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Passport Silver Edition : Blackberry tastet sich ran

Das Blackberry ist hochwertig verarbeitet - der Edelstahlrahmen mit den abgerundeten Kanten überzeugt. Bild: Hersteller

Zweite Auflage für Blackberrys Passport - die Silver Edition erscheint mit punktuellen Verbesserungen und überrascht durch eine hochwertige Verarbeitung, kleinerer Schwächen zum Trotz.

          Im Kern identisch, in den Details verbessert: Man darf den Perfektionismus des angeschlagenen Smartphone-Herstellers Blackberry loben. Sein Spitzengerät Passport, das seit nunmehr einem Jahr auf dem Markt ist, wird jetzt noch einmal in einer zweiten Auflage präsentiert. Als teurere Silver Edition spielt der Passport (er passt exakt auf die Fläche eines deutschen Reisepasses) nun mit dem Luxus.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die erste Reaktion beim Auspacken des neuen Geräts ist Staunen über die gediegen-hochwertige Verarbeitung. Die abgerundeten Kanten und der umgebende Edelstahlrahmen überzeugen ebenso wie ein Blick auf die Unterseite, wo nun die Aussparung für den Micro-USB-Ladeanschluss präziser gefertigt ist und die Lautsprecher mit schützender Mikroperforation eleganter aussehen. Die Rückseite hat jetzt eine geriffelte Oberfläche in Diamantschliffoptik und trägt ebenfalls zum hochwertigen Eindruck bei.

          Geht es um die inneren Werte und die technische Ausstattung, hat Blackberry nichts verbessert. Es bleibt bei den Basisdaten eines mit 2,2 Gigahertz getakteten Zweikernprozessors, der auf drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte Speicher zugreifen kann. Das schwere (194 Gramm) Gerät mit üppigem, nicht wechselbarem Akku (3450 Milliamperestunden) schafft locker zwei bis drei Arbeitstage fernab der Steckdose.

          Vorteil durch quadratischen Bildschirm

          Die Stärke des Passport ist nicht nur der ungewöhnliche quadratische Bildschirm (mit einer Auflösung von 1440 × 1440 Pixel), sondern auch die clevere Anbindung der Tastatur: Die realen Tasten in drei Reihen werden ergänzt um weitere Reihen auf dem Display, etwa für Sonderzeichen. Ebenfalls originell: Die Hardware-Tastatur ist zugleich ein Touchpad. Wenn man beim Lesen einer Website leicht mit dem Finger über die Tasten streicht, navigiert man auf der Seite. Mit einem resoluten Fingerwisch von rechts nach links löscht man wortweise.

          Die technischen Werte haben sich beim Blackberry nicht verändert: Ein 2,2 Gigahertz Zweikernprozessor kann auf drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte Speicher zugreifen. Bilderstrecke

          Alle weiteren Tricks sind Software: Das Blackberry-Betriebssystem (nun in Version 10.3.2) liefert eine grundsolide Umgebung für Menschen, die mit ihrem Smartphone vor allem arbeiten wollen. Es gibt wenig Ablenkendes, eher wenige Apps (in der Blackberry World und die Android-Programme im Amazon App Shop) und eine exzellente Übersicht des aktuellen Geschehens in allen nur denkbaren Kanälen (E-Mail, Facebook, Twitter).

          Man kann über Blackberry lästern, wie man will. Wer jedoch eine Arbeitsmaschine mit gelungener Office-Integration und sicherem Betriebssystem sucht, liegt hier goldrichtig. Auch bei der Konnektivität hat er mehr zu bieten als jedes andere Smartphone, etwa WiFi Direct, Miracast, DLNA Server, USB On the Go und Bluetooth Sim Access. Letzteres ist sinnvoll zum Beispiel bei Fahrzeug-Freisprechanlagen, um beste Sende- und Empfangseigenschaften sicherzustellen.

          Einziger Kritikpunkt der Neuauflage: Die Kamera-Abteilung wurde nur unwesentlich modernisiert, hier gibt es noch Potential für grundlegende Verbesserungen der Software. Die Silver Edition wirkt deutlich hochwertiger als der Standard-Passport und kostet empfohlene 580 Euro. Der ältere Passport bleibt im Handel und hat derzeit einen Straßenpreis von rund 480 Euro.

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