Dämpfer für Fürth, Alarmstimmung bei Oberhausen und Unterhaching. Am Nachholspieltag der 2. Fußball-Bundesliga sind im Kampf um Auf- und Abstieg erste Vorentscheidungen gefallen.
Der Tabellendritte aus Fürth verspielte mit dem 1:1-Unentschieden im bayerischen Derby am Mittwoch gegen Wacker Burghausen die große Chance, den Abstand auf einen Nicht-Aufstiegsplatz zu vergrößern. Im Rennen um den Klassenverbleib ist Schlußlicht Rot-Weiß Oberhausen nach dem 0:3 im Kellerderby beim Karlsruher SC fast kaum noch zu retten. Die seit 386 Minuten torlose SpVgg Unterhaching ist durch die 0:2-Pleite bei Rot-Weiß Erfurt in akute Abstiegsgefahr geraten.
Burghausen atmet auf
Im Fürther Playmobilstadion kamen die 7100 Zuschauer nach einer langweiligen ersten Halbzeit nach der Pause halbwegs auf ihre Kosten. Die Franken kamen langsam in Schwung, nachdem Björn Hertl (54.) wegen wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz mußte, blieben aber den Beweis ihrer Erstligareife schuldig und gerieten durch Tom Geisler (87.) sogar in Rückstand. Sekunden vor dem Schlußpfiff bewahrte der eingewechselte Torsten Burkhardt die Fürther vor der dritten Heimniederlage. Die auswärts seit vier Spielen ungeschlagenen Burghauser dürften mit 40 Punkten den Klassenverbleib endgültig sicher haben und können sogar noch ins Aufstiegsrennen eingreifen.
Vor rund 9000 Zuschauern im Wildparkstadion kehrte der KSC nach drei sieglosen Spielen auf Erfolgskurs zurück und machte mit dem fünften Heimsieg wichtigen Boden im Abstiegskampf gut. Martin Stoll (11.) mit seinem ersten Saisontreffer, Ioannis Masmanidis (20.) und Iwan Saenko (61.) schossen das Team von Trainer Ede Becker vorerst aus den Abstiegsrängen. Der Tabellenletzte aus Oberhausen wartet seit nunmehr sechs Auswärtsspielen auf einen Sieg.
Für die seit vier Partien sieglosen Hachinger und womöglich auch ihren Trainer Andreas Brehme wird die Lage immer brenzliger. Mit der neunten Auswärtsniederlage rutschte das Team des Weltmeisters auf den 14. Tabellenrang ab. Neuling Erfurt kann nach den Toren von George Koumantarakis (37.) und Andreas Richter (56.) wieder Hoffnung schöpfen.