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Modemacherin Miuccia Prada sucht die „andere Schönheit“

„Ich will eine andere Schönheit“

Miuccia Prada ist eine der wichtigsten Modemacherinnen und Visionärin ihrer Branche. Im F.A.Q.-Interview spricht die Italienerin über die Schönheit des Fernsehens, veränderte Körper und die Frage, ob man Geschmack globalisieren kann.

Interview: NIKLAS MAAK
Fotos: HELMUT FRICKE

29.06.2017 · Miuccia Prada, geboren 1949 in Mailand, gilt als eine der wichtigsten Modemacherinnen der Gegenwart und als Visionärin ihrer Branche. Unter ihr und ihrem Mann Patrizio Bertelli stieg die Firma zu einer Weltmarke auf. Vor zwei Jahren er öffnete sie die Fondazione Prada, das Museum der Prada-Stiftung. Gerade findet dort eine Ausstellung mit dem Titel „TV 70“ statt (bis 24. September).

FRANKFURTER ALLGEMEINE QUARTERLY: Sehr geehrte Frau Prada, in den siebziger Jahren waren Sie Anfang zwanzig und hatten mit Mode nicht viel zu tun. Sie studierten vielmehr Politische Wissenschaften, waren am Theater von Giorgio Strehler tätig – und im Vorsitz der Frauenrechtsbewegung der Kommunistischen Partei Italiens. Haben Sie damals viel ferngesehen?

MIUCCIA PRADA: Nie! Unserer Meinung nach war TV falsch und böse. Ich habe nie ferngesehen. Dabei war damals – aber das entdecke ich jetzt erst – das Fernsehen voll kluger, interessanter Leute, das Fernsehen, die RAI, war ein öffentlicher, ein politischer Ort in Italien – bis Berlusconi kam. Dazu machen wir ja gerade auch in der Fondazione Prada, dem Museum der Prada-Stiftung, eine Ausstellung.

Eine Geschichte aus „Frankfurter Allgemeine Quarterly“, dem neuen Magazin der F.A.Z.

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FAQ: Diese aktuelle Ausstellung, die den Titel „TV 70“ trägt, hat ein Künstler, Francesco Vezzoli, kuratiert.

PRADA: Seine Ausstellung bei uns ist auch eine Ausstellung über die Rolle der Frau. Vezzoli zeigt, wie Frauen in dem Bereich des Fernsehens, der ihnen überlassen wurde, weil man ihn weiblich oder weich oder wenig bedeutend fand, in den Talkshows und Musiksendungen, eine Form von feministischer Selbstermächtigung praktizierten. Sie taten etwas Revolutionäres. Sie luden andere Frauen ein und sprachen über die Welt aus ihrer Sicht und veränderten so die Weltsicht der Zuschauerinnen.

FAQ: Aber nicht alle Frauen in den Sendungen sehen emanzipiert aus.

PRADA: Vielleicht auf den ersten Blick. Aber es gab in den fünfziger Jahren beispielsweise eine Sendung, in der Frauen wie doofe kleine Mädchen angezogen waren und da herumtrippelten – aber sie erklären die „Göttliche Komödie“ und Shakespeare. Es gab damals noch viele Analphabeten, und diese Form von Fernsehen war Unterhaltung und Erziehung gleichzeitig.

Prada-Schau: „Wir haben überall die gleiche Kollektion, aber wir wissen, dass das eine oder andere Stück vielleicht besser hierhin oder dorthin passt.“

FAQ: Glauben Sie, dass das Fernsehen heute noch eine ähnliche Funktion hat?

PRADA: Alles ändert sich. Die Rechten sind jetzt die Partei der Armen und Abgehängten, die Linken vertreten die eher urbane, wohlhabende Schicht. Jetzt könnte auch Fernsehen seine Bedeutung ändern.

FAQ: Und wie?

