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Den Raum perfekt ausnutzen : Tipps für kleine Bäder

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Klein, aber fein: Badezimmer mit blauen Fliesen Bild: Wolfgang Eilmes

Große Bäder haben Seltenheit – gerade in Metropolen kann die Nasszelle auch mal kleiner als zehn Quadratmeter sein. Das macht nichts. Mit diesen Tipps fühlen Sie sich trotzdem groß.

          Ein großes Bad, davon können die meisten Menschen nur träumen, wenn es ihnen überhaupt wichtig ist. Auch wenn in den allermeisten Bädern kein Platz ist für das eigenen Spa mit Sauna und viel Schnickschnack – gut aussehen kann dieser Raum trotzdem. Denn mit den richtigen Gestaltungsmitteln und ein paar Kniffen kommt auch ein kleines Bad groß raus, und nicht immer ist dafür besonderer Aufwand nötig.

          1. Ordnung ist das halbe Leben

          Bevor man große Umgestaltungsmaßnahmen ergreift, heißt es Ordnung schaffen. Klingt banal und nicht besonders aufregend, ist aber wirkungsvoll. Denn ein aufgeräumtes Bad wirkt gleich viel größer. Neben dem Spiegelschrank über dem Waschbecken oder dem Waschtischunterschrank bieten sich auch Regalbretter oder Rollcontainer an, in denen Föhn, Bürsten, Kosmetika und so weiter verschwinden. Regelmäßiges Ausmisten alter Cremetuben, Parfüms und hart gewordenem Nagellack wirkt kleine Wunder.

          2. Die Kunst des Platzsparens

          Wer keinen Wellness-Tempel besitzt, sollte auf voluminöses Mobilar verzichten. Viele Hersteller haben schon seit längerem zierliche und leicht wirkende Waschtische im Programm. Grundsätzlich gilt in kleinen Räumen: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig.“ Maßarbeit ist hier gefragt – und eine sorgfältige Auswahl dessen, was im Bad Platz finden soll. Auch Vorwandinstallationen sind in kleinen Bädern eine gute Möglichkeit, um Platz zu sparen, denn sie schaffen zusätzliche Ablageflächen.

          3. Glas, Licht, Reflexion

          Licht ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Eine Deckenleuchte kann als Grundbeleuchtung dienen, sollte aber durch unterschiedlich angeordnete Lichtquellen wie Bodenstrahler, beleuchtete Regale oder beleuchtete Nischen ergänzt werden. Spiegel und Glas hingegen lassen ein kleines Bad größer wirken. Eine Duschabtrennung aus Glas ist optisch vorteilhafter als andere Varianten. Für ein offenes Raumgefühl sorgen die neuen Falttüren. Wird die Dusche nicht genutzt, klappt man sie einfach zusammen. Die Spiegel reflektieren den Raum und die Beleuchtung und bringen so Helligkeit und Weite ins Bad.

          4. Farbe und Formate

          Helle Farben lassen einen Raum – und damit auch ein kleines Bad – größer wirken. Verzichten sollte man auf bunten Farbenmix oder extreme Kontraste. Ton-in-Ton-Kombinationen in sanften Naturtönen oder Graunuancen dagegen schaffen eine ruhige Atmosphäre. Wer kein weißes Bad will, sollte Farbkonzepte wählen, die Tiefe und Höhe des Bades betonen. Werden Wand und Boden im gleichen Material gestaltet, entsteht eine einheitliche Wirkung. Großformatige Fliesen sind ebenfalls von Vorteil, denn wegen des großzügigen Fugenbildes wirkt die Gestaltung ruhiger. Natürliche Materialien wie Stein und Holz werten das kleine Bad auf.

          5. Dekoration

          Bei der Dekoration ist Zurückhaltung angesagt. Ein kleines Bad darf auf keinen Fall mit Dekorationen oder auffälligen Materialien überladen werden. Zu viel Detailreichtum überfordert das Auge und beeinträchtigt die Größenwirkung. Ein einziger Eyecatcher, wie zum Beispiel ein auffälliger Wandspiegel oder ein Bild, reicht völlig aus. Auch mit Handtüchern in kräftiger Farbe kann man Akzente setzen.

          Quelle

          Sybille Hilgert, Autorin des Buchs „Kleine Bäder. Die besten Lösungen bis 10 qm.“

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