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Designerin Maria Grazia Chiuri führt Dior auf die Straße

Grazie, Maria!

Von JENNIFER WIEBKING, Fotos FREDERIKE HELWIG
Die Dior-Schönheit der Fünfziger, die Stimmung von heute: Maria Grazia Chiuri muss beides berücksichtigen.

12.02.2018 · Maria Grazia Chiuri führt Dior auf die Straße. Der neuen Frauenbewegung gibt sie damit ein Gesicht. Ein Treffen mit der wichtigsten Frau der Mode.

E s dauert keine zwei Minuten, bis Maria Grazia Chiuri im Gespräch persönlich wird. Sie hat gerade Platz genommen auf dem Sofa in der Zentrale von Dior in Paris. Fragt man nach ihren Plänen für das nahende Wochenende, erzählt sie von dem Wein, den ihr Mann trinkt, wenn er aus Rom nach Paris gekommen ist: rot, französisch; sie selbst habe nichts für Alkohol übrig. Wenn sie über Feminismus in der Mode redet, spricht Maria Grazia Chiuri von ihrer Tochter Rachele. Und wenn sie an Slogan-T-Shirts denkt, diesen großen Modetrend, den sie angestoßen hat, erzählt sie von New York. „Ich war neulich da. Ich hatte nur einen einzigen Tag.“ Die paar Stunden nutzte sie, um eine Ausstellung zu besuchen: „We Wanted a Revolution“ im Brooklyn Museum, über Afroamerikanerinnen zwischen 1965 und 1985, über die Rechte, für die sie kämpften. „Ich war mit einer Freundin da, und plötzlich stand dort eine junge Frau, die ein Slogan- T-Shirt trug.“ Der Spruch war derselbe, mit dem Chiuri im Oktober 2016 ihre Idee von Dior vorgestellt hatte: „We should all be feminists.“

Nur war das T-Shirt nicht von Dior. Maria Grazia Chiuri fand das lustig. „Ich fragte sie, woher sie das habe.“ Es stellte sich heraus, dass die junge Frau gar nichts von den T-Shirts wusste, dass sie einfach den Spruch gut fand. „Meine Freundin zeigte auf mich und sagte, ich hätte sie entworfen.“ Dass da jemand recht schamlos ihre Idee kopiert hatte – geschenkt. Sie machte sogar ein Foto mit der Frau. „Ist mir doch egal. Wichtiger ist mir die Botschaft, die Gemeinschaft der Frauen und jede einzelne, die es trägt.“ Chiuri geht es also nicht um ihr T-Shirt, sondern um den Spruch, der ursprünglich von der Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie stammt.

Resort 2018

So geht sie jetzt bei Dior an die Arbeit. Maria Grazia Chiuri, die wichtigste Frau der Mode, ist nah dran am Leben von Frauen im Allgemeinen, also nicht nur am Leben von Dior-Kundinnen im Besonderen. Auch die sind schließlich zunächst Frauen, und in Chiuris Entwürfen scheinen sie sich auch so zu sehen. In einer Dior-Mode, die nun ihren Ort auf der Straße hat wie keine Dior-Mode zuvor. Die Slogan-T-Shirts, die Sling-Pumps mit Pfennigabsätzen, die Baskenmützen: Man sieht sie dort, wo Menschen etwas für Mode übrig haben. Darf man so etwas feststellen? Ein halbes Jahrhundert, nachdem Mode Teil der Popkultur wurde und auf der Straße ihre eigentliche Bedeutung bekam? Als es nicht mehr darum ging, in Salons für reiche Damen zu schneidern, sondern zu erspüren, was die Jugend wollte? Müsste die Luxusmode dort nicht längst angekommen sein?

Natürlich, die Balenciaga-Daunen-Schals dieses Winters waren dem Logo der Kampagne von Bernie Sanders nachempfunden. Das Sortiment in einem Céline-Geschäft spiegelt vom Kaschmirmantel bis zu den weißen Turnschuhen die Garderobe einer Frau wider, die mitten im Leben steht, zumindest jetzt, da Hedi Slimane noch nicht dort angefangen hat. Aber auch die Louis-Vuitton-Taschen, auf die Generationen von Abiturientinnen sparen, werden immer Louis-Vuitton-Taschen bleiben.