PRADA: Beim Fernsehen schauen immerhin, anders als im Internet, alle im selben Moment dasselbe, das ist ein großer kollektiver Moment der Gleichzeitigkeit der Wahrnehmung eines Ereignisses, eine der letzten Simultanerfahrungen. Im Internet macht jeder, was er will, jeder kreiert seine eigene Zeit, seine eigene Spezialwelt, es wird doch gar nicht so viel geteilt oder zusammen erlebt, wie immer behauptet wird ... Na, wie auch immer, ich habe nicht einmal einen Computer ...

FAQ: Die anderen Kollektiverlebnisse sind ja einerseits die Party und andererseits die Demo. Bekommt der abgefilmte, fotografierte, als Bild durch Nachrichten und Internet geschickte physische Körper mit den Massendemos etwa der Frauen gegen Trump eine neue politische Bedeutung?

PRADA: Er wird wieder politisches Werkzeug. Das erste Werkzeug ist der nackte Körper, mit dem du tanzt oder marschierst. Das zweite Werkzeug ist Kleidung, denn du kannst damit etwas ausdrücken. Bewegen und umkleiden, verkleiden. Und dann stellst du deinen Körper, der über seine Bewegung und seine Verkleidung der Welt etwas mitteilt, in den öffentlichen Raum, in dem er mit anderen Körpern reagiert. Es ist der physische Körper, der eben keine Abstraktion und kein Bild ist.

FAQ: In den siebziger Jahren wurde im Fernsehen nicht nur über Kunst und Politik berichtet. Damals wurden beispielsweise auch Künstler beauftragt, extra Arbeiten fürs Fernsehen zu machen, und diese oftmals abstrakten Filme wurden dann tatsächlich auch von den Sendern ausgestrahlt.

PRADA: Und so wurden Millionen von Fernsehern für ein paar Momente zu einer Skulptur, zu Gegenwartskunst. Diese Form von Fernsehen hat dazu beigetragen, die Kunst enorm zu demokratisieren und zu verbreiten, ebenso wie bestimmte Ideen von Feminismus und Weltanschauungen, die davor doch immer nur in bestimmten Kreisen zirkulierten.


„Ich gehe also immer von einem Konzept aus, nicht von der Person, die das Kleidungsstück anziehen wird.“
MIUCCIA PRADA

FAQ: Ist das auch ein Ziel der Fondazione Prada? Was soll in dieser Miniaturmetropole genau stattfinden?

PRADA: Mein Ehrgeiz war, dass, wenn man die Fondazione betritt, unbewusste, manchmal bewusste Beziehungen zwischen den Ausstellungen und den Filmen, die wir zeigen, und Theater und Musik entstehen, ein Gedankenraum, eine intellektuelle Topographie. Dass man eine sinnlich erfahrbare Gedankenwelt betritt, dass sich ein Argument im Raum ausbreiten und physisch durchlaufen werden kann. So entstehen Räume, die gemeinsame Erfahrungen und ein gemeinsames Denken ermöglichen. Die Fondazione ist, obwohl ich das vielleicht nicht sagen sollte, ein Ort, an dem es weniger um Kunst geht als um Gedanken und Ideen.

FAQ: Also ist die Fondazione eigentlich die Fortsetzung Ihres alten Interesses für Bildungsinstitutionen, das sich schon früh zeigte. Haben Sie nicht auch Ihre Doktorarbeit in Politikwissenschaft über „Die Kommunistische Partei und die Schule“ geschrieben?

PRADA: Ja. Es ging um Erziehung in den italienischen Schulen. Ich war in die Kommunistische Partei eingetreten, was damals für junge Leute total normal war, und habe mitgemacht – sehr gut angezogen übrigens, ich wollte mich nicht verkleiden. Ich kam ja aus einer sehr bürgerlichen Familie. Ich wurde sehr katholisch erzogen, aber so mit 13 oder 14 traf ich auf andere Jugendliche, deren Eltern anders waren, und ich fühlte mich von Menschen angezogen, die links waren und für eine andere Idee von Gesellschaft standen. Meine politische Prägung fand durch Freunde statt, sie spielten eine wichtige Rolle für mich. Ich hatte dann einen Posten in der Abteilung für die Interessen der Frauen in der Kommunistischen Partei. Damals gab es viele Gruppen zu diesem Thema, und wir stritten viel. Wir von der Unione Donne Italiane galten als zu tough. Die anderen wollten gern auch über psychologische Probleme reden, das war oft wie eine Therapie, wir waren viel politischer.

