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Veröffentlicht: 20.05.2017, 17:17 Uhr

Parfüm „Superstitious“ Paris in Gold und Schwarz

„Superstitious“ von Frédéric Malle ist ab 50 Euro zu haben. Aber brauchen Sie dieses Parfüm? Und wenn ja, wie verwenden Sie es am besten? Keine Sorge. Wir haben die Antworten.

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© Hersteller „Schwer und schick. Passt zum kleinen Schwarzen und zu hohen spitzen Pumps. Zu Jeans und Chucks eher nicht so.“

Die beiden können einander ganz gut riechen, Frédéric Malle und Alber Elbaz. Der Erste von ihnen arbeitete zunächst jahrzehntelang als Duftberater für große Häuser, bevor er genug hatte von Fokusgruppen und der ewigen Frage nach dem rechten Image, von Maßnahmen, die einen Duft vielleicht bekannter und gefälliger machen, seiner Meinung nach aber nicht besser. Also gründete er im Jahr 2000 seine eigene gleichnamige Duftlinie mit wenig Budget für Marketing und mehr für die eigentlichen Parfums.

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Der Zweite von ihnen, Alber Elbaz, ist Modedesigner und war 14 Jahre lang Kreativdirektor von Lanvin. Vor gut anderthalb Jahren hatte auch er genug von allzu zahlengesteuerten Menschen. Er verließ das Pariser Haus im Streit. Seitdem finanziert er sich sein Leben – irgendwo muss das Geld ja herkommen – mit Kooperationen: Es gibt schon den Alber-Elbaz-Sneaker von Converse, die Alber-Elbaz-Make-up-Kollektion von Lancôme und jetzt eben den Duft „Superstitious“ für Frédéric Malle. Zwei Branchenkritiker, die zusammen ein Parfum herausgeben.

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Darf man skeptisch sein?

Unbedingt, Skepsis treibt Malle an. Aus Skepsis hat er damals seinen gesicherten Job verlassen und eine eigene Marke gegründet. Aus Skepsis nannte er sie nicht „Marke“, sondern „Edition“. Schon wieder ein Grund, um selbst skeptisch zu sein.

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Wie riecht das Parfum?

Schwer und schick. Passt zum kleinen Schwarzen und zu hohen spitzen Pumps. Zu Jeans und Chucks eher nicht so.

Für wen ist der Duft?

Eben für jene Typen, die lieber over- als underdressed sind. Für Menschen, die Paris lieben. Malle spricht von dem Paris in Gold und Schwarz, das sie mit diesem Duft wiedergeben wollten.

 
Das Parfüm Superstitious soll Paris in Gold und Schwarz sein. Braucht man das?

Ist das auch jenes Paris von Alber Elbaz?

In jedem Fall, auch Lanvin ließ sich unter seiner kreativen Verantwortung farblich in Schwarz und Gold einordnen, mit einem Tupfer Pink.

Wie sich Alber Elbaz finanziert, ist klar, mit Ko-operationen. Wie schaut es bei Frédéric Malle aus?

Estée Lauder ist vor zwei Jahren mit eingestiegen. Man durfte skeptisch sein. Andererseits, die Düfte sind auf sehr hohem Niveau geblieben.

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