Maria Grazia Chiuris Mode ist mehr. Ihre Ideen, sind sie einmal in der Welt, vervielfältigen sich, unabhängig von Dior, wie man an den T-Shirts oder den Baskenmützen sieht. Über das Ergebnis kann man streiten. Manche sagen, es sei zu banal, zu wenig elegant. Aber die Kunden kaufen es, die Zahlen stimmen. Im ersten Halbjahr des Jahres 2017 verzeichnete Christian Dior einen Umsatz von gut einer Milliarde Euro, ein Anstieg von 154 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (als Chiuri noch nicht da war). Auch werden immer mehr Geschäfte eröffnet. So gibt es in Deutschland neben Läden in München, Frankfurt und Düsseldorf seit zwei Wochen eine vierte Boutique in Berlin.

Frühjahr 2018

Chiuri trägt an diesem verregneten und kühlen Tag kein Dunkelblau, sondern Schwarz: ein Kleid, darüber etwas Warmes, Langes. Keine Strumpfhosen, sind nicht ihr Ding. An den Fingern die typischen schweren, skurrilen Ringe, am Handgelenk ein Freundschaftsarmband, um den Hals eine Kette mit Superman-Logo. Oder besser: eine Superwoman-Kette. Der Feminismus ist auch gleich der nächste Diskussionspunkt. Darf, soll, muss ein Luxushaus, das Frauen modisch inszeniert und ihnen zugleich die Möglichkeit gibt, sich selbst zu inszenieren, feministisch sein? Also Mode machen, die feministische Züge hat? Setzen wir die Emanzipation nur weiter aufs Spiel, indem wir sie auf ein Fest des Frauseins reduzieren? Oder bekommt der Feminismus, indem er ein Zeichen von Weiblichkeit ist, so wieder die Aufmerksamkeit, die er lange nicht hatte? Ist es deshalb vielleicht attraktiver, sich mit ihm zu beschäftigen?

Für Maria Grazia Chiuri stimmte das Timing jedenfalls. Eine Woche, nachdem sie die Slogan-T-Shirts zum Debüt vorgestellt hatte, kamen Donald Trumps frauenfeindliche Äußerungen („grab them by the pussy“) ans Licht. Klar, dass die T-Shirts daraufhin ein Selbstläufer waren, sie sind es bis heute, ob in der 550-Euro-Version in der Dior-Boutique oder für 5,99 Euro in jeder Fußgängerzone. Chiuri ist keine Wahrsagerin in Sachen Donald Trump. Dass die Lage für Frauen auch in entwickelten Ländern noch immer ungerecht ist, hat sie schon vorher gesehen, am Beispiel ihrer Tochter. „Als Rachele 16 Jahre alt war, riet ich ihr, aus Rom wegzugehen. Die Kultur dort erinnerte mich schwer an die Zeit vor der Revolution der Frauen. Es ist, als hätten wir irgendwann einfach vergessen, über gewisse Missstände zu reden. Wir sind jetzt wieder in der Vergangenheit.“

Die Chefdesignerin, Jahrgang 1964, kann das beurteilen. Sie selbst habe das Glück gehabt, in einer anderen Zeit aufgewachsen zu sein, sagt sie. „Im Laufe meiner Karriere habe ich die Ungerechtigkeiten nicht gespürt.“ Nun ist die Zeit, die Missstände zu benennen, auch durch ihre Arbeit. Mit einer Botschaft auf dem T-Shirt, wie zum Beispiel auch, nach dem Titel eines Essays von Linda Nochlin: „Why Have There Been No Great Women Artists“. Klar, es ginge subtiler. Aber man würde dann nicht darauf aufmerksam. „Ich glaube, dass Mode diese Verantwortung hat, so nah, wie man sie am Körper trägt.“