FAQ: Was sagten denn Ihre bürgerlichen Eltern zu diesen politischen Aktivitäten?

PRADA: Meine Eltern erlaubten mir, zu tun, was immer ich machen wollte, die einzige Bedingung war, dass ich einen Universitätsabschluss machte. Also studierte ich Politische Wissenschaften. Aber eigentlich fand meine Erziehung durch Bücher und Theater und Filme statt, und sehr viel später erst kam Kunst dazu.

FAQ: Gibt es eigentlich eine Verbindung zwischen Ihrer Liebe zu großen Romanen und dem verwinkelten Bau der Fondazione? Bei langen Romanen wie bei großen Gebäuden spielt ja die Erfahrung von Zeit, auch die Ermüdung des Körpers eine Rolle, man kann sich in beiden verlieren.

PRADA: Und in beiden kann, weil sie nicht vereinfachen, verkürzen, die Komplexität des menschlichen Geistes zum Ausdruck kommen. Was mich am meisten interessiert, ist das Leben der Menschen, ihre Geschichten.

„Jeder konnte sich anziehen wie ein Bauer. Das ist jetzt vorbei“, sagt Miuccia Prada.

FAQ: Inwieweit prägen Geschichten aus anderen Kulturkreisen Prada als globale Marke? Sie haben einmal gesagt, dass Sie jedes Mal, wenn Sie reisen, überrascht sind, wie unterschiedlich bei aller scheinbaren Globalisierung, Vorstellungen von Attraktivität in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen sind: In Japan eher eine süßlich-kindliche Form von Schönheit, in den Vereinigten Staaten eher eine puritanisch-konservative Idee von Style. Gibt es Grenzen der Tradition und der kulturellen Erfahrung, an denen eine global agierende Marke, die eine Kollektion weltweit vertreibt, scheitern muss?

PRADA: In den sechziger und siebziger Jahren wandten sich die Modeschöpfer an eine einzige Welt, die der reichen, weißen, katholischen Bourgeoisie. Heute ist alles anders. Der Respekt für die Ideen des anderen verkleinert das ästhetische Vokabular der Mode. Man muss darauf achten, nicht bei den unterschiedlichen Empfindlichkeiten der anderen anzuecken, und gleichzeitig muss man total mit der Gegenwart verbunden sein und etwas anbieten, das weltweit erkannt werden kann.

FAQ: In China, Norwegen oder Argentinien wachsen Menschen mit anderen Formen, Ritualen, Temperaturen und Gerüchen auf. In vielen arabischen Ländern mit Schleiern; das ganze Verhältnis zum eigenen Körper, dazu wie man ihn durch den öffentlichen Raum bewegt, ist ein anderes. Wie tragen Sie dem als globale Marke Rechnung?

PRADA: Das ist sehr wichtig, denn in dem Maße, wie die Globalisierung voranschreitet, bilden sich Gegenbewegungen heraus. Auszusehen wie jemand aus dem alten China oder wie ein Maoist war nach der wirtschaftlichen Öffnung Chinas lange ein Tabu. Jetzt gibt es eine junge Fotografin in China, die junge Frauen in traditionellen Kostümen zeigt, und in Japan tragen viele junge Frauen Kimono. Und ja, das, was wir in Deutschland gut verkaufen, verkaufen wir nicht oder nicht so gut in Brasilien.


„Warum versuchen wir nicht viel mehr, jenseits der Schablonen von Verführung und Bequemlichkeit eine Idee von uns auszudrücken?“
Miuccia Prada

FAQ: Und was ist das?

