19.02.2012 · Der Anruf auf dem Handy kam so überraschend wie unverständlich. Mit einiger Mühe ließ sich lediglich "Zimbabwe" heraushören. Wer war das?
Von Raymond WisemanDer Anruf auf dem Handy kam so überraschend wie unverständlich. Mit einiger Mühe ließ sich lediglich "Zimbabwe" heraushören. Tatsächlich, im Display stand die Länderkennung des afrikanischen Staats. Die Übertragungsqualität war jedoch schlechter als der Sprechfunk während der ersten Mondlandung. Sprachfetzen kamen nur überlappend, verzerrt und mit schlimmen Verzögerungen an. Mehrfache Rückrufe zur angezeigten Nummer erbrachten nichts als freundliche Sympathielaute und die Vermutung, dass es sich beim Gesprächspartner um einen alten Bekannten handeln müsse. Da sich aber nicht einmal der Name zweifelsfrei verstehen ließ, war an das Buchstabieren einer funktionierenden E-Mail-Adresse gar nicht zu denken. Was wollte das unverständliche Gegenüber mitteilen, so wichtig immerhin, dass es ihm ein interkontinentales Ferngespräch wert war?
Die rettende Idee war klein wie das Handy in der Hand: Was, wenn in diesem Fall auch auf afrikanischer Seite mobil telefoniert würde? Dann ließe sich die Funkverbindung vielleicht statt für unverständliche Laute für eine Kurznachricht per SMS nutzen. Also versuchsweise kurz und knapp unsere E-Mail-Adresse senden. Mit Erfolg: Die Antwort kam prompt schriftlich und ließ sich jenseits jedes Rauschens und Knackens entziffern: Gefragt war einfach die Adresse, um in Verbindung zu bleiben. Kein Problem, mit dem Daumen kommuniziert es sich ganz kommod.