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Staatsballett Berlin Es ist an der Zeit!

 ·  Vladimir Malakhov verlängert seinen Vertrag als Direktor des Staatsballetts Berlin nicht - ein überfälliger Schritt. Nun muss ein Nachfolger gewählt werden, der international standhält.

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K. Clausius

Bonne Chance Monsieur Schmitz!

In der Komischen Oper wird gerade das Weisse Rössel gegeben. Erfolgsschlager: "Zuschaun' kann I net". Das Gefühl hat nun auch Schmitz erreicht. Daß er Malakhov zunächst eine goldene Brücke bauen und ihn nur vom Auftreten abhalten wollte, ist kein Grund, sich in einem Interview zu beschweren. Die angeblich jetzt gewollte moderne Kompagnie ist vermutlich auch nur eine Hilfestellung für den Abschied. Oder doch Rückbau wie in Schönefeld? Mit Widerstand der Fans der Truppe wäre zu rechnen. Schmitz braucht jetzt beim Revirement der verkorksten Situation eine glückliche Hand. Für die Suche nach dem neuen Chef gibt Frau Hüster einen guten Tip. S Guillem wäre allerdings eine Neuauflage des Malakhov-Dilemmas. Laurent Hilaire wäre zB der für einen Ballettdirektor geeignetere Kopf. Zur Kompagnie würde er passen. Der kulturelle "move" kann zugleich der Beziehung Berlin-Paris dienen. Vielleicht sehen wir M Hollande dann in einer Vorstellung des SBB.

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Falk de Nève
Falk de Nève (FdeN) - 03.02.2013 18:54 Uhr

Es ist an der Zeit!?

Es ist an der Zeit!? Einmal darüber nachzudenken, wie Berlin, auch durch die Person des Kulturstaatsekretärs André Schmitz mit seinen Kultureliten umgeht. Erst holt man Malakhov als das Staatsbalett darnieder lag, beauftragt die Ausrichtung am klassisch-russischen Balett und wirft ihm nun vor, er sei nicht modern genug. Ja, was denn nun? Dann saniert man die Heimstätte Staatsoper (kein Ende in Sicht) und Malakhov schafft auch trotz der nüchtern und schlichten deutschen Oper eine Auslastung von über 80 Prozent für sein Balett. Ja, wieviel denn noch? Natürlich kann die Besetzungen und die Anzahl eigener Tanzdarbietungen diskutiert werden. Aber der Stil ist entscheidend. Dabei ist New York, das Malakhov für Berlin verlassen hat, in Einem kein Vorbild. Bei der Götterdämmerung Pavarottis schrieb ein auflagenstarkes Blatt der Stadt: "Der Dicke singt nicht" Hier in Berlin hört man "der Dicke tanzt nicht mehr".
Das kulturelle Niveau einer Gesellschaft erkennt man auch am Umgang Miteinander.

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Sabine Darbohlt
Sabine Darbohlt (sadar) - 03.02.2013 10:02 Uhr

Endlich

Es war wirklich Zeit. WIRKLICH.
"Das Repertoire des Staatsballetts ergänzte Malakhov überwiegend durch unzulängliche oder belanglose neue Balletts, die häufig von ihm selbst getanzte männliche Hauptrollen enthielten."

Das ist noch gelinde ausgedrückt. Starkult, unkritische Zuschauer.
Ich erinnere hier an die zahllosen Male, in denen er FRAUENROLLEN getanzt hat. Ich habe nichts gegen Rollentausch und Transgressionen.

Homosexualität wara hier selbst zu einer Abziehfolie geworden, er selbst nichts mehr als ein Abziehbild seiner selbst. Tänzerisch habe ich ihn nie für ein Genie gehalten, aber das sagte sonst kaum jemand öffentlich.

Warum nicht Sylvie Guillem fragen, ob sie das Ensemble leiten möchte?
In eine moderne Zukunft des 21. Jahrhunderts?
Das wäre doch traumhaft!

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