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Yoga : Was ist Yoga?

  • -Aktualisiert am

          Yoga ist eine Lebenshaltung aus Indien. Eine Methode, um Körper und Geist vollkommen zu beherrschen.

          Yogis trainieren ihren Körper mit dem Ziel, den Geist vom Körper lösen zu können, um im Universum aufzugehen, oder, religiöser ausgedrückt, um mit Gott eins zu werden.

          Die Übungen selbst sehen unseren traditionellen Gymnastikübungen zum Teil ähnlich. Sie werden aber bewusster und langsamer ausgeführt. Spezielle Leitformeln und das Atmen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

          Das Atmen

          Jede Yoga-Einheit beginnt mit dem Training der vollständigen Yogi-Atmung. Sie besteht aus drei Teilen: Bauch-, mittlere und obere Atmung. Die Luft wird zuerst tief in den Bauch eingeatmet, anschließend in die Rippen, so dass diese sich seitlich ausdehnen, und schließlich in die oberen Lungenspitzen.

          Erst dann wird langsam ausgeatmet: zuerst Bauch einziehen, dann die Luft aus Rippen und Lungenspitzen entweichen lassen. Diese Art des Atmens bewirkt, dass die Lunge viel Sauerstoff aufnimmt und an den Körper weitergibt. Der Yogi schöpft dabei Kraft für Körper und Geist.

          Die Übungen

          Die Yoga-Übungen sollen den Körper kräftiger, elastischer und gesünder machen. Jede Übung spricht verschiedene Organe an. Zum Beispiel die „Kerze“ (auf Rücken legen, Beine und Rumpf senkrecht nach oben strecken und verharren): Bei dieser Übung fließt das Blut aus Beinen und Rumpf in Schultern, Nacken und Kopf. Das entlastet Herz und Venen, denn das Blut fließt so größtenteils automatisch zurück ins Herz.

          Krampfadern und Hämorrhoiden können dadurch verringert werden. Gleichzeitig erhalten die Lunge, das Gehirn und sämtliche Organe in Nacken und Hals (Schilddrüse, Ohrendrüsen etc,) viel frisches Blut und werden gestärkt. Die „Kerze“ gilt als eine der besten Übungen zur Regeneration des Körpers.

          Leitformeln

          Damit er die Wirkung der Übung auch geistig verinnerlicht, spricht der Yogi in Gedanken Leitformeln. Im Fall der „Kerze“ sagt er sich: „Meine Organe arbeiten besser und besser von Moment zu Moment.“

          Nach jeder Übung gönnt sich der Yogi eine Ruhephase, die er in einer entspannenden Position verbringt, zum Beispiel auf dem Rücken liegend. Dabei konzentriert er sich auf eine ruhige Atmung und wiederholt in Gedanken die Leitformeln.

          Meditation und Reaktivierung

          Am Ende einer Yoga-Einheit entspannt der Yogi jeden einzelnen Muskel und übergibt in Gedanken sein Gewicht der Erde. In dieser Position meditiert der Yogi einige Minuten. Er dirigiert dabei seinen Gedanken in sein Herz und genießt dort Ruhe und Frieden.

          In diesem Zustand erlebt er nur noch seinen Geist, den Körper spürt er nicht mehr. Um wieder in den Körper zurückzukehren, atmet der Yogi tief in alle drei Bereiche ein und sammelt dadurch Kraft. Einmal den ganzen Körper recken und strecken, und er ist bereit für den Tag.

          Quelle: @ad

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