß und mit anständigem Querschnitt gehören auf die Einkaufsliste.

Eine Generalprobe ist empfehlenswert

Dass die Displays von Tablets, Smartphones und Notebooks auch gern als mobile Fernsehschirme arbeiten, hat sich längst herumgesprochen. So dürften passende Empfangsteile, etwa DVB-T-Adapter für Android- oder iOS-Geräte und USB-Empfangssticks für Notebooks, unter so manchem Weihnachtsbaum landen. Sie alle gehen entweder mit fest angewachsenen Teleskopantennen oder mit kleinen, über kurze Kabel ansteckbaren Stabantennen auf Senderfang - so sehen es die Hersteller vor.

Aber das reicht nicht immer aus: In der Stadt steht manchmal ein dicker Wohnblock im Weg, auf dem Land ist vielleicht der nächste Sendemast ein bisschen zu weit entfernt. Also empfehlen wir vor dem Fest eine Generalprobe aufs Exempel: Ist der Empfang zu schwach, dann muss zusätzlich noch eine „aktive“ Antenne mit eingebautem Verstärker in den Stapel der Geschenkpakete. Und Achtung: Die arbeitet natürlich nur mit solchen DVB-T-Empfangsteilen zusammen, die eine Antennenanschlussbuchse haben.

Schließlich: Fernbedienungen und andere elektronische Nützlichkeiten, die eine Batterie brauchen, funktionieren wirklich nur, wenn passende Energiespeicher im Hause sind. Natürlich packen die Hersteller üblicherweise die richtigen Energiezellen mit in den Gerätekarton, aber wer sich darauf blind verlässt, kann in der Heiligen Nacht grandios scheitern. Wer vorsorgt, hat folglich mehr vom Fest - garantiert.

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