Couture Frühjahr 2017
Couture Herbst 2017

Als die Modemacherin vor ein paar Wochen in Rom war, traf sie ihre Nichte. „Sie ist 14 und macht sich unheimliche Gedanken um ihren Körper. Natürlich fühlt sie sich hässlich und zu dick, wie sich Mädchen in dem Alter eben schnell fühlen.“ Also schlug sie ihr vor, zusammen einkaufen zu gehen. „Ich sagte, wir suchen dir ein cooles Outfit für die Schule zusammen, und das kann dann sogar Spaß machen. Mode sollte so sein, spielerisch, bestärkend, und sie sollte dabei helfen, sich selbst zu finden. Das hat mir in letzter Zeit gefehlt. Es ging nicht mehr um die Frauen, die diese Mode im Leben tragen, sondern um die, die sie auf dem Laufsteg präsentieren.“

Dass gerade Models kaum für ein wirklichkeitsnahes Frauenbild stehen, tut Maria Grazia Chiuri ab. „Ich bin Mutter und mache mir große Sorgen über Magersucht. Aber Mode ist eine Industrie. Da braucht man Prototypen, aus denen wir später die verschiedenen Größen machen.“ Undenkbar, eine ganze Kollektion auf viele unterschiedlich große Frauenkörper zu schneidern. Die große Diskussion um mehr Vielfalt auf den Laufstegen, sie scheitert also schon an einem schnöden technischen Problem. Aber müssen die Prototypen deshalb so schmal sein? Es gehe bei den Schuhen los, sagt Chiuri. „Neulich kam eine wunderschöne Frau zum Fitting, aber sie hatte Schuhgröße 44. Wir konnten nicht mit ihr arbeiten, wir hätten die Schuhe anfertigen müssen. Und wissen Sie, was eine Extra-Anfertigung kostet?“

Maria Grazia Chiuri redet nicht nur, sie gestikuliert, und außer ihrer Stimme hört man den Klang der Ringe. „Nicht jeder kann Model sein“, sagt sie. Bei der Arbeit an der Ausstellung zum siebzigsten Geburtstag von Dior im vergangenen Jahr ist ihr aufgefallen: „Die Silhouette hat sich verändert. Nicht weil ein Designer eine Eingebung hatte, sondern weil sich die Frau verändert. Marc Bohan zum Beispiel war stärker zukunftsorientiert als Yves Saint Laurent. Es war die Zeit der Revolution, und der Designer muss immer die Stimmung auf der Straße erspüren.“ Ihre Aufgabe ist es jetzt also auch, die Schönheit von Christian Diors Arbeit aus den Fünfzigern mit der Stimmung von heute zu verbinden.

Sie wuchs langsam in die revolutionären Zeiten hinein. Zwar stürmten 1968 auch in Rom 2000 Studenten die Universität und forderten mehr Mitbestimmung. Aber erst später ging es richtig los. „1970 kam ein neues Scheidungsrecht. 1978 haben wir dann erst ernsthaft über Abtreibung gesprochen.“ Chiuri erinnert sich an ihre Eltern, die ihrer Großmutter klar zu machen versuchten, wie wichtig das Recht auf Scheidung sei. „Und jetzt? Stellen wir im Ernst wieder das Recht auf Abtreibung in Frage?!“

Pre-Fall 2017
Herbst 2017

Es sei auch ein Privileg, sich diese Gedanken nun überhaupt machen zu können, sagt sie. In der ersten Hälfte ihres Leben war sie dafür viel zu beschäftigt. „Ich kümmere mich jetzt viel mehr um mich selbst. Wenn man jung ist und schnell einen Job finden will, wenn man Kinder bekommt, hat man doch kaum Zeit.“ Das sei jetzt anders, da sie zum ersten Mal alleine wohnt. „Meine Tochter sagte mir neulich, sie lese gerade die Biographie der Fotografin Diane Arbus. Arbus habe erst mit 40 Jahren zum Erfolg gefunden, weil sie in der ersten Hälfte ihres Lebens zu beschäftigt damit war, das zu machen, was sie glaubte, das andere von ihr erwarteten. Meine Tochter sagte, das erinnere sie an mich.“ Viele Frauen können sich darin wohl wiedererkennen.

