Home
http://www.faz.net/-gtl-75fo6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Vierschanzentournee Guter Sprung ins neue Jahr

„Ich kann entspannt Silvester feiern. Mich freut es, wie die Truppe zusammenhält“, verkündet Bundestrainer Werner Schuster, nachdem sich zehn deutsche Springer fürs Neujahrsspringen qualifizierten.

© dpa Vergrößern Sprung ins Blaue: Martin Schmitt gehört dazu

Der durchwachsene Auftritt von Tournee-Hoffnung Severin Freund in der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen konnte die gute Laune im DSV-Team nicht trüben. Nach dem prächtigen Auftakt mit Rang drei für Freund in Oberstdorf wollen die deutschen Weitenjäger auf der zweiten Station der Vierschanzentournee an diesem Dienstag (14.00 Uhr/live in der ARD und im Liveticker bei FAZ.NET) nachlegen und wieder für Jubel bei den Fans sorgen. „Ich kann entspannt Silvester feiern. Mich freut es, wie die Truppe zusammenhält. Wir werden versuchen, die Spannung wieder aufzubauen und gut ins neue Jahr zu starten“, verkündete Bundestrainer Werner Schuster das Motto für den Silvesterabend.

Zehn DSV-Springer gehen am Neujahrstag vom Bakken. Neben den gesetzten Freund, Andreas Wellinger und Richard Freitag schafften in der Qualifikation auch Michael Neumayer, Martin Schmitt, Andreas Wank, Maximilian Mechler, Danny Queck, Karl Geiger und Felix Schoft den Sprung ins Hauptfeld. Lediglich Daniel Wenig und Tobias Bogner, der wegen eines nicht regelkonformen Schuhs disqualifiziert wurde, schieden aus.

Mehr zum Thema

Sieger der Ausscheidung vor 6000 Zuschauern wurde Gregor Schlierenzauer mit einer Weite von 138 Metern. Der Österreicher lag damit vor dem Auftaktsieger Anders Jacobsen aus Norwegen. Bester Deutscher war Neumayer auf Rang sieben. Der 33-Jährige kam auf 133 Meter und stellte danach zufrieden fest: „Ich schieße mich langsam auf die Schanze ein. Jetzt rutschen wir gut ins neue Jahr rüber und dann packen wir es morgen.“ Auch Andreas Wank als Achter bot mit 131 Metern eine gute Vorstellung. Der Oberhofer rehabilitierte sich damit für das verpasste Finale in Oberstdorf. „Das tat gut. Es war eine Befreiung“, erklärte Wank.

Freund landete mit 126 Metern dagegen nur auf Rang 26. „Er hat nicht gut abgehoben“, analysierte Schuster. Freund selbst wollte den Trainingstag nicht überbewerten, war er doch auch in Oberstdorf erst im Wettkampf aufgeblüht. „Ich möchte die Tournee so fortsetzen wie ich sie angefangen habe“, verkündete er sein Ziel. Um mit Schlierenzauer und Jacobsen mithalten zu können, muss er sich jedoch deutlich steigern. Das Top-Duo glänzte am Montag mit starken Sprüngen. Schuster wollte sich daher mit einer Prognose für die Gesamtwertung auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Wenn wir die Ausgangsposition halten oder verbessern, können wir über weitere Schritte nachdenken“, meinte er.

Doch nicht nur an der Spitze wird es spannend, sondern auch intern im Kampf um einen vakanten Teamplatz für die weiteren Tournee-Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar). Um diesen bewerben sich in Geiger, Mechler, Queck und Altmeister Schmitt, der als 20. in der Qualifikation erneut überzeugte, gleich vier Springer. „Es ist noch nicht abzusehen. Ich möchte da nicht vorgreifen, wir lassen die Jungs springen“, sagte Schuster und stellte klar: „Wir sind im Leistungssport und keine geschützte Zone. Wenn sich Leute aufdrängen, werden sie auch nominiert.“

K.o.-Paarungen beim Neujahrsspringen

Zehn deutsche Skispringer sind beim Neujahrsspringen der 61. Vierschanzentournee am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen dabei. Nachfolgend die Paarungen der DSV-Athleten für den ersten Durchgang, der im K.o.-Modus ausgetragen wird:

Severin Freund (Rastbüchl) - Sebastian Colloredo (Italien)
Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Andreas Stjernen (Norwegen)
Richard Freitag (Aue) - Reruhi Shimizu (Japan)
Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Jurij Tepes (Slowenien)
Andreas Wank (Oberhof) - Yuta Watase (Japan)
Martin Schmitt (Furtwangen) - Jan Matura (Tschechien)
Karl Geiger (Oberstdorf) - Peter Prevc (Slowenien)
Danny Queck (Lauscha) - Manuel Fettner (Österreich)
Maximilian Mechler (Isny) - Wolfgang Loitzl (Österreich)
Felix Schoft (Partenkirchen) - Gregor Schlierenzauer (Österreich)

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zentralrat der Juden Juden haben keine Angst, aber Sorge

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, spricht über Judenfeindlichkeit unter Muslimen und die Pegida-Demonstrationen. Er rät keineswegs vom Tragen einer Kippa ab, auch wenn anderes behauptet wurde. Mehr Von Hans Riebsamen, Frankfurt

24.04.2015, 08:37 Uhr | Rhein-Main
Skifliegen in Vikersund Rekord-Show mit Freund und Fannemel

In Vikersund zeigen die Skispringer eine historische Show. Ein Norweger knackt den erst einen Tag alten Weltrekord und segelt unglaubliche 251,5 Meter. In die Hauptrolle auf dem Monsterbakken schlüpft dennoch Severin Freund. Mehr

15.02.2015, 20:20 Uhr | Sport
0:0 gegen Freiburg Schalke profitiert von Elfmeter-Fehlschuss

Julian Schuster ist der Freiburger Pechvogel des Tages. Der Mittelfeldspieler schießt einen Elfmeter über das Tor. Glück für einfallslose Schalker. Ein großer Hoffnungsträger feiert sein Comeback. Mehr

11.04.2015, 17:35 Uhr | Sport
Antarktis-Station Neumayer III Arbeiten im ewigen Eis

Polarforschung mag komfortabler geworden sein, eine Knochenarbeit ist sie noch immer. Ein Besuch bei den Wissenschaftlern im Eis auf der deutschen Antarktis-Station Neumayer III. Mehr Von Ulf von Rauchhaupt (Text und Fotos), Bernd Helfert (Multimedia)

17.04.2015, 12:11 Uhr | Wissen
Stil-Fragebogen: Nico Rosberg Der wichtigste Schmuck ist mein Ehering

Im vergangenen Jahr hat Nico Rosberg nur knapp den Titel zum Formel 1-Weltmeister verfehlt. Im Interview erzählt der 29-Jährige über Mode und Stil, Aberglaube und seine große Leidenschaft zu Autos. Mehr Von Bernd Steinle

11.04.2015, 09:56 Uhr | Stil
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 31.12.2012, 15:25 Uhr

Mia san Pep

Von Michael Horeni

Pep Guardiola trifft mit dem FC Bayern München auf seine alte Liebe: Die Duelle mit dem FC Barcelona werden die härtestmögliche Prüfung für den katalanischen Trainer wie den bayrischen Klub. Mehr 1 7