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Der Wohn-Knigge : Endlich Farbe an die Wand

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Kampf den weißen Wänden! Aber wie sorge ich dafür, dass das Ergebnis nicht zu bunt wird? Bild: dpa

Farbe an der Wand steigert nachweislich das Wohlbefinden. Trotzdem schrecken viele Menschen davor zurück ihre Wände beige, blau oder auch orange zu streichen.

          Ich kann meine weißen Wände nicht mehr sehen. Wie kann ich für mehr Farbe sorgen, ohne dass es mir zu bunt wird?

          Nicht nur viele Künstler kennen sie, auch viele Wohnungsbesitzer sind davon betroffen: das Unbehagen bei einer weißen Fläche, im konkreten Fall vor einer weißen Wand. Zwar ist Weiß zunächst einmal praktisch – es wirkt oft aber auch ziemlich steril.

          Trotzdem trauen sich viele Menschen nicht an farbige Wände heran, auch wenn erwiesen ist, dass Farbe unser Wohlbefinden fördern kann. Also – was tun, um die Sehnsucht nach mehr Emotion im eigenen Zuhause zu stillen? Es ist ganz einfach: Werfen Sie alle Bedenken über Bord! Sie können nur gewinnen. Denn es gibt ein paar ganz einfache Rezepte für mehr Farbe zu Hause:

          1. Hören Sie in sich hinein. Schauen Sie ihre Garderobe an: Welche Farben vermitteln Ihnen ein gutes Gefühl? In welchen Farben fühlen sie sich wohl?
          2. Welche Farben gefallen Ihnen besonders bei Ihren Freundinnen und Freunden?
          3. Blättern Sie in Zeitungen oder Zeitschriften, und stellen Sie die Seiten, die Sie farblich ansprechen, zu einer Collage zusammen. Legen Sie Fundstücke dazu, das können eine farbige Scherbe, ein Knopf, ein Stück Holz oder ein farbiges Papier sein. Lassen Sie diese Bilder auf sich wirken, und sortieren Sie aus, was Ihnen nach einiger Zeit nicht mehr gefällt. Sie gestalten so eine individuelle Farbcollage, die Ihren Farbstil repräsentiert.
          4. Sie merken nun, in welche Richtung es geht. Jetzt können Sie ganz unverbindlich mit Dekorationen austesten, ob Ihnen die Farben in ihren Räumen gefallen. Ich wechsele zum Beispiel gerne saisonal die Kissen auf dem Sofa aus und lasse mich dann weiter inspirieren: vielleicht zu einer neuen Vase mit entsprechenden Blumen, einem Accessoire oder einem neuen Bild mit meinen Farben. Das kann ein Fund vom Flohmarkt sein oder einfach ein Druck. Sie werden staunen, was das alleine schon bewirkt und wie es Schritt für Schritt weiter in die Welt der Farben geht.
          5. Wenn Ihnen diese Maßnahmen gefallen, dann können Sie sich an Ihre Wände herantrauen. Sie sollten erst einmal mit einem Probe-Töpfchen eine begrenzte Fläche streichen, zum Beispiel unauffällig hinter einem Bild. Viele Fachgeschäfte und Baumärkte bieten Farben in Probiergrößen an. Es ist wichtig, dass die Lichtverhältnisse der Probefläche mit der zu streichenden Wand übereinstimmen, und es ist sehr wichtig, dass Sie nur die getrocknete Fläche als Referenz für Ihre Wahl nehmen. Außerdem können Sie dann die Farbkraft der Farbe besser beurteilen: Ist sie zu hell oder zu dunkel?
          6. Eine andere Möglichkeit sind Tapeten. Heute werden die Räume nicht mehr komplett tapeziert. Ich lasse gerne einzelne Wände tapezieren und stimme die restlichen Wände farblich darauf ab. Das ist einfache Art, Atmosphäre zu schaffen. Viele Farben- und Tapetenhersteller bieten auf ihren Websites Planungsprogramme an. Hier können sie die Originalgröße ihrer Wände eingeben und Farben und Tapeten einsetzen.

          Monika Günnewig ist Inhaberin von Monogold Interior in Düsseldorf. Haben Sie Fragen zum Thema Einrichtung? Schreiben Sie uns an knigge@faz.de

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