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Vierschanzentournee Guter Sprung ins neue Jahr

„Ich kann entspannt Silvester feiern. Mich freut es, wie die Truppe zusammenhält“, verkündet Bundestrainer Werner Schuster, nachdem sich zehn deutsche Springer fürs Neujahrsspringen qualifizierten.

© dpa Sprung ins Blaue: Martin Schmitt gehört dazu

Der durchwachsene Auftritt von Tournee-Hoffnung Severin Freund in der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen konnte die gute Laune im DSV-Team nicht trüben. Nach dem prächtigen Auftakt mit Rang drei für Freund in Oberstdorf wollen die deutschen Weitenjäger auf der zweiten Station der Vierschanzentournee an diesem Dienstag (14.00 Uhr/live in der ARD und im Liveticker bei FAZ.NET) nachlegen und wieder für Jubel bei den Fans sorgen. „Ich kann entspannt Silvester feiern. Mich freut es, wie die Truppe zusammenhält. Wir werden versuchen, die Spannung wieder aufzubauen und gut ins neue Jahr zu starten“, verkündete Bundestrainer Werner Schuster das Motto für den Silvesterabend.

Zehn DSV-Springer gehen am Neujahrstag vom Bakken. Neben den gesetzten Freund, Andreas Wellinger und Richard Freitag schafften in der Qualifikation auch Michael Neumayer, Martin Schmitt, Andreas Wank, Maximilian Mechler, Danny Queck, Karl Geiger und Felix Schoft den Sprung ins Hauptfeld. Lediglich Daniel Wenig und Tobias Bogner, der wegen eines nicht regelkonformen Schuhs disqualifiziert wurde, schieden aus.

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Sieger der Ausscheidung vor 6000 Zuschauern wurde Gregor Schlierenzauer mit einer Weite von 138 Metern. Der Österreicher lag damit vor dem Auftaktsieger Anders Jacobsen aus Norwegen. Bester Deutscher war Neumayer auf Rang sieben. Der 33-Jährige kam auf 133 Meter und stellte danach zufrieden fest: „Ich schieße mich langsam auf die Schanze ein. Jetzt rutschen wir gut ins neue Jahr rüber und dann packen wir es morgen.“ Auch Andreas Wank als Achter bot mit 131 Metern eine gute Vorstellung. Der Oberhofer rehabilitierte sich damit für das verpasste Finale in Oberstdorf. „Das tat gut. Es war eine Befreiung“, erklärte Wank.

Freund landete mit 126 Metern dagegen nur auf Rang 26. „Er hat nicