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Stanley-Cup-Finale Kopitars kühler Kopf

 ·  Der Slowene Anze Kopitar bringt die Los Angeles Kings im Stanley-Cup-Finale in Führung. Doch Spiel eins zeigt vor allem: Es könnte wieder ein weiter Weg zum wichtigsten Eishockey-Pokal der Welt werden.

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© AFP Es geht rund: Das Stanley-Cup-Finale könnte wieder eine lange Angelegenheit werden

Durch ein 2:1 nach Verlängerung bei den New Jersey Devils setzten die Los Angeles Kings am Mittwoch zum Auftakt der Stanley Cup-Endspiele in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ihre beeindruckende Auswärtsserie fort.

Für LA war es der neunte Auswärtssieg nacheinander - Ligarekord. „Es fühlt sich großartig an“, jubelte Siegtorschütze Anze Kopitar. Der slowenische Sturmstar hatte nach einer starken Kombination zwischen Drew Doughty und Justin Williams in der 69. Minute völlig frei an der blauen Linie der Devils den Puck bekommen und New Jersey-Schlussmann Martin Brodeur in dessen 200. Playoff-Spiel keine Chance gelassen.

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„Es ist immer schwer, ihn zu überwinden, er ist ein Weltklasse-Torhüter. Aber diesmal hatte ich das bessere Ende“, so Kopitar, der dem 40-jährigen Brodeur die Hartgummischeibe unter dem rechten Schoner durchschob. „Wir haben einen Fehler gemacht und sie haben ihn ausgenutzt“, analysierte Devils-Trainer Peter DeBoer.

Für ihn und sein Team sind Auftakt-Niederlagen in den diesjährigen Playoffs nichts Neues. „In den Runden zuvor gegen Philadelphia und die New York Rangers haben wir uns anfangs ebenfalls ein Loch gegraben und anschließend richtig darauf reagiert. Das erwarte ich jetzt auch“, betonte DeBoer.

Kopitar ist der Mann des Abends

Im Aufeinandertreffen der Vorrundennummern sechs (New Jersey) und acht (LA) gab es zunächst das in Spiel eins oftmals übliche Abtasten. Beide Teams waren auf Defensive bedacht, niemand wollte den ersten Fehler machen. Colin Fraser gelang in der zehnten Minute mit einem Handgelenks-Schuss durch die Beine von Brodeur das 1:0 für die Gäste. Im zweiten Spielabschnitt dominierte LA, schoss neunmal aufs Tor (New Jersey nur dreimal) und musste dennoch in der 39. Minute den Ausgleich hinnehmen, als ein abgefälschter Fernschuss von Devils-Verteidiger Anton Wolschenkow im Netz landete.

Anschließend hatten beide Seiten beste Möglichkeiten, scheiterten aber an den starken Torhütern Jonathan Quick und Brodeur, ehe Kopitar für den K.o. der Teufel sorgte. „Auswärtssiege sind immer Mannschafts-Leistungen. Wir hatten vier starke Reihen, sechs gute Verteidiger und einen großartigen Jonathan Quick im Tor. So müssen wir weitermachen“, betont der 24-jährige Kopitar vor dem zweiten Gastspiel am Samstag.

Sein Coach Darryl Sutter indes bemühte sich, die historische Sieges-Serie in fremden Hallen kleinzureden. „Wir haben nur ein Spiel auswärts gewonnen“, sagte er. Seine Zurückhaltung ist nachvollziehbar. Als die Kings 1993 zum bislang einzigen Mal in den Endspielen standen, gewannen sie den Auftakt bei den Montreal Canadiens mit 4:1 - und verloren anschließend trotz eines Wayne Gretzky in ihren Reihen die Serie mit 1:4.

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