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Apps im Auto : Möchten Sie wirklich?

Ford und andere öffnen das Auto für Apps. Jetzt fahren wir mit einer App. Gestern hat sie uns gefragt: „Wollen Sie wirklich zum Radioprogramm wechseln?“

          Das Auto hat jetzt eine App. Die hat es sich direkt aus Las Vegas von der CES geladen, und während der großen Automesse in Detroit hat sich das Auto gleich ein Update geholt, ein Bugfix. Ford und andere öffnen das Auto für Apps, sie bieten unabhängigen Entwicklern den Zugriff auf die Schnittstellen, auf dass eine App-Ökonomie wie bei Apple oder bei Googles Android entstehe.

          Manche Apps wollen so cool sein
          Manche Apps wollen so cool sein : Bild: Chevrolet

          Jetzt fahren wir mit der App. Gestern hat sie uns gefragt: „Wollen Sie wirklich zum Radioprogramm wechseln?“ Wir hatten eigentlich nur vor, wie gewohnt den Hessischen Rundfunk zu hören, aber die App bot uns ein Gratisabonnement von Aupeo an, dem „persönlichen Radio“. Die App preist Aupeo an: „Dank Love und Ban hörst du dein ganz persönliches Internetradio und kannst sogar Songs skippen.“ Love und Ban? Noch nie gehört, wir hätten gern die bekannten Moderatoren zurück, und was „Songs skippen“ heißt, wissen wir ebenfalls nicht.

          Aber die App, die ist so cool. Jetzt sucht sie für uns im Web nach Love and Ban. Oder auch nicht: „Internet kann nicht geöffnet werden, da ein Systemdienst nicht ausgeführt wird“, flötet die App mit ihrer Kunststimme. Wir möchten jetzt wieder zum Radioprogramm wechseln. Ja, wirklich.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.S.

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