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Digtialkameras Wenn es nicht das allerneueste Modell sein muss ...

29.03.2007 ·  Sobald auch nur am Horizont Neues und vermeintlich Besseres auftaucht, werden gute Dinge ganz rasch zu Schnäppchen. Wie die Olympus SP-510 UZ und die Sony Cybershot DSC-H5, beides Digitalkameras mit langer Telebrennweite im Kompaktformat.

Von Hans-Heinrich Pardey
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Sobald auch nur am Horizont Neues und vermeintlich Besseres auftaucht, werden gute Dinge ganz rasch zu Schnäppchen. Gemeinsam ist den Digitalkameras Olympus SP-510 UZ und Sony Cybershot DSC-H5 vor allem, dass sie noch zu haben sind.

Bei beiden weist die Linie der Preisentwicklung schätzungsweise im 45-Grad-Winkel nach unten, denn mit der SP-550 und ihrem achtzehnfachen Zoom ist im Falle der Olympus ein spektakulär überlegenes Modell schon in den Läden - für allerdings mehr als 450 Euro. Und Sony hat eine H7 und eine H9 als ausdrückliche Nachfolgerinnen der H2 und H5 für Mai avisiert. Aber erst einmal ist Saison für den, der mehr auf den Preis schaut, als darauf, das Allerneueste zu bekommen.

Die Batterien werden rekordverdächtig leer gelutscht

In beiden Fällen ist das keine schlechte Wahl: Beide Kameras mit 1/2,5-Zoll-Sensor haben ein Objektiv mit Anfangsöffnung 1:2,8, das als mittleres Weitwinkel bei 36 (Sony) und 38 Millimeter beginnt und bis 380 Millimeter (Olympus) und sogar 432 Millimeter - stets bezogen aufs Kleinbildformat - reicht.

Beide liefern maximal 3072 × 2304 Bildpunkte große 7-Megapixel-Bilder, und sie sind vom Rechtshänder-Handgriff her konstruierte „All-in-One“-Kompaktmodelle mit Sucher und Monitor (Sony: 3 Zoll, Olympus: 2,5 Zoll). Die Olympus hat den größeren Empfindlichkeitsbereich, der von ISO 50 (Sony: ISO 80) bis zu ISO 4000 (Sony: ISO 1000) reicht, wobei die höchsten ISO-Werte allerdings eine auf 3 Megapixel reduzierte Bildgröße voraussetzen.

Beide Kameras werden von überall erhältlichen Batterien oder Akkus des AA-Formats mit Energie versorgt: Die Sony begnügt sich mit zwei Stück und lutscht sie in rekordverdächtiger Zeit leer; vier sind es im Handgriff der Olympus, und sie halten entschieden länger: auf dem Papier für gut 600 Aufnahmen. Beide Kameras haben einen zuschaltbaren Verwacklungsschutz, wie er für die langen Brennweiten angezeigt ist.

Die Bildqualität ist bei beiden Kameras sehr gut

Die Olympus speichert ihre Bilder auf die kleineren und im Vergleich zu den verbreiteteren SD-Speicherkarten auch teureren xD-Karten; sie kann das auch ohne Kompression (Raw-Format). Die Sony verlangt selbstverständlich nach dem völlig proprietären Memorystick Duo. Während die H5 dem Betrachter mit der Objektivgravur „Carl Zeiss“ Klasse signalisieren will, wirkt das grell-aluminiumfarbene Gehäuse der SP-510 einfach nur billig.

Tatsächlich ist aber die Olympus die viel handlichere Kamera, denn durch das große Display der Sony geht auf ihrer Gehäuserückseite viel Platz verloren. Dauernd, ohne es zu wollen, auf die Zoom-Wippe zu drücken kann einen regelrecht ärgern. Geschmacksache bleiben stets die unterschiedlichen Bedienungsoberflächen: Bei der Sony kommt man blitzschnell an alle wesentlichen Aufnahmeparameter heran; die Olympus führt einen häufig zunächst an eine schön gestaltete Wegkreuzung, von der man ins Untermenü wechselt.

Doch mit so gut wie allem versöhnen kann die Bildqualität, die bei beiden Kameras sehr gut ist. Bis ISO 400 ist sie bei der Sony sogar hervorragend, während in diesem Bereich die Olympus wohl mit sehr natürlicher Farbwiedergabe gefällt, aber nicht so knackscharf zeichnet. Bei höherer Empfindlichkeit wird dann das Rauschen der Sony störend, wohingegen bei wenig Licht die Olympus ihre Punkte macht.

Preise: Die Olympus SP-510 UZ hat einen Listenpreis von 330 Euro und wird im Internet von rund 210 Euro an gehandelt. Die Sony Cybershot DSC-H5 kostet in der Preisliste 530 Euro und ist im Internet von rund 320 Euro an zu haben.

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1949, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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