Auch ihre erste Lebenshälfte hat sie schon erfolgreich genutzt. Sie studierte Modedesign in Rom und dachte nicht im Traum daran, mal als Kreativdirektorin arbeiten zu können. „Die Chefdesigner der Zeit waren ja auch die Eigentümer der Marken: Giorgio Armani, Gianni Versace. Aber zugleich war da dieser Gedanke, dass Männer es besser können, dass sie Frauen besser einkleiden, als andere Frauen es machen würden.“ Das seien die patriarchalischen Strukturen der Vergangenheit. „Wir sehen uns noch immer zu oft mit den Augen von Männern.“

Chiuri wurde in Rom geboren und hat bis zu ihrem Umzug nach Paris auch dort gearbeitet, stets zusammen mit ihrem Designpartner Pierpaolo Piccioli. Sie hatte ihn über den Modemacher Giambattista Valli kennengelernt, einen gemeinsamen Freund, mit dem sie auf demselben Gymnasium war. Eines Abends bat Giambattista seine Freundin Maria Grazia, die in Florenz bei dem kleinen Label Chiara Boni arbeitete, einen Bekannten vom Bahnhof abzuholen – es war Pierpaolo.

Als sie später bei Fendi anfing, trafen die zwei sich wieder. Zu Valentino wechselten sie gemeinsam, um dort eine Accessoire-Linie aufzubauen und nach dem Ausscheiden des Gründers die Gesamtverantwortung fürs Design zu übernehmen. Zu Dior ging Chiuri dann 17 Jahre später alleine. Sie bezog eine Wohnung in Paris. Seitdem verlässt sie ihr schönes Zuhause am Park Doria Pamphili im Westen von Rom regelmäßig, um unter der Woche in Paris zu arbeiten. So hatte sie zuletzt mit 20 Jahren gelebt. Aber anders als zu der Zeit, als es um die Position des Chefdesigners von Valentino ging, musste sie sich jetzt keine großen Sorgen mehr um ihre Kinder machen: Rachele, 21 Jahre alt, studiert Bildende Kunst an der Goldsmiths-Universität in London. Niccolo, 24, lebt mit seinem Vater in Rom.

Couture Spring-Summer 2018 Foto: Reuters
Couture Spring-Summer 2018 Foto: Reuters

Wenn Chiuri aus ihrem Leben erzählt, klingt das leicht. Dabei hat sie einen der härtesten Jobs in der Mode. John Galliano zerbrach unter dem Druck, Raf Simons ging nach drei Jahren. Über Maria Grazia Chiuri sagt man, sie nehme es mit der Leichtigkeit der Erfahrung. Vielleicht hilft ihre nahbare Art dabei, in einem Unternehmen mit strengen Regeln zurechtzukommen. Im Gespräch lacht sie immer wieder, sie hat eine unbändige Lust zu erzählen. Sie ist die erste Frau als Chefdesignerin in dem Haus, das sich seit 1947 der Weiblichkeit verschreibt.

Jetzt lebt sie ihr zweites Leben und muss nicht mehr das machen, was andere möglicherweise von ihr erwarten. „Wenn man jung ist, kann sich das Leben schnell wie eine Prüfung anfühlen. Ich glaube, dass ich nichts zu verlieren habe. Ich habe schon so viel mehr gemacht, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Also kann ich es auch einfach genießen.“ Mit dieser inneren Freiheit geht sie an die enge Taktung eines Luxushauses. „Als erstes habe ich hier alle Türen geöffnet. Wenn ich könnte, würde ich alle Türen entfernen lassen. Können Sie sich vorstellen, dass die Leute bei Google ihre Türen schließen? In einem kreativen Job geht das nicht.“

