http://www.faz.net/-hrx-8ypqe

Abstimmung über Magazin-Cover : Barack Obama gewinnt die Wahl

Das sind die drei Cover mit den meisten Stimmen. Der Abstand zu Obama war schnell unaufholbar. Bild: F.A.Z.

Unsere Leser haben entschieden: Auf dem schönsten Cover der ersten 50 Ausgaben des „Frankfurter Allgemeinen Magazins“ ist der ehemalige amerikanische Präsident zu sehen. Da schwingt Nostalgie mit.

          Würde es ein Mann werden oder eine Frau? Diane Kruger oder Barack Obama? Elyas M´Barek oder Lena Meyer-Landrut? Jessica Joffe oder will.i.am? Schon nach den ersten Stimmabgaben war klar: Es würde kein knappes Rennen um den schönsten Titel werden. Denn einer schob sich unaufhaltsam nach vorn.

          Alfons  Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Aus Anlass der 50. Ausgabe des „Frankfurter Allgemeinen Magazins“, die am Samstag der Zeitung beilag, hatten wir auf FAZ.NET darum gebeten, das beste Cover aus viereinhalb Jahren auszuwählen. An dem 48-Stunden-Voting zum Heft-Jubiläum beteiligten sich bis zum Sonntag 846 Leser.

          Und eine überaus starke relative Mehrheit von 36 Prozent votierte für Barack Obama, der im Oktober 2016 auf unserem Magazin zu sehen war, kurz bevor Donald Trump zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Diese klare Zustimmung ist überraschend, denn Männer kommen auf dem Cover von Magazinen in der Regel nicht so gut an wie Frauen.

          Aber in diesem Fall ist alles anders. Das Foto, das erstmals bei uns veröffentlicht wurde, stammt von Pete Souza, dem damaligen „Chief Official White House Photographer“. Der Präsident sitzt am 23. Februar 2016 auf dem „Resolute Desk“ im Oval Office und schaut in Gedanken nach unten, vor einer Videokonferenz mit Angela Merkel, David Cameron und François Hollande. Das Foto lässt viele Deutungen zu: Denkt er nur nach? Ist er resigniert? Hat er keine Lust mehr?

          Bild: F.A.Z.

          Vermutlich haben die Leser nicht nur das Motiv gewählt. Ihre Stimmabgabe ist wohl auch als Votum gegen seinen Nachfolger im Amt des amerikanischen Präsidenten zu verstehen. Da schwingt Nostalgie mit.

          Eine Frau immerhin kommt mit elf Prozent auf den zweiten Rang: Model und Autorin Jessica Joffe. Das Motiv vom Februar 2013 wurde von dem österreichischen Fotografen Jork Weismann aufgenommen, einem ständigen freien Mitarbeiter des Magazins. Es entstand in Venice Beach, wo die Tochter des „Zeit“-Herausgebers Josef Joffe damals lebte. An dem herausfordernden Blick und der roten Mähne kommt man eben nicht so leicht vorbei.

          Bild: F.A.Z.

          Mit sieben Prozent Leserzustimmung auf Platz drei gelangt Barbara Klemm, die wohl bedeutendste deutsche Fotografin, die mehr als 40 Jahre lang für diese Zeitung arbeitete. Für uns hatte sie im November 2013 eine Strecke mit Fotos von Menschen in der Öffentlichkeit („Vor der Tür“) zusammengestellt. Das Foto, das schließlich auf den Titel kam, hatte sie 1995 in Moskau aufgenommen, aus Anlass der Feiern zum 50. Jahrestag des Kriegsendes. Das Paar auf dem Bild, das Orden aus dem Krieg trägt, zeigt, dass die Leser nicht-inszenierte Bilder von Menschen zu schätzen wissen. Journalistische Fotos wirken auch und erst recht in einem Magazin.

          Bild: F.A.Z.

          Und wie bei Pete Souzas Bild von Barack Obama, so gilt für Barbara Klemms Motiv aus Moskau: Die Zeitgeschichte lässt auch Magazinleser nicht los. Optisch dringt die große Politik vor allem dann durch, wenn sie in den kleinen Momenten am Rande festgehalten wird.

          Das Titelbild-Voting ist hiermit beendet. Die PDFs aller Hefte sind aber weiter zu sehen unter www.faz.net/magazin

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Eine Bühne, 5 Präsidenten Video-Seite öffnen

          Vereinigte Staaten : Eine Bühne, 5 Präsidenten

          Barack Obama, George W. Bush, dessen Vater George, Bill Clinton und Jimmy Carter waren in College Station in Texas zusammengekommen, um gemeinsam mit Künstlern Geld zu sammeln. Damit soll den Opfern geholfen werden, die durch die verheerenden Stürme der letzten Monate geschädigt wurden, 31 Millionen US-Dollar kamen zusammen.

          Topmeldungen

          Martin Schulz (rechts) mit dem designierten SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil

          Martin Schulz unter Druck : Vorsitzender auf Abruf

          Die SPD akzeptiert die Personalpolitik ihres Vorsitzenden nur mit Zähneknirschen. Für Martin Schulz wird der Weg bis zum Bundesparteitag im Dezember steinig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.