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Köche, Winzer, Weine : Unsere Lieblinge des Jahres 2016

  • -Aktualisiert am

Newcomerin des Jahres

Sonja Baumann, Restaurant „Gut Lärchenhof“, Pulheim

Auf einmal tut sich eine Tür auf, und alle sind überrascht. Sonja Baumann vom „Gut Lärchenhof“ arbeitet in einer spektakulären Umgebung: im Klubhaus eines der besten Golfplätze des Landes in Pulheim bei Köln, das schon seit vielen Jahren für seine gute Küche bekannt ist. Dass sie es nach ihrer Ausbildung in „Halbedel’s Gasthaus“ in Bonn und einer Zeit in der „Alten Feuerwache“ in Würselen in „Gut Lärchenhof“ zur Stellvertreterin des Küchenchefs brachte und vier Jahre in dieser Position arbeitete, ist die eine Sache.

Die andere ist die, dass man sie - zusammen mit Erik Scheffler - 2015 zur Küchenchefin gemacht und damit offensichtlich eine Explosion an Kreativität ausgelöst hat. Heute gehört „Gut Lärchenhof“ - auch schon wieder mit Stern - in die Spitze der Restaurants mit einer jungen, kreativen Küche, die sich durch Leichtigkeit, einen undogmatischen Einfallsreichtum und regionale Bezüge auszeichnet. Da gibt es „Blutwurst mit Karotte und Ingwer“, „Ziegenquark mit Rauchaal und ,Fallobst‘“ oder eine „Kalbsnuss mit Wirsing und einer Bearnaise aus Kalbsmark“ - alles so, dass man sich bei den Aromen wohl fühlt, weil sie nicht zu stark verändert werden, ansonsten aber ein originelles Spiel mit Texturen und Temperaturen ganz neue geschmackliche Informationen gibt.

Aufsteigerin des Jahres

Sarah Henke, Restaurant „Yoso“, Andernach

Es gibt immer ein wenig Verwirrung um Sarah Henke. Sie ist im Prinzip Koreanerin, weil sie in Südkorea geboren wurde, kam aber im Alter von anderthalb Jahren als Adoptivkind nach Niedersachsen. Bekannt wurde sie später durch ihr bestechend gutes Feeling für die asiatische Küche.

Prägend für die 1982 geborene Köchin wurden fünf Jahre an der Seite von 3-Sterne-Koch Sven Elverfeld im „Aqua“ in Wolfsburg. Von 2011 bis 2014 war sie dann Küchenchefin im „Spices“ im Hotel „Arosa“ auf Sylt und bekam dort einen Michelin-Stern. Heute ist sie als Chefin des „Yoso“ in Andernach am Rhein (bei Koblenz) mit „Sushi & Streetfood“ neu gestartet. Obwohl sie auch noch ein Gourmetrestaurant im gleichen Haus bekommt, überzeugt sie jetzt schon mit der großen Qualität ihrer Arbeit. Ihre Gerichte haben ein erhebliches Niveau, selbst da, wo man nicht unbedingt damit rechnet, wie beim „Entrecôte gebraten mit Limonenkartoffeln, Kopfsalatherzen, Chili-Limonensauce“. Man darf auf den Fortgang der Dinge gespannt sein.

Kulinarische Institution

Lea Linster, Restaurant „Lea Linster“ in Frisange, Luxemburg

Ihre große Beliebtheit in Deutschland verdankt die Luxemburgerin Lea Linster nicht nur ihrer Küche, sondern auch ihrer Persönlichkeit. Mit ihrer Kombination aus ausgezeichneter Restaurantküche, der Fähigkeit, auch einfachere Gerichte für ein großes Publikum zu konzipieren (in ihren Fernsehsendungen, Büchern und Beiträgen für Zeitschriften), vor allem aber mit ihrer großen Lust am Genuss und an einem sinnlich-genussreichen Leben ist sie zu einer echten Institution geworden. Dabei hatte Linster ursprünglich Jura studiert und fand erst 1982 den Weg in die Küche, als sie nach dem Tod des Vaters das heimische Restaurant übernahm. Fünf Jahre später hatte sich ihr Talent durchgesetzt, und sie bekam einen Michelin-Stern.

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