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Ausstellung in Paris : Mehr als nur Mode

Vielfältiger als gedacht: Die Ausstellung zum Lebenswerk des Modefotografen Irving Penn in Paris könnte so manchen Kritiker überraschen. Bild: TESSON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Im Grand Palais in Paris findet aktuell eine Ausstellung über das Lebenswerk des Modefotografen Irving Penn statt. Und es zeigt sich einmal mehr: Penn konnte so viel mehr noch als Modefotografie. Er konnte alles.

          Wie wird man ein guter Modefotograf? Die Ausstellung über das Lebenswerk von Irving Penn in Paris gibt auf diese Frage eine einfache Antwort: indem man keiner wird. Heute kennt man den amerikanischen Fotografen, der 1917, vor 100 Jahren, in New Jersey geboren wurde (und 2009 in New York starb), fast nur noch wegen seiner Fotos für die „Vogue“ und wegen seiner Porträts von Robin Williams, Salvador Dalí oder Pablo Picasso.

          Alfons  Kaiser

          Verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Deutschland und die Welt“ und das Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Jetzt wird endlich anschaulich, dass er alles konnte, und zwar mit einer erstaunlichen Liebe zur Genauigkeit. Stillleben und Straßenszenen, Abseitiges und Abartiges, alte Zigarettenkippen und ethnologische Studien: Er wollte die ganze Welt fotografisch erfassen und sie auf diese Weise womöglich überhaupt erst verstehen. Kurios, dass zwei seiner Zeitgenossen gerade ebenfalls geehrt werden. Am besten, man fährt in diesem Herbst ein ganzes Wochenende nach Paris. Außer dem Grand Palais steht dann auch das Musée des Arts décoratifs im Louvre mit der gigantischen Dior-Ausstellung auf dem Plan und das neue Yves-Saint-Laurent-Museum an der Avenue Marceau. Diese Stadt, die in den vergangenen Jahren so getroffen wurde vom Terrorismus – sie schwelgt in drei Heroen des freien Lebens.

          Irving Penn, bis zum 29. Januar 2018, Grand Palais, Paris

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