01.05.2005 · Duisburg kann für die Bundesliga planen. Der MSV besiegten Burghausen mit 4:3 und übernimmt Tabellenführung. 1860 München (0:0 gegen Essen) kassierte einen weiteren Rückschlag im Aufstiegsrennen.
Markus Kurth hat den MSV Duisburg auf Bundesligakurs geschossen. Mit dem „goldenen Tor“ beim 4:3-Sieg am Sonntag gegen Wacker Burghausen schoß der MSV-Stürmer seine Mannschaft nach einem 1:3-Rückstand am 31. Spieltag vorerst an die Tabellenspitze vor dem 1. FC Köln, der schon an diesem Montag (20.15 Uhr/DSF und Premiere live) mit einem Sieg beim FC Erzgebirge Aue den direkten Wiederaufstieg perfekt machen kann.
Die vorzeitige Aufstiegsparte der Kölner ermöglichte der TSV 1860 München, der beim torlosen Remis gegen Rot-Weiß Essen abermals enttäuschte und im Aufstiegsrennen fast schon ausgeschieden ist. Die „Löwen“ fielen hinter Alemannia Aachen, die mit dem 4:0 gegen Energie Cottbus ihre letzte Aufstiegschance wahrten, auf den fünften Platz zurück.
MSV für Endspurt gerüstet
Hinter Duisburg und Köln besitzt Frankfurt im Aufstiegsrennen die beste Ausgangsposition. „Es ist psychologisch ein immenser Vorteil, wenn man so vorgelegt hat“, meinte Vorstands-Vorsitzender Heribert Bruchhagen nach dem 3:0 am Freitag bei Rot-Weiß Erfurt. Trainer Friedhelm Funkel blieb dagegen seiner Linie treu und warnte vor voreiliger Euphorie: „Wenn wir weiter gewinnen, schaffen wir den Aufstieg. Wir dürfen uns aber keinen Fehltritt erlauben.“
Duisburg kann mit einem Sieg im „Aufstiegs-Endspiel“ am kommenden Montag gegen Frankfurt den Aufstieg perfekt machen. Der MSV scheint nach seiner Mini-Krise für den Endspurt gerüstet und bot im Krimi gegen Burghausen eine beispiellose kämpferische Leistung. Nach einem 1:3-Rückstand durch die Wacker-Tore von Thomas Drescher (8.), Oliver Fink (36.) und Stefan Reisinger (41.) gelang Abdelaziz Ahanfouf (70./74.) der Ausgleich gegen den dezimierten Gegner, der ab der 57. Minute auf Marek Krejci (Gelb-Rot) verzichten mußte. Vier Minuten vor Spielende glückte Kurth der viel umjubelte Siegtreffer.
Aachen darf noch träumen
Die Münchner „Löwen“ schwächeln weiter. Das dritte Remis im im dritten Heimspiel in Serie dürfte zu wenig sein, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Das Team von Trainer Reiner Maurer kam vor 18.500 Zuschauern hatte sogar Glück, daß Ex-„Löwe“ Francis Kioyo mehrere hundertprozentige Chance versiebte. Mit dem Teilerfolg feierte Essens neuer Trainer Uwe Neuhaus einen gelungenen Einstand, aber im Abstiegsrennen bringt der Punkt RWE kaum weiter.
Mit der Serie von nunmehr sieben Spielen ohne Niederlage darf Aachen noch von der ersten Liga träumen. Vor rund 20.000 Zuschauern am „Tivoli“ waren Emil Noll (11.), Kai Michalke (34.), Erik Meijer (44./Foulelfmeter) und Daniel Gomez (80.) für die deutlich
überlegeneren Alemannen erfolgreich.
Kaum Hoffnung für Oberhausen und Ahlen
Für LR Ahlen (2:3 gegen Saarbrücken), Essen, Eintracht Trier (0:2 gegen Karlsruhe) und Erfurt wird der Kampf um den Klassenverbleib zur Zitterpartie. Nach der positiven Dopingprobe von Senad Tiganj droht den Thüringern die Aberkennung des 2:0-Sieges gegen die SpVgg Unterhaching am 6. April. Die Hachinger dürfen sich nach dem 1:0 gegen Dresden auf drei Punkte am „grünen Tisch“ freuen und wären damit so gut wie gerettet. Für Oberhausen sind die Chancen auf den Klassenverbleib nach dem 2:3 in Fürth fast gleich Null.
Auch Ahlen scheint nicht mehr zu retten. Nach der Führung durch Stanko Svitlica (19.) besiegelte Gunter Thiebaut (62./64./70.) im Alleingang Ahlens Pleite. Svitlicas (77.) zweiter Treffer kam zu spät. Saarbrücken dürfte nach dem ersten Auswärtssieg seit dem 23. Januar (1:0 in Erfurt) den Klassenerhalt sicher haben. Der KSC schöpft wieder Hoffnung. Godfried Adoube (45.) und Danny Schwarz (55.) beendeten die Negativserie von sechs sieglosen Partien. Trier ist nach vier Niederlagen hintereinander wieder in akute Abstiegsnot geraten.