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Das richtige Sonnenschutzmittel : Als hätte die Sonne uns still geküsst

Ab in den Urlaub: Welche Creme an einem langen Strandtag gut schützt, bestimmt, laut Stiftung Warentest, nicht unbedingt der Preis Bild: Getty Images

Welcher Lichtschutzfaktor sollte es sein? Taugen auch billige Präparate etwas? Das sind nicht die einzige Fragen, die man sich vor dem Regal mit den Sonnenschutzmitteln stellt.

          Grundlagen: Die Rüstung

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Reiseziel und Unterkunft sind ausgesucht, die Entscheidung, welcher Bikini in den Koffer darf, ist gefallen, doch bleibt noch eine Frage: Welche Sonnencreme soll mit? In der Drogerie muss man sich nicht nur zwischen Spray, Milch oder Öl entscheiden, sondern auch zwischen mineralischem oder synthetischem Schutz. Es gibt dreißig Stoffe, die in Europa als Lichtschutzfilter für Sonnenschutzmittel zugelassen sind. Darunter sind organische, also chemische oder synthetische, und anorganische, also mineralische oder physikalische. Häufig werden verschiedene UV-Filter gemischt, um eine breite Abdeckung des UV-Spektrums zu erreichen. Synthetische Filter sind künstlich hergestellte chemische Verbindungen, mineralische sind hingegen natürlichen Ursprungs. Häufig handelt es sich um Titandioxid oder Zinkoxid. Vor Sonnenbrand schützen beide Gruppen, allerdings auf unterschiedliche Weise. Mineralischer Sonnenschutz wirkt wie eine „Ritterrüstung“. Er legt sich über die Haut und reflektiert die UV-Strahlen zum größten Teil, so dass sie nicht in die Haut eindringen können. Synthetischer Sonnenschutz absorbiert die UV-Strahlen und wandelt sie in Energie in Form von Wärme um.

          UV-Filter: Die Qual der Wahl

          Bei Kindern raten Hautärzte zu mineralischem Schutz, um die empfindliche Haut nicht zu belasten. Erwachsenen ist es selbst überlassen, wie natürlich sie sich eincremen wollen. Für manche ist die Ästhetik das ausschlaggebende Argument für einen synthetischen Filter. Dieser hinterlässt nämlich, anders als die mineralische Konkurrenz, keinen weißen Schimmer auf der Haut. Für Eltern ein netter Nebeneffekt: Ist der Sprössling von Kopf bis Fuß mit einem weißen Film überzogen, wurde kein Körperteil vergessen.

          Lichtschutzfaktor: Die Typfrage

          20 oder doch lieber 30? „Welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, hängt vom Hauttyp ab“, sagt Karena Reddington, Dermatologin aus Frankfurt. Es gibt sechs verschiedene - vom keltischen bis zum schwarzen Hauttyp. Der durchschnittliche Deutsche liegt mittendrin. „Die meisten Deutschen entsprechen Typ 2 und können rund zehn Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben, ohne dass die Haut sich rötet“, sagt Reddington.

          Sonnenbad in Heidelberg - gut eingecremt?
          Sonnenbad in Heidelberg - gut eingecremt? : Bild: dpa

          Diese zehn Minuten entsprechen dem sogenannten Eigenschutz. Multipliziert man ihn mit dem angewendeten Lichtschutzfaktor (LSF), erhält man den Zeitraum, den man in der Sonne verbringen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Reddington rät dem ungebräunten Deutschen zumindest am Anfang des Sommers zu LSF 30. Das beschert rund 300 Minuten pures Sonnenvergnügen, ohne dass man Schäden davonträgt. Nach Vorgabe der EU-Kommission werden in Europa zur besseren Vergleichbarkeit nur LSF 6, 10 (niedrig), 15, 20, 25 (mittel), 30, 50 (hoch) und 50+ (sehr hoch) verkauft. Je höher der LSF ist, desto höher ist der Anteil an UV-Filtern und umso klebriger die Creme. Für Kinder, die erst einen schwach ausgebildeten Eigenschutz besitzen, muss man immer einen hohen LSF wählen. Dabei müssen es aber nicht Produkte „extra for kids“ sein.

          Verpackung: Möglichst bequem

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