PRADA: Ich habe mir lange fast überhaupt keine Gedanken um die Körper der Personen gemacht, die meine Entwürfe anziehen, nicht einmal über Geschlechter, es ging mir immer um eine Idee, und ich fand, die sieht an jedem Körper gut aus. Gerade arbeite ich an Entwürfen, die um den Begriff der Metamorphose kreisen, ich liebe Dinge, die aussehen wie etwas anderes, das sie nicht sind – was mich immer interessierte, war die Wirkung von Materialien, ungewohnten Materialien, unbekannten Kombinationen, wir haben Zulieferer, die neue Stoffe erfinden, die sich anders anfühlen. Ich gehe also immer von einem Konzept aus, nicht von der Person, die das Kleidungsstück anziehen wird. Aber vielleicht sollte ich mehr darüber nachdenken.

FAQ: Bieten Sie in verschiedenen Ländern Verschiedenes aus einer Kollektion an?

PRADA: Wir haben überall die gleiche Kollektion, aber wir wissen, dass das eine oder andere Stück vielleicht besser hierhin oder dorthin passt, und meine Assistenten wissen, dass wir an bestimmte Normen denken müssen. Manchmal meldet sich unser Sales Department und sagt, wir brauchen was mit längeren Ärmeln für diesen Kulturkreis, dann fließt diese Information vielleicht in den Entwurfsprozess ein, und manchmal entsteht so eine Abwandlung eines Entwurfs.

FAQ: Sie bekommen ja detaillierte Information darüber, was sich zum Beispiel in China verkauft hat und was nicht.

PRADA: Ja. In China sind Kleider beliebt, die eng am Oberkörper anliegen und dann an den Hüften sehr weit werden und die Hüfte kaschieren. Sie lieben Pink mehr als in anderen Ländern. Sie lieben Stickerei. Sie lieben Dinge, die hier eher als verspielt angesehen werden, bei einigen Kunden schon fast als Witz gelten. Chinesinnen sind meistens schlank und leicht einzukleiden.

FAQ: Und in der arabischen Welt?

PRADA: Dort verkaufen wir aus naheliegenden Gründen vor allem Accessoires. Sehr Feminines, Fun. Aber, ja, wir machen den reality check in all diesen Märkten. Ich interessiere mich sehr dafür, was Menschen mögen und was eher nicht. Wir sind keine Nischenmarke, deren Ehrgeiz sich schon darin erschöpft, Sachen für eine Handvoll von Leuten, die sehr sophisticated sind, zu verkaufen. Ich will dort draußen präsent sein.

Ausgefallene Accessoires auf einer Prada-Schau: „Mode hatte und hat nichts mit Kunst zu tun.“

FAQ: Sie haben sich, bevor Sie Mode machten, mit Theater, Bühne und feministischer Politik befasst. Hatten Sie eine genaue Vorstellung von der Rolle des weiblichen Körpers im öffentlichen Raum?

PRADA: Darüber habe ich so nie nachgedacht. Aber natürlich, auf eine bestimmte Weise schon. Ich habe damals angefangen, Mode zu machen, weil ich nichts fand, was mir gefiel, außer ein paar Vintagesachen und ein paar Uniformen. Ich machte es, weil es mir Spaß machte, aber ich schämte mich auch.

FAQ: Warum?

PRADA: Ich habe eine schizophrene Seele. Ich hasse das Wort Luxus, mir gefällt die Idee der Exklusion, des Ausschließens etwa eines „ordinären“ oder hässlichen Massengeschmacks nicht – mich interessiert der. Ich habe mal etwas entworfen, was später als „ugly chic“ gefeiert wurde. Ich wollte die Realität in die Mode einführen. Davor war Mode immer, na ja ...

FAQ: Kunst?

PRADA: Nein, um Gottes willen, Mode hatte und hat nichts mit Kunst zu tun.

FAQ: Aber es gibt eine Mode, die sich deutlich danach sehnt, auch Kunst zu sein.

