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Dienstag, 14. Februar 2012
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Docking-Station iTube Fatman lässt den iPod röhren

06.07.2009 ·  Drei Röhren geschmückt mit hochglänzender, rabenschwarzer Oberfläche und dem wohlklingenden Namen iTube Carbon Edition II. Das ist viel Aufwand für eine Docking-Station, die gerade mal für einen iPod Platz hat. Wir haben sie uns angehört.

Von Wolfgang Tunze
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Bald, so kommt es dem neutralen Betrachter vor, müsste es eigentlich so viele Docking-Stationen geben, wie iPods im Universum zirkulieren. Und doch findet sich immer mal wieder eine, die originell genug ist, um Aufmerksamkeit zu erregen. Unser jüngstes Fundstück lässt drei allerliebste Röhren glimmen, schmückt sich mit hochglänzenden, rabenschwarzen Oberflächen und heißt folgerichtig iTube Carbon Edition II.

Es stammt von TL Audio, einem britischen Spezialisten für Studio-Elektronik, der sich für seine Wohnzimmersparte eigens den Markennamen Fatman ausgedacht hat. Die kleine Musikstation gibt es entweder pur, also ohne Lautsprecher, zum Preis von 390 Euro, oder als Komplettpaket mit passenden Boxen für 450 Euro. In beiden Fällen gehört eine Fernbedienung, die komfortabel durch das Musikrepertoire des iPods navigiert, dazu.

Nur zur Hälfte betagte Röhrentechnik

Der Verstärker stützt sein Wirken nur zur Hälfte auf betagte Röhrentechnik: Die beiden eingebauten Trioden bedienen lediglich die Vorverstärkerstufe, die dritte fungiert als grün schimmerndes magisches Band, als dekorative Pegelanzeige also. In der Leistungsabteilung, die laut Datenblatt zweimal 25 Watt abliefert, arbeiten dagegen profane Transistoren. Als Zuspieler aus dem Hause Apple kommen selbst die jüngsten Modelle wie der schmale iPod Nano und die zweite Generation des iPod Touch in Frage; dass Apple bei diesen Modellen die Kontaktbelegung modifiziert hat, macht dem iTube-Verstärker nichts aus.

Für Alternativprogramme ist er ebenfalls offen: Neben der Jukebox lassen sich noch drei weitere Geräte über Hochpegeleingänge mit dem Verstärker verbinden. Nimmt ein videotaugliches iPod-Modell auf der Docking-Schnittstelle Platz, kann der Verstärker die bewegten Bilder über passende Ausgänge an einen Fernseher weiterleiten. Die Verarbeitung des Fatman-Pakets gefällt bis ins Detail: Für die Lautsprecherverkabelung etwa gibt es solide Schraubklemmen mit zusätzlichen Steckbuchsen, wie man sie sonst nur an High-End-Komponenten findet, am mitgelieferten, fertig mit Steckern konfektionierten, dicken Kabel kann sich so mancher Großserienhersteller ein Beispiel nehmen.

So macht die Anlage schon Spaß, wenn sie noch gar nicht spielt. Und im tönenden Einsatz? Nun, man kann von den Zweiwege-Lautsprecherboxen, die nicht höher gerieten als ein Taschenbuch, keine machtvollen Bässe erwarten, wir waren auch nicht immer ganz glücklich mit der Wiedergabe von Stimmen: Die klingen gelegentlich etwas gepresst und angestrengt. Mit etwas größeren Lautsprechern, die Anschlusswerte zwischen 4 und 8 Ohm haben dürfen, läuft die zierliche Musikstation dagegen zu klanglicher Hochform auf. Wir würden also eher die reine Elektronik-Version anschaffen - passende Boxen gibt es schließlich in unerschöpflicher Auswahl.

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