http://www.faz.net/-hrx-8wugb

Die schönsten neuen Möbel für Balkon, Terrasse und Garten

© Hersteller

Open Air

Von PETER-PHILIPP SCHMITT

19.04.2017 · Der Sommer naht. Wir zeigen schon jetzt die schönsten neuen Entwürfe für Balkon, Terrasse und Garten.

Dock Es kann ein Sofa mit Lehnen oder auch ein Tagesbett ohne Lehnen sein. Die wetterfeste Kollektion von Sebastian Herkner (für Emu) lässt sich mit ein paar Handgriffen nach Belieben umgestalten, indem man einfach die Kissen und Lehnen auf dem Aluminiumgestell auswechselt. Zu Sitzpouf und Sessel sowie Zwei- und Dreisitzer gehören auch noch Tische in verschiedenen Formen, Größen und Höhen. Die Platten bestehen aus Glas, einem Material, mit dem der Designer, Jahrgang 1981, besonders gerne in seinem Studio in Offenbach am Main arbeitet.

© Hersteller

Backpack Backpack wurde durch die Sportswear-Mode inspiriert. Die Auflage ist eine Art Sack, in dem zwei Kissen stecken, die sich dem Aluminium-Gestell anpassen. Die Sacköffnung hängt zusammengerollt über der Rückenlehne und wird von einem Gurt zusammengehalten. Der Sessel (Ligne Roset), der von den Italienern Paolo Lucidi und Luca Pevere stammt, kann je nach Material drinnen oder draußen stehen. Für die Outdoor-Version hat das Studio Lucidi Pevere ein gummiartiges Material mit einer mehrlagigen ElastomerBeschichtung gewählt, die wasserabweisend und wasserdicht ist.

© Hersteller

Sosta und Trio Sie bestehen beide aus Edelstahl. Und sie sind beide vom Designer Thomas Albrecht aus Kassel. Sein Freischwinger, den Weishäupl in den Pastelltönen Grün, Blau und Rosa sowie Weiß und Grau-Metallic anbietet, hat eine Bespannung aus Batyline, einem Polyestergewebe, das mit einer PVC-Schicht überzogen ist. Der Tisch wiederum verdient seinen Namen gleich dreifach: Er steht auf drei Beinen, hat drei mögliche Tischhöhen und drei unterschiedlich große Tischplatten, die aus dem Laminat HPL oder aus Teakholz sind. Bistro- und Tresentisch sind mit einem Klappmechanismus ausgestattet.

© Hersteller

Pavilion Daybed So heißt der Entwurf von Monica Armani, die nicht verwandt oder verschwägert ist mit Giorgio Armani, sondern die Tochter des Architekten Marcello Armani. Die Mailänder Designerin ist ebenfalls Architektin geworden und hat mit ihrem Himmelbett für den Garten (Tribu) fast ein kleines Haus geschaffen. Die Wände sind zwar nicht allzu stabil. Doch als Sicht-und Sonnenschutz und bis zu einem gewissen Grad auch als Witterungsschutz reichen Vorhänge oder Lamellen allemal. Und wer die Sonne richtig genießen will, kann die Jalousien ganz öffnen.

© Hersteller

© Hersteller Bildunterschrift

Guidelight Guidlight hat genügend Energie für etwa 150 Stunden. Die Leuchte von Floris Schoonderbeek (für Weltevree) erinnert an eine alte Grubenlampe. Doch dieses tragbare Licht, das über Micro-USB und Kabel aufgeladen wird, kann mehr: Mit einer Drehung der Kugel verändert sich die dimmbare LED-Leuchte. Sie wird zur handlichen Taschenlampe, die hell in eine Richtung strahlt, oder zu einer stimmungsvollen Laterne, deren Licht vom milchigen Kunststoffschirm gedämpft wird. „Für mich“, sagt ihr niederländischer Designer, „bedeutet eine tragbare Lampe, dass man wirklich in den Wald gehen kann, auf Abenteuer.“

Air Lounge besteht aus einem strapazierfähigen Stretchmaterial, das sich laut Hersteller angenehm an den Körper schmiegen soll. Das Gewebe, das von zwei Hartholz-Streben an Kopf- und Fußseite geöffnet gehalten wird, trocknet schnell wieder, wenn es einmal nass wurde. Die Hängematte hat Dougan Clarke entworfen, der Gründer und Chef-Designer des Unternehmens Tucci. Der Mann aus Florida hat früher Yachten gebaut. Seine Inspiration ist das Meer. Bestes Beispiel sind die Sonnenschirme, die er gestaltet hat: Sie erinnern an Rochen.

© Hersteller

Faz Faz bedeutet im Spanischen „Gesicht“ oder auch einfach „Vorderseite“. Der Designer Ramon Esteve aus Valencia hat eine ganze Kollektion von Outdoor-Möbeln und -Produkten aus Polyethylenharz für Vondom entworfen, die sich alle durch besondere geometrische Formen auszeichnen. Seine Blumenkübel bilden Würfel oder Parallelepipede in drei Größen. Aus den facettenartigen Oberflächen ergibt sich ein Spiel aus Licht und Schatten bei Tag, nachts lassen sich die Stücke der Kollektion auf Wunsch auch von innen mittels LED-Technologie beleuchten.

© Hersteller

Garden Glory heißt das schwedische Unternehmen, das Linda Brattlöf vor fünf Jahren gründete. Sie hatte für sich und ihre Familie ein Haus an der schwedischen Westküste gekauft, zu dem auch ein hässlicher Gartenschlauch gehörte, der an einem rostigen Haken an der Wand hing. Als sie keinen Schlauch mit Stil finden konnte, begann sie einfach selbst, Garten-Accessoires zu entwerfen. Gießkannen zum Beispiel, die wie ein viel zu großer Diamantring aussehen, Blumentöpfe in Form eines Löwenhaupts und goldfarbene Schläuche, die an Geweihen hängen.

