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Karlikatur Karl Lagerfeld sieht die Freiheitsstatue als halbe Portion

Karl Lagerfeld karikiert regelmäßig das aktuelle politische Geschehen. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps hat er eine Idee für eine neue Freiheitsstatue. Denn die alte erinnert doch zu sehr an Hillary Clinton.

, von Alfons Kaiser
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Der güldene Schopf ist unverkennbar, ein etwas schräges Markenzeichen, das sich allzu sehr für die satirische Überspitzung eignet. Karl Lagerfeld hat daher in seiner Zeichnung das Klischee nicht zum Hauptthema gemacht. Als Modeschöpfer sieht er ohnehin hinter jedem bedeutenden Mann eine starke Frau. Im Fall von Melania Trump verdankt sich die neue Rolle allerdings der Tatkraft des Ehemanns. Der Bauunternehmer und künftige amerikanische Präsident nimmt sich das wichtigste Symbol für die Freiheit Amerikas vor. Und weil bei Donald Trump einfach alles Gold ist, muss seine Frau Melania in diesen Umhang schlüpfen, der ein paar Nummern kleiner ausfällt als das den römischen Göttinnen entliehene Gewand der wahren Freiheitsstatue. „Die Statue, wie sie ist, erinnert ihn zu sehr an Hillary“, sagt Lagerfeld sarkastisch. Und weil für die Einwanderin Melania (und ihre Vorgängerin Ivana) die Vereinigten Staaten die Freiheit bedeuteten, ist die Libertas auch von symbolischem Wert. Im Jahr 1885 übrigens, als Trumps Großvater Friedrich als Einwanderer nach New York kam, fuhr auch das französische Schiff Isère mit den zerlegten Einzelteilen der Statue in den Hafen ein. (kai.)
© Karl Lagerfeld Vergrößern
Der güldene Schopf ist unverkennbar, ein etwas schräges Markenzeichen, das sich allzu sehr für die satirische Überspitzung eignet. Karl Lagerfeld hat daher in seiner Zeichnung das Klischee nicht zum Hauptthema gemacht. Als Modeschöpfer sieht er ohnehin hinter jedem bedeutenden Mann eine starke Frau. Im Fall von Melania Trump verdankt sich die neue Rolle allerdings der Tatkraft des Ehemanns. Der Bauunternehmer und künftige amerikanische Präsident nimmt sich das wichtigste Symbol für die Freiheit Amerikas vor. Und weil bei Donald Trump einfach alles Gold ist, muss seine Frau Melania in diesen Umhang schlüpfen, der ein paar Nummern kleiner ausfällt als das den römischen Göttinnen entliehene Gewand der wahren Freiheitsstatue. „Die Statue, wie sie ist, erinnert ihn zu sehr an Hillary“, sagt Lagerfeld sarkastisch. Und weil für die Einwanderin Melania (und ihre Vorgängerin Ivana) die Vereinigten Staaten die Freiheit bedeuteten, ist die Libertas auch von symbolischem Wert. Im Jahr 1885 übrigens, als Trumps Großvater Friedrich als Einwanderer nach New York kam, fuhr auch das französische Schiff Isère mit den zerlegten Einzelteilen der Statue in den Hafen ein. (kai.)