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Besuch in Nordkorea : Testlauf fürs Gipfeltreffen

  • Aktualisiert am

Kim Jong-un begrüßt Chung Eui-yong auf diesem von Nordkoreas Regierung verbreiteten Foto. Unabhängige Reporter waren nicht anwesend. Bild: Korean Central News Agency/Korea News Service via AP

Zum ersten Mal empfing Kim Jong-un ranghohe Gesandte aus dem Süden. Es ging um ein mögliches Treffen der beiden koreanischen Staatsoberhäupter. Ein heikles Thema wurde ausgeklammert.

          Trotz des Konflikts um das Atomprogramm seines Landes will Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un die Annäherung an Südkorea fortsetzen. Bei Gesprächen mit südkoreanischen Sondergesandten in Pjöngjang sei bei der Frage eines möglichen Spitzentreffens mit Präsident Moon Jae-in eine „zufriedenstellende Einigung“ erzielt worden, berichteten die staatlichen nordkoreanischen Medien am Dienstag – ohne dass Details genannt wurden. Kim habe wichtige Anweisungen gegeben, „praktische Schritte“ dafür zu unternehmen, hieß es lediglich vage nach den Gesprächen am Montag. Die Abgesandten hätten einen Brief von Moon an Kim übergeben.

          Beide Seiten berieten sich den Berichten zufolge auch über den Abbau der militärischen Spannungen in der Region. Es sei sein fester Wille, die innerkoreanischen Beziehungen „energisch voranzutreiben und eine neue Geschichte der nationalen Wiedervereinigung zu schreiben“, wurde Kim zitiert. Es habe „offene Gespräche“ über Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel gegeben.

          Atomprogramm kein offizielles Thema

          Ob dabei auch über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms gesprochen wurde, den Südkorea und sein Verbündeter Amerika entschieden fordern, wie auch über einen Dialog zwischen Pjöngjang und Washington, wurde in den Berichten nicht erwähnt. Kim, dessen Land harten internationalen Sanktionen unterworfen ist, betreibt seit Anfang dieses Jahres eine Charmeoffensive in Richtung Seoul. Anzeichen dafür, dass er auch von seinem Atomprogramm abrückt, gab es bisher nicht.

          Moon hatte eine Delegation von fünf Emissären unter Leitung seines nationalen Sicherheitsberaters Chung Eui-yong auch mit der Absicht nach Nordkorea geschickt, um die kommunistische Führung in Pjöngjang und Washington an einen Tisch zu bringen. Die Spannungen in der Region hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. Nordkorea kann nach eigenen Angaben jetzt das gesamte amerikanische Festland mit Atomsprengköpfen angreifen.

          Kim Jong-un hatte die südkoreanischen Abgesandten nach deren Ankunft am Montag getroffen und für sie ein Abendessen gegeben. Es war das erste Mal seit seiner Machtübernahme Ende 2011, dass der Diktator ranghohe Vertreter Südkoreas traf.

          An den Gesprächen mit den Südkoreanern nahmen den Berichten zufolge auch Kims einflussreiche Schwester Kim Yo-jong sowie der hohe Parteifunktionär und frühere Geheimdienstchef Kim Yong-chol teil. Beide hatten Südkorea zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar besucht. Kims Schwester hatte dabei auch eine Einladung ihres Bruders an Moon übergeben. Südkoreas Staatschef hatte aber zunächst zurückhaltend reagiert.

          Ein Sprecher des Pentagons sagte am Montag, man sei „vorsichtig optimistisch“ über die Gespräche zwischen Nord- und Südkorea. „Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass wir die militärischen Optionen zur Verteidigung der koreanischen Halbinsel beibehalten und dass wir Schulter an Schulter mit unseren südkoreanischen Verbündeten stehen“, sagte Sprecher Robert Manning.

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