© Hersteller

Brixx ist die erste komplett gepolsterte Serie von Dedon. Der Hersteller mit Sitz in Lüneburg hat sich einen Namen mit der eigens entwickelten Kunststofffaser Hularo gemacht, aus der widerstandsfähige Outdoor-Möbel geflochten werden. Der Entwurf der rechteckigen Polster stammt von der Mailänderin Lorenza Bozzoli. Die einstige Modedesignerin hat ihre Entwürfe mit einer markanten diagonalen Linie ausgestattet. In Gruppen lassen sich aus den Elementen so abstrakte geometrische Sitzlandschaften zusammenfügen.

© Hersteller

© Hersteller

Nyhavn Nyhavn spielt auf den „neuen Hafen“ in Kopenhagen an, einen alten Kanal, der zum Neu-Markt des Königs („Kongens Nytorv“) führt und an dem sich 300 Jahre alte Giebelhäuser reihen. Dort wohnte einst der Märchendichter Hans Christian Andersen („Die kleine Meerjungfrau“). Nicht ganz so alt ist die Outdoor-Wandleuchte, die zu den Klassikern des Herstellers Louis Poulsen gehört. Sie wurde 1976 von Alfred Homann und Ole V. Kjær entworfen. Die Leuchte mit ihrem breiten Schirm wird auch in unbehandeltem Kupfer angeboten – und soll im Laufe der Zeit Grünspan ansetzen.

Week-End Week-End nennt sich eine Serie von Outdoor-Möbeln, die das französische Studio Brichet Ziegler schon 2012 vorgestellt hat. Hersteller war Oxyo. In diesem Jahr hat das noch junge Label Petite Friture die Rechte an der Kollektion aus Aluminiumrohren übernommen und erstmals im Januar auf der Messe in Köln vorgestellt. Zur vollständigen Serie gehören drei Tische in unterschiedlichen Größen sowie drei verschiedene Stühle. Deren Rückenlehnen bieten einen „graphischen Eye-Catcher“, wie Caroline Ziegler (Jahrgang 1980) und Pierre Brichet (1977) meinen. Die horizontalen und vertikalen Streben sollen an Lichtstrahlen erinnern.

© Hersteller

Gran Kobi Gran Kobi bietet viel Sitzfläche. Damit ergänzt der niedrige Sessel von Patrick Norguet dessen Stuhlserie Kobi (für Alias). Die Sitzschale aus lackiertem Stahldraht wird von Hand hergestellt. Die Metallstäbe werden in eine Form eingelegt und dann zu einem Gitter verschweißt. Die Beine sind angeschraubt. Zum Sessel hat der Franzose, Jahrgang 1969, noch eine Ottomane entworfen, die auch als Bank oder Computertischchen genutzt werden kann. Je nach Wahl der Sitzpolster kann der Sessel drinnen wie draußen stehen. Den kleineren Kobi gibt es auch mit gebogenen Kufen aus Holz – als Schaukelstuhl.

© Hersteller

Mesh Mesh kommt aus dem Englischen und bedeutet „Masche“, aber auch „Zaun“. Das beschreibt die Kollektion der in Mailand lebenden Designerin Patricia Urquiola gut: Ihre Gartensessel und -sofas haben Lehnen aus einem Aluminiumgitter, Sitzfläche und Füße bestehen aus Teakholz. Das namensgebende Drahtgeflecht fehlt bei dem neuesten Entwurf der Serie, dem Teakholz-Liegestuhl mit verstellbarer Rückenlehne. Urquiola, die in Oviedo in Asturien geboren wurde, arbeitet erst seit 2010 für das spanische Unternehmen Kettal, hat seither aber schon vier komplette Produktlinien für den Outdoor-Spezialisten erarbeitet sowie das Tagesbett Cottage – auch in Form eines kleinen Hauses.

© Hersteller

Camp Cot Camp Cot ist den klappbaren Liegen des italienischen Heers im Ersten Weltkrieg nachempfunden. Das Feldbett (für Unopiu) hat der Australier Jamie Durie entworfen. Der Landschaftsarchitekt ist vor allem als Fernsehmoderator bekannt, der in seinen Verschönerungsshows („Backyard Blitz“, „The Outdoor Room“) Gärten und Hinterhöfe aufräumt und aufmöbelt. Das Gestell seiner Liege besteht aus Teakholz und Edelstahl, bezogen ist es mit dem gesteppten Acrylstoff Sunbrella, der atmungsaktiv und schmutzabweisend ist und auch UV-Strahlung widersteht.

© Hersteller

Raw Raw will die Geschichte alter Teakbäume lebendig werden lassen. Dafür hat der dänische Designer Henrik Pedersen (für Gloster) Holz von besonders alten Stämmen gewählt, die einen Durchmesser von bis zu 3,50 Meter haben. Das rohe Holz mit seinen Jahresringen, Astlöchern und seiner Maserung ist nur poliert. Die Kollektion von Esstischen ist auf 40 Stück limitiert. Pedersen, der Modedesign studierte, bevor er sein eigenes Studio in Aarhus gründete, stellt die Tische auf glatte Aluminium-Beine in Form eines umgedrehten Y. Das verleiht ihnen Leichtigkeit und steht zugleich im Gegensatz zur rauhen Holzoberfläche.

© Hersteller

Inhalte werden geladen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin

Veröffentlicht: 19.04.2017 10:36 Uhr