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Teenager-Mädchen im Gespräch : „Früher war mir egal, wie meine Augenbrauen aussehen“

„Ganz oft ist es anders“: Jan Josef Liefers, Heike Makatsch und Harriet Herbig-Matten im Film „Das Pubertier“. Bild: Constantin Film

Wir haben mit drei Teenagern den Film „Das Pubertier“ gesehen. Nina, Laurina und Scarlett klären uns auf, wie das wirklich läuft mit unaufgeräumten Zimmern, Make-up, dem ersten Freund – und Eltern, die ständig „sprechen“ wollen.

          Woran merkt man eigentlich als Teenager, dass man in der Pubertät ist?

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nina, 16 (lacht): An den Pickeln.

          Laurina, 15: Psychisch merkt man es bei anderen mehr als bei einem selbst. Als meine Schwester in die Pubertät gekommen ist, gab es ständig Streit um nichts. Meine Mutter hat immer nur gesagt: „TT“. Typisch Teenager.

          Scarlett, 15: Meine Eltern sagen, ich habe einfach losgeheult. Ich hatte bestimmt einen Grund, aber keinen krassen. Ich weiß das gar nicht mehr.

          In „Das Pubertier“ kann sich ein Vater schwer daran gewöhnen, dass seine 14 Jahre alte Tochter morgens nicht mehr aus dem Bett kommt, ihr Zimmer verwahrlosen lässt und sich für Jungs interessiert. Was an dem Film kam euch bekannt vor?

          Nina: Das mit dem unaufgeräumten Zimmer. Bei mir sieht’s auch teilweise schlimm aus. Ich bin der Meinung, dass ich selbst entscheiden kann, wann ich aufräume. Wenn sich dann meine Eltern reinhängen und mir was vorschreiben wollen, kann es Streit geben.

          Dürft ihr anziehen, was ihr wollt?

          Scarlett: Bei einem sehr bauchfreien Top zum Beispiel sagen meine Eltern manchmal, es ist zu kurz, man sieht zu viel Bauch. Dann ziehe ich für die Schule ein anderes an. Ich glaube eigentlich schon, dass ich das selbst einschätzen kann, aber sie haben mehr Erfahrung.

          Laurina: Als ich angefangen habe, mich zu schminken, habe ich mir immer krass rote Lippen gemacht. Da hat meine Mutter mir erklärt, was das für Auswirkungen hat. Rote Lippen implizieren, dass man mit irgendwem rummachen will. Und damals wollte ich das definitiv noch nicht. Dann habe ich das erst mal wieder gelassen. Aber im Film fand ich das mit den Klamotten irgendwie total übertrieben.

          Nina: Das Mädchen hat von einem Tag auf den anderen nicht mehr das gestreifte T-Shirt angezogen, sondern so ein durchsichtiges, wo man fast alles sieht.

          Laurina: Und das mit 13, 14? So was trage ich ja noch nicht mal jetzt!

          Scarlett: Wobei das unterschiedlich ist. Es gibt Jugendliche, die sich so anziehen, dass sie älter aussehen.

          Nina: Ich habe in dem Alter schon auch bei mir gemerkt, dass ich andere Klamotten angezogen habe. Nicht mehr diese typischen Kindersachen in Rosa oder Bunt, sondern Sachen, wie man sie jetzt anhat.

          Laurina: Übertrieben fand ich auch, dass das Mädchen immer gesagt hat: „Papa, ich bin 14! Ich darf mich jetzt so anziehen!“ So was macht man nicht.

          Nina (nölt): „Gib mir jetzt Bier, ich bin schon 14!“

          Laurina: Mit 16 ist das etwas anderes. Da hat man andere Rechte.

          Wie ist das mit dem Bier?

          Scarlett: Ich habe doch nicht mit 14 gedacht: Ich will jetzt unbedingt Bier, bringt alle Alkohol mit zu meiner Party. Natürlich wollte man das probieren. Aber das kam später.

          Laurina: Als eine Freundin von uns 16 geworden ist und wir dachten, da würden wir schon gerne was trinken, habe ich meine Mutter gefragt, ob ich ein bisschen was mitbringen dürfte. Da hat sie etwas Wein erlaubt.

          Was ist mit anderen Drogen?

          Laurina: Wir reden zu Hause total locker über Gras und so. Theoretisch darf ich machen, von ihr aus, was ich will, wenn ich aus dem Haus raus bin. Aber meine Mutter hat mir verklickert, dass es das Gehirn besonders schädigt, solange man noch nicht ausgewachsen ist.

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