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25 Jahre Technik und Motor : Immer wieder dienstags

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1987 schließlich lag Neues in der Luft. Gerold Lingnau und Wolfgang Peters (seit 1982 mit dabei) hatten große Pläne. Denn immer weniger war zu rechtfertigen, dass die F.A.Z. ihre Beschäftigung mit Technik auf das Kraftfahrzeug beschränkt hatte. Die Leser waren natürlich an Auto, Motorrad, Fahrrad, Boot, Eisenbahn und Flugzeug interessiert (bis dahin hatte man im Ressort „Motor“ schon den Themenkreis ausgeweitet), aber auch andere Sparten der Technik waren inzwischen alltäglich: Unterhaltungselektronik, Foto, Computer, Haushalts-, Garten-, Heiz- und Klimagerät, um nur einige zu nennen. All diesen Feldern müsste ein Platz in der Zeitung eingeräumt werden, auf dem die Leser regelmäßig über Neuheiten informiert und mit Erfahrungsberichten versorgt würden.

Starkes Argument

Das übliche interne Brainstorming begann. Zunächst wurde erwogen, dem Blatt ein separates Technik-Journal als Pendant zum damaligen F.A.Z.-Magazin beizulegen. Diese Idee scheiterte jedoch schon bald am zu erwartenden Aufwand. Aussichtsreicher erschien, die vorhandene Seite „Motor“ entsprechend auszubauen. Das musste nun den Herausgebern (ressortzuständig war Jürgen Eick) und der Verlagsleitung nahegebracht werden. Ein starkes Argument der beiden Initiatoren war, dass man vor allem auch jüngere Leser mit einer solchen Technik-Beilage ansprechen werde. Sie könne zudem den mitunter geäußerten Vorwurf entkräften, die Zeitung sei zu abstrakt und zu wenig praxisbezogen. Schließlich gebe sie Gelegenheit, das mittlerweile stärker umstrittene Auto von seinem Podest zu holen und „ins Glied“ mit anderen technischen Gegenständen zu stellen. Bei den Entscheidungsträgern der Zeitung kam das an, und fast überraschend schnell gab es grünes Licht für das Projekt. Der damalige Verlagsgeschäftsführer Hans Wolfgang Pfeifer bestätigte Lingnau im Juni 1987: „Wir würden mit der von Ihnen angeregten Erweiterung des bisherigen Motorteils ganz gewiss neue Leser interessieren und treue Leser noch fester an das Blatt binden.“

Die Zeit bis zum September 1988 wurde intensiv genutzt - neben der Tagesarbeit. Es galt, das Rohkonzept mit „Fleisch“ zu versehen und sich auch über die personelle Besetzung Gedanken zu machen. Mit dem Dreier-Team des „Motor“ (zwei Redakteure, eine Assistentin) war es nicht mehr getan. Nach gutem Brauch wurde vor allem im Haus selbst nach Talenten gesucht: Das sollte sich im Verlauf als erfolgreich erweisen. Außerdem mussten für die vielen zusätzlichen Technik-Felder kompetente freie Mitarbeiter gewonnen werden. Das war schon schwieriger, denn gerade die guten hatten keinen Mangel an Beschäftigung. Und dann noch etwas ganz Wichtiges: Ein passender Titel für die Beilage musste her. Recht schnell einigte man sich auf „Technik und Motor“. Mit dieser - manchen irritierenden - Kombination aus dem Ganzen und einem Teil davon wurde einerseits die Brücke zum bisherigen „Motor“ geschlagen: Der Leser konnte sehen, dass er auf die gewohnten Inhalte nicht verzichten muss. Andererseits sollte erkennbar sein, dass jetzt die ganze verbrauchernahe Technik zum Thema geworden ist, jene, mit der die Leser entweder selbst umgehen oder der sie in ihrem täglichen Umfeld begegnen.

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