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Veröffentlicht: 04.05.2015, 14:23 Uhr

Kates perfekter Auftritt Optimiert statt deprimiert

Schon zehn Stunden nach der Geburt ihrer Tochter zeigte sich Herzogin Catherine den Kameras. Sie war perfekt zurechtgemacht – fast zu perfekt. Wie macht sie das bloß?

von
© AP Böse Gerüchte behaupten bereits, Kate habe ihr zweites Kind gar nicht selbst zur Welt gebracht.

Die Herzogin von Cambridge bringt mal eben ein Kind zur Welt und steht zehn Stunden später mit Tochter auf dem Arm und Prinz an der Seite vor dem Londoner St.-Mary-Krankenhaus, als wäre nichts gewesen: lächelnd, winkend, mit rosiger Haut, perfektem Kleid und wallendem Haar. Das Neugeborene auf ihrem Arm erblickte das Tageslicht der Welt in einer Art postnataler Prêt-à-porter-Schau.

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Bei der Herzogin von Cambridge stimmte an diesem Samstagabend alles, from tip to toe. Es begann ganz oben, mit der Frisur. Amanda („Mandy“) Cook Tucker, die Friseurin am Hof, hat mit den Haaren von Prinz William ohnehin nicht viel Arbeit. Also eilte sie, wenn man der britischen Boulevardpresse glauben will, am Samstagmittag mit Brennscheren und Lockenwicklern im Rollköfferchen ins Krankenhaus. Die Nabelschnur war erst seit ein paar Stunden durchtrennt, da nahm sich die Einundfünfzigjährige die Haare der Herzogin vor und warf sie in lockere Locken.

34215956 © AFP Vergrößern Die Perfektion in Person – und das kurz nach der Geburt

Postpartale Stimmungskrisen konnten gar nicht erst aufkommen. Denn Kate hatte alle Hände voll zu tun, auch ihr Gesicht in Form zu bringen. Die „Daily Mail“ rechnete die Kosten für den Auftritt genau zusammen: Augencreme (28 Pfund), Concealer (23 Pfund), Augenbrauenpuder (15,50 Euro), Lippenstift (18 Pfund), Lipliner (15 Pfund), Gesichtscreme (55 Pfund). Kein Wunder, dass das Lächeln so rosig aussah.

Hoffnungsfrohe Farbe, lockerer Schnitt

Und dann erst das Kleid! Mit gelbem Hahnenfuß-Blütenprint wirkte es frühlingshafter als das Wetter. Von der Designerin Jenny Packham war schon das himmelblaue Kleid mit weißen Polkatupfen, mit dem Kate vor knapp zwei Jahren den kleinen Prinzen George der Presse präsentierte. Das aktuelle Packham-Kleid war noch sonniger. Da könnte man glatt vergessen, dass Kühe das Unkraut Hahnenfuß wegen des beißenden Geschmacks meiden und Bauern mit Chemikalien dagegen vorgehen.

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Wichtig schien aber Kates Assistentin und Stylistin Natasha Archer vor allem die hoffnungsfrohe Farbe gewesen zu sein. Und der lockere Schnitt, der ebenfalls vom Bauch ablenkte, so wie die Kürze des maßgeschneiderten Kleides, die den Blick auf die Knie lotste.
Der Verlobungsring, der einst Prinzessin Diana gehörte, die Perlenohrringe in Tropfenform von der Schmuckmarke Annoushka, die Fingernägel, die sie angeblich schon in der Woche vor der Geburt maniküren ließ: Das war ein perfektes Bild, sicher zu perfekt für fast alle anderen Mütter, die nach der Geburt statt mit der Öffentlichkeit vor allem mit Nachwehen, Wochenfluss, Schwitzattacken, Schlafentzug und Stillproblemen kämpfen.

Kaschierendes Baby

All diesen Müttern bleibt ein schlechtes Gewissen. Erst recht, wenn sie auf die Schuhe blicken. Statt in Wedges mit Keilabsatz wie nach der Geburt des kleinen George schritt Kate dieses Mal in nudefarbenen Jimmy Choos die Treppen des Krankenhauses herab. Die High Heels verlängerten die Beine der Prinzessin optisch und lenkten somit ebenfalls vom Bauch ab, der nicht einmal bei dieser „princess perfect“ nach einem halben Tag rückgebildet ist.

Am geschicktesten aber lenkte die Prinzessin mit einem weiteren Accessoire von ihrem postnatalen Restbauch ab: mit ihrem Kind. Kate hielt die kleine Prinzessin von Cambridge, eingehüllt in eine Babydecke von GH Hurt and Son Ltd. in Nottingham, geschickt in Bauchhöhe. Das hätte ja auch Prinz William tun können – schließlich musste er sich nicht von anstrengenden Styling-Stunden erholen.

© AP, afp William und Kate präsentieren ihre Tochter
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