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Aktualisiert: 22.06.2015, 11:14 Uhr

Lumix TZ71 von Panasonic Alles dran und alles drin

Wer unterwegs gute Bilder machen will, aber keine Lust hat, ein komplettes Fotostudio mitzuschleppen, kann sich für die Lumix TZ71 entscheiden. Die Panasonic-Kamera ist eine leistungsstarke Reisebegleiterin.

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© Py. Ein halbes Pfund in der Handtasche: Lumix TZ71

Eine kleine Kamera für die Reise? Für eine Reise ohne extreme Bedingungen, aber mit leichtem Gepäck? Dafür haben die Hersteller ihre häufig mit dem Wort Traveller verzierten Kompaktmodelle. Nun ist es zwar eine Tatsache, das sich Kompaktkameras immer schlechter verkaufen, weil sich offenbar immer mehr Menschen auf Reisen mit der Kamera im Smartphone zufriedengeben.

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Aber andererseits gibt es Fotos und Videos, die man mit keinem Smartphone der Welt machen kann, speziell Aufnahmen von ferneren Dingen mit sehr langer Tele-Brennweite. Das ist genau eine der besonderen Stärken der Lumix TZ71 von Panasonic. TZ steht für Traveller Zoom, und an der Zahl kann man erkennen, dass es schon etliche Generationen von TZ-Modellen gegeben hat.

In dem betriebsbereit ein knappes halbes Pfund wiegenden Gehäuse, das auch in kleinere Hemdtaschen mit Maßen von rund 11 × 6,5 × 3,5 Zentimeter passt, steckt mehr Brennweitenumfang, als die meisten DSLR-Fotografen ihr Eigen nennen können. Das Leica DC Vario-Elmar deckt mit Anfangsöffnungen von 1:3,3-6,4 Kleinbildbrennweiten von 24 Millimeter Weitwinkel bis 720 Millimeter Tele ab. Und dieser dreißigfache optische Zoombereich des Objektivs lässt sich mit digitalen Mitteln noch verdoppeln. Trotz Fünf-Achsen-Bildstablisierung geht das freihändig nicht mehr richtig gut.

Flotte Speicherkarte für scharfe Videos

Das zwölflinsige Objektiv mit seinen zehn asphärischen Flächen und drei Linsen mit besonders niedriger Dispersion ist der eine Aktivposten der kleinen Kamera. Der andere ist, dass ein kleiner, aber recht ordentlicher elektronischer Sucher (knapp 1,2 Megapixel) samt Augensensor hineingepasst hat. Wer schon öfter im grellen Sonnenschein auf einem Display (bei der TZ71 7,5 Zentimeter oder 3 Zoll Diagonale, 1 Megapixel, nicht neigbar) mehr geraten als visiert hat, wird es zu schätzen wissen.

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Bei den Abmessungen der Kamera kann kaum ein größerer Sensor drinstecken als einer im Format 1/2,3 Zoll. Das man sich auf 12,1 Megapixel große Bilder beschränkt und nicht etwa 16 Megapixel herauszukitzeln versucht hat, erscheint vernünftig. Die Bildqualität ist in den von der Sensorgröße gezogenen Grenzen sehr gut. Die Kamera kann selbstverständlich Full-HD-Videos im AVCHD-Format drehen, wofür sie eine wirklich flotte Speicherkarte braucht.

Die kleine Immer-dabei-Kamera

Sie ist via Wi-Fi und NFC vernetzbar und hat mit 18 Motivprogrammen und 15 Kreativmodi genug Spielzeug an Bord für einen langen Urlaub. Von der CD gedruckt, ist die Bedienungsanleitung ein Buch von 305 Seiten. Trotz der Komplexität der Ein- und Verstellmöglichkeiten erscheint die TZ71 als leicht bedienbar, nicht zuletzt deshalb, weil sich die Funktionstasten und der Drehring um den Objektivtubus frei belegen lassen.

Was kann man vermissen, was erscheint weniger gelungen? Nun, diese Reisekamera hat nicht wie andere ein GPS-Modul an Bord. Der winzige interne Blitz ist leider so plaziert worden, dass ihn ein Finger der Greifhand gern verdeckt. Das Rädchen für die Betriebsartenwahl, wo es auch zwei Speicherstellen für individuell hingeschneiderte Konfigurationen gibt, ist arg leichtgängig. Aber sonst? Eine kleine Immer-dabei-Kamera, die ihren Preis von knapp 400 Euro durch ihre Leistung rechtfertigt.

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