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Stil-Fragebogen : „Ich kann Menschen ganz gut begeistern“

Erfolgreich und glücklich: Sozialunternehmer und Kampagnengründer, Christian Vater, lebt heute in Nairobi und ist Vater von vier Kindern Bild: privat

Christian Vater, der Gründer der Spendenkampagne „Deutschland rundet auf“ für sozial benachteiligte Kinder, nennt sich heute selbst „Chief Happiness Officer“ seiner Coaching-Firma „my better life“ und ist Vater von vier Kindern. Wir haben ihn zu seinem neuen Leben befragt.

          Er machte eine Lehre zum Bankkaufmann, studierte Wirtschaft an an der European Business School London, arbeitete als Manager in der Musikbranche und machte dann etwas anderes: Christian Vater gründete die Spendenkampagne „Deutschland rundet auf“ für sozial benachteiligte Kinder. Der Zweiundvierzigjährige nennt sich heute „Chief Happiness Officer“ seiner Coaching-Firma „my better life“. Christian Vater lebt in Nairobi und ist Vater von vier Kindern.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Immer das Gleiche: Eiweiß-Omelett, Avocado, Karotten, Tomaten, Gurken. Dazu einen frisch gepressten Zitronensaft.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Weil man in Kenia viele Dinge, aber nicht alles kriegt, kaufe ich bisher meistens in Europa ein. Ich liebe Zara und Massimo Dutti, Basics kaufe ich bei H&M. Aber jetzt habe ich hier einen Schneider kennengelernt, der für kleinstes Geld supertolle Hosen und Anzüge näht.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Einkaufen finde ich gigantisch. Ich gehe gern in Läden und gucke und fasse Dinge an. Online-Shopping ist nichts für mich.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Eine 20 Jahre alte schwarze Belstaff-Motorradlederjacke, für die ich damals ein Jahr gespart habe. Seit ich Kinder habe, hängt die hinten im Schrank, weil meine Frau Motorradfahren zu gefährlich findet. Ich hänge nicht so an Dingen. Aber von der kann ich mich nicht trennen.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Vor wenigen Wochen war ich beim nächstbesten Friseur und habe gesagt: Mach mal was Cooles. Meine Frau ist Kenianerin, da sind Haare ein großes Thema. Sie hat Braids, das sieht sehr cool aus. Nach einer halben Stunde war mein Friseur fertig – und ich sah aus wie Donald Trump. Ich hatte orange gefärbte Haare. Meine Kinder nennen mich seitdem Mr. Carrot-Top.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          In Kenia bin ich auf Shorts umgestiegen.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Mein Grundsatz: Don't copy.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

          Meine Tochter hatte sich zu ihrem vierten Geburtstag eine Mottoparty „Princes and Princesses“ gewünscht. Dafür brauchte ich einen silbernen Gürtel, den ich aus Zellophan und Alufolie gebastelt habe.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Nein.

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Meine Salate sind ganz gut: Spinat, Avocado, Tomaten, Zwiebeln, Karotten, Knoblauch, gegrillter Lachs oder Hühnchen. Meine Kinder stehen auf Pasta à la Papa.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          Ich liebe meine deutschen Zeitungen: „Bild“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, „Spiegel“.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          „New York Times“ und dailynation.co.ke.

          Donald Trump-Style: Seit seinem missglückten Firseurbesuch nennen Christian Vaters Kinder ihn nur noch Mr. Carrot-Top.
          Donald Trump-Style: Seit seinem missglückten Firseurbesuch nennen Christian Vaters Kinder ihn nur noch Mr. Carrot-Top. : Bild: privat

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Gerade erst, als meine Tochter Hope ein bisschen traurig war. Ich habe ihr geschrieben, wie toll sie ist.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          „The Secret“ von Rhonda Byrne.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Die Namen meiner Kinder: Noel, Malila, Hope, Dream.

          Ihr Lieblingsfilm?

          „Rocky“, vor allem Teil I und III. Und „Star Wars“.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Definitiv ohne.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Ja, ganz stolz. Die habe ich mir selbst gekauft von meinem ersten Gehalt. Manchmal frage ich mich, warum ich sie jeden Tag trage. Hier in Kenia ticken die Uhren ja anders. Wenn für acht Uhr ein Meeting angesetzt ist, haben Sie Glück, wenn es um 8.30 Uhr beginnt. Ich trage die Uhr trotzdem.

          Tragen Sie Schmuck?

          Ja, selbstgemachte Perlenarmbänder von meinen Kindern.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Nein.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Ich kann Menschen ganz gut begeistern.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Flasche Wein, gutes Essen.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Ein Lächeln. Ein nettes Wort. Und gute Tennisbälle! Die sind hier schwer zu bekommen.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Ich rede gern darüber, was Menschen in ihrem Leben glücklich macht.

          Sind Sie abergläubisch?

          Null.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          In Diani Beach an der kenianischen Küste.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Hoffentlich in Diani Beach.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Pures Quellwasser. Wenn man in einem Land lebt, das von Dürreperioden heimgesucht wird, ändert sich der Wert von Wasser. Es gibt hier den Spruch: Maji ni Uhai, Wasser ist Leben. Ich habe Wasser hier total zu schätzen gelernt.

          Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin

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