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Veröffentlicht: 09.11.2012, 06:00 Uhr

Audi Office von Invoxia Der besonders schöne Freisprecher

In Zeiten der Flatrate dreht sich alles ums Handy. Doch wer lieber den gewohnten Hörer in der Hand hält, sollte einen Blick auf Docking-Stationen werfen.

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© Hersteller Musikanlage und Freisprecher mit Zusatzhörer

Wer telefoniert noch mit dem Festnetz? In den Zeiten der Flatrate dreht sich alles ums Handy, man hat es immer in Reichweite. Wer lieber den gewohnten Hörer in der Hand hält und zusätzlichen Komfort sucht, sollte einen Blick auf Docking-Stationen werfen, die zudem die Stromversorgung des Mobiltelefons übernehmen. Von Philips gibt es seit längerem das „Think Link Systemtelefon SE 888“, das auf der einen Seite ein Smartphone in seine Ladehalterung aufnimmt und auf der anderen alle Gespräche mit dem Schnurlos-Protokoll Dect weiterleitet. Es ist zudem auch an Festnetzanschlüssen einsetzbar.

22065034 © Hersteller Vergrößern Am einfachsten erfolgt die Musikübertragung mit Bluetooth und seinem A2DP-Protokoll, kabelgebunden lassen sich weitere Zuspieler mit der Klinkenbuchse oder USB anschließen

Michael Spehr Folgen:

Wir haben jetzt eine vor allem auf das iPhone der Modellreihen 3 und 4 zugeschnittene Anlage ausprobiert, die der französische Hersteller Invoxia für teure 300 Euro anbietet: Audi Office hat nichts mit dem Autohersteller zu tun, sondern ist ein besonders hübsches Dock allein für das Handy. (Wir erinnern uns an den Lateinunterricht: Audi heißt ja höre! oder eben horch!) Bei Maßen von 31 × 11,5 × 6,8 Zentimeter sollte man etwas mehr Platz auf dem Schreibtisch frei räumen. Die Oberseite des Geräts besteht aus Glas, der Hörer und alle weiteren Zubehörteile sind indes aus Plastik. Ein einziger Drehsteller ist für die Bedienung zuständig, man kann ihn auch drücken, und leider ist seine Anmutung nicht perfekt. An der rechten Oberseite ist die Halterung für das iPhone mitsamt Stromversorgung eingelassen, ältere Geräte lassen sich mit wechselbaren Adaptern ebenfalls einsetzen. Aber mit dem neuen iPhone 5 und seinem Lightning-Port schaut man in die Röhre. Rückseitig liegen zwei USB-Anschlüsse. Einer davon stellt die Verbindung zum Hörer her, der zweite soll - ebenso wie eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse - zur Anbindung weiterer Peripherie und Musikwiedergabe mit Audi Office dienen. Und schließlich lässt sich vor diesen Anschlüssen eine weitere Plastikhalterung einsetzen, die einen Tablet PC aufnehmen kann.

Besonders pfiffig ist der Hörer konstruiert. Er liegt samt seiner Magnethalterung auf einem kleinen roten Dreieck. Ohne Schalter oder mechanische Kontakte wird das Aufnehmen des Hörers erkannt und der Freisprechbetrieb abgeschaltet. Ein iPhone muss zunächst mit Bluetooth gekoppelt werden - und es ist eine Gratis-App auf das Gerät zu laden, mit der sich einige Parameter eingeben lassen. Mit dem wichtigsten Schalter kann man vorgeben, ob die Anlage sofort jedes eingehende Telefonat an sich reißt - oder es erst nach Betätigen des Drehstellers übernimmt. So kann man also getrost mit dem Handy ins Nachbarbüro gehen und dort ankommende Gespräche diskret annehmen. Jenseits der Apple-Welt muss man mit Android oder Windows Phone auf diesen schönen Komfort verzichten. Indes lassen sich andere Apparate mit Bluetooth zumindest koppeln und dann ebenfalls verwenden. Und natürlich funktioniert die Invoxia auch mit Facetime, Skype und weiteren Internetdiensten.

22065028 © Hersteller Vergrößern iPad angedockt: So gelingen Telefonate mit Skype oder Apples Facetime

Was die Audioqualität betrifft, waren wir im Freisprechbetrieb von der Anlage sehr angetan. Man bekommt eine ordentliche, unaufdringliche Akustik, und der Duplexbetrieb bereitet kaum Probleme. Nimmt man den Hörer ans Ohr, klingt die Stimme des Gegenüber jedoch etwas gepresst und zu dumpf. Die Bässe sind zu stark, die Höhen zu schwach. Das gilt leider auch, wenn Audi Office seinen wichtigsten Nebenjob aufnimmt, nämlich die Musikwiedergabe startet. Abermals sind die Bässe der vier eingebauten Lautsprecher zu mächtig. Aber fürs Nebenbeihören ist die Anlage gut geeignet. Am einfachsten erfolgt die Musikübertragung mit Bluetooth und seinem A2DP-Protokoll, kabelgebunden lassen sich weitere Zuspieler mit der Klinkenbuchse oder USB anschließen.

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Für den professionellen Büroeinsatz lohnt ein Blick auf den großen Bruder, der bei Invoxia NVX 610 heißt. Diese Anlage sieht nahezu identisch aus, erlaubt indes zusätzlich Voip-Telefonate nach dem Sip-Protokoll ohne Smartphone. Dazu wird NVX 610 mit einem Ethernet-Kabel direkt an den Router angeschlossen. Hier sind acht Lautsprecher und acht Mikrofone im Einsatz, und die Bandbreite bei der Sprachtelefonie reicht bis 14 000 Hertz hinauf. Dieser Apparat kostet dann allerdings stolze 500 Euro.

Quelle: F.A.Z.

 

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