PRADA: Stimmt, und auch wenn ich die Besten dieser Art von Mode, zum Beispiel Alexander McQueen, anerkenne, mochte ich diesen Arbeitsansatz doch nie. Für mich ist Mode etwas anderes. Ich wollte, dass Mode eine Verbindung zur Realität bekommt, auch zum Trash, der im Film und in der Kunst und vor allem im Alltagsleben so präsent war. Ich wollte keine Mode, die ein Erholungsreservat, eine Blase der reinen klassischen Schönheit ist. Nicht immer alles aus feiner Seide. Ich wollte den Kurzschluss und die Kontamination dieser Welt, was zu neuen Formen führen würde. Deswegen die schrillen Farben und die ungewohnten und linkischen Materialien.

FAQ: Und dann galt es als extrem sophisticated. War das dann nicht eine neue Form von Blasenbildung – nur halt eine, bei der man sich intellektueller fühlen konnte?

PRADA: Es geht mir nicht darum. Es geht mir darum – ja, man kann sagen, dass man sich mit einer Idee einkleidet, dass man eine Idee von sich trägt, eine Phantasie, wobei ich hier keine Prinzessinnenphantasien meine. Ich hasse die Idee von Schönheit und konventioneller Sexyness, die oft ja wie ein Werkzeug eingesetzt wird, um einen reichen Mann anzuziehen, den man heiraten kann, diese Selbstpräsentation als williges Opfer. Warum versuchen wir nicht viel mehr, jenseits der Schablonen von Verführung und Bequemlichkeit eine Idee von uns auszudrücken?


„Minimalismus war nie wirklich erfolgreich“
MIUCCIA PRADA

FAQ: Sie haben in den achtziger Jahren angefangen, Mode zu machen. Ein Jahrzehnt später war schon wieder Schluss mit den Exzessen dieser Zeit, Mode, Architektur und Autos wurden schlagartig grau, schwarz oder beige und eigenartig blutleer – oder soll man minimalistisch sagen?

PRADA: Es war eine Reaktion auf den Maximalismus der achtziger Jahre. Der Minimalismus war auch eine Sehnsucht nach Einfachheit, Konzentration, Stille, danach, nicht nach Luxus auszusehen.Jeder konnte sich anziehen wie ein Bauer. Und das ist jetzt vorbei.

FAQ: Baumwolle ...

PRADA: Total vorbei! Ich erinnere mich an Agnès B. Diese Mode war eine neue Form von Freiheit, und ich war teil dieser Bewegung, die mit Vintage-Versatzstücken und Gefundenem und Alltäglichem arbeitete. Uniformen ... ich habe zehn Jahre lang nur Uniformen getragen ... Vintage-Sachen. Kindermode! Alles, was eigentlich nicht ging.

FAQ: War Minimal nicht das Gegenteil – eine leere Projektionsfläche, die überall ging und überall verkaufbar war?

PRADA: Minimal war keine Strategie, mehr und über kulturelle Grenzen hinaus zu verkaufen. Das mag für Kunst und Architektur und Inneneinrichtungen gelten. Warten Sie, das ist wirklich interessant. Also: Ich denke ganz und gar nicht, dass das für Mode gilt. Minimalismus war nie wirklich erfolgreich, nur bei einer sehr kleinen – zu kleinen –, sehr überschaubaren Gruppe von Menschen hier.

FAQ: Geht es bei Mode um Wahrnehmungssteigerung, wie auch bei Kunst und Architektur, also darum, eine Lebensintensivierungsmaschine zu entwerfen?

PRADA: Es geht um eine Idee von sich selbst. Schauen Sie sich mal den roten Teppich in Cannes an, so viele so wunderbare Frauen gehen als Klischees verkleidet: als Prinzessin, als Diva, als Schon-Gesehenes, als In-der-Rolle-Von. Sind wir, nach allem, was der Feminismus versucht hat, immer noch dort?

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Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 28.06.2017 15:16 Uhr