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„Winter Game“ : Heimsieg vor Rekordkulisse

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Das gab es noch nie: Eishockey vor 50.000 Zuschauern im Nürnberger Stadion Bild: dpa

Beim ersten „Winter Game“ in der Geschichte der DEL besiegt Gastgeber Nürnberg den Meister aus Berlin mit 4:3. Trotz Dauernieselregens und niedriger Temperaturen herrscht eine besondere Atmosphäre.

          Donnernder Applaus, Jubelschreie und „Oh, wie ist das Schön“-Gesänge hallten durch das Nürnberger Stadion. 50.000 Zuschauer feierten sich und die beiden Teams, die gerade nach dem ersten Wintergame in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das Eis verlassen hatten. Der 4:3-Sieg der Nürnberg Ice Tigers gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin vor europäischer Rekordkulisse war in diesem Moment fast schon Nebensache. Trotz Dauernieselregens und niedriger Temperaturen sorgten die Zuschauer für Gänsehautatmosphäre.

          Connor James brachte die Nürnberger erst im zweiten Drittel 1:0 in Führung und ging als erster Torschütze des DEL-Wintergames in die Geschichte ein. Berlins Verteidiger Florian Busch glich zwei Sekunden vor dem Drittelende mit einem brachialen Schlagschuss aus. „Ich habe zuerst gar nicht kapiert, dass der Puck drin war“, sagte er dem Sender Servus-TV. Tim Schüle erzielte die erneute Führung der Franken, doch nur 27 Sekunden später besorgte Berlins Kapitän André Rankel das 2:2.

          Die Freude währte nur vier Minuten, dann schoss Patrick Reimer das 3:2 für die Ice Tigers. Jason Jaspers erhöhte auf 4:2 - das war die Entscheidung, auch wenn T.J Mulock noch das 3:4 gelang.

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          An die Farben muss man sich erst gewöhnen :

          Die Spieler hätten einen Scheibenwischer vor ihrem Gesichtsschutz gegen den Regen gebrauchen können. Als Schutz gegen die Reflexion des ungewohnten Flutlichts hatten sich viele Profis schwarze Schuhcreme unter die Augen gemalt. Dieses ganz besondere Spiel verpassten die verletzten Nürnberger Stürmer Evan Kaufmann (Handgelenk) und Patrick Buzas (Schulter). Auf Berliner Seite musste Daniel Briére wegen einer Handgelenkverletzung passen.

          Für eine Winteratmosphäre sorgte der 15.000 Quadratmeter große weiße Teppich, der im Innenraum lag. In nur zehn Tagen hatte zuvor der österreichische Techniker Gottfried Strauss Teile des Rasens in eine Eisfläche verwandelt. Die Bedingungen waren allerdings nicht perfekt. „Weil der Puck ein bisschen über das Eis hoppelt, mussten wir ihn härter und akkurater als sonst spielen“, sagte Berlins Constantin Braun. Auch deshalb verlief die Partie lange Zeit auf mäßigem Niveau.

          Die erste zaghafte La Ola schwappte bereits nach dem Auftritt der Cowboy-Rocker The Boss Hoss durchs Stadion, die im Vorprogramm des Winterspektakels auftraten. Als die Eisbären-Spieler zum Aufwärmen das Stadion betraten, ertönten aus der Ecke der 5000 mitgereisten Berliner „Dynamo, Dynamo“-Sprechchöre. Die Nürnberger schmetterten „Ice Tigers, Ice Tigers“ und schwenkten blaue und rote Fähnchen zur Begrüßung ihrer Spieler. Die Nürnberger gewannen die Partie, der Wettstreit der Fans endete Remis.

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