Sie erinnert sich noch gut an die Zeit, als sie zwei Kollektionen im Jahr entwarf, Sommer und Winter. Jetzt sind es sechs. Aber sie will sich nicht beklagen, schon gar nicht hier, in der Grande Nation der Mode. „Darauf sind sie hier so stolz, anders als in Italien. Wir haben so ein schönes Land, aber wir verkaufen es nicht richtig.“ Am Tag ihrer Schau im September schickte die Bürgermeisterin von Paris Blumen. „Sie schrieb mir auch, als ich hier ankam, dass sie glaubt, Mode sei wertvoll für die Stadt. In Italien beginnt man gerade erst zu verstehen, dass es sich bei Mode vielleicht doch nicht um eine große Party handelt.“

Nur die Sprache macht ihr Sorgen. „Ich habe wirklich kein Sprachtalent. Ich hasse es richtig, eine andere Sprache zu sprechen. Wir sprechen hier nur Französisch und Englisch, und all diese Sprachen vermischen sich in meinem Kopf.“ Auch im Gespräch sucht sie oft nach Wörtern, streut italienische Begriffe ein. „Und dann die Sache mit den Namen: Kann ich mir einfach nicht merken. Ich nenne meinen Sohn beim Namen meines Bruders.“

Couture Spring-Summer 2018 Foto: Reuters

Wenn sie abends nach Hause kommt, muss sie sich erholen. „Ich habe einen Fernseher, aber den schalte ich nie ein. Ich sitze einfach nur da und genieße die Stille.“ Sie nimmt sich ein Buch, denkt nach. An den Wochenenden fliegt sie nach Hause, sofern Zeit ist. Als sie bei Valentino arbeitete, ging sie noch mit ihrer Tochter im Park joggen und teilte sich einen Personal Trainer mit ihrem Designpartner. Auch jetzt lebt sie direkt an einem Park, am Jardin du Luxembourg. „Zweimal war ich da. Einmal zum Spazierengehen, einmal für eine Fotoproduktion. Und dreimal habe ich es zum Pilates geschafft.“

In ihrer Wohnung kann sie machen, was sie will. „Niccolo reist heute Abend ab, dann kann ich mir wieder alles so herrichten, wie ich es gerne habe. Wenn mein Mann dann am Samstag kommt, wird sich das schnell wieder ändern.“ An den Wänden hängt auch Kunst, für die sie seit 30 Jahren keinen Platz hatte. „Ein Bild ist von einem florentinischen Maler, mein Mann hasst es. Als er es jetzt hier in meiner Wohnung sah, hat er es sofort umgedreht.“ In Rom wiederum haben Mann und Sohn nun die Herrschaft im Haus übernommen. „Sie haben die Teppiche entfernt. Sie sagten, sie würden die nicht mögen, und ich sei ja nie da. Es ist immer lustig bei uns!“

Die Familie hatte also auch etwas zu sagen, als Maria Grazia plötzlich, im Alter von 51 Jahren, ihren Look änderte, als sie die haselnussbraunen langen Haare abschneiden ließ, sie platinblond färbte und die Augen seitdem tief dunkel schminkt. „Das Blond war nicht das Problem, aber die Länge. Mein Sohn schrie meinen Mann an, wie er mir das erlauben könne. Und er sagte, er müsse mir ja nichts erlauben. Mein Sohn ist so altmodisch, so bourgeois.“

Maria Grazia Chiuri lacht wieder. Würde ein Slogan- T-Shirt helfen? „Er trägt keine T-Shirts, immer Krawatte. Er ist so streng, militanter Nichtraucher, er lebt sehr gesund. Und ich sage: Niccolo, entspann dich. Du wirst eh sterben. In jedem Fall werden wir alle sterben.“

Fotos: Frederike Helwig
Styling: Markus Ebner
Model: Adrienne Jüliger (Viva Paris)
Fotografiert am 11. und 19. Januar 2018 in Paris.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin

Veröffentlicht: 12.02.2018 10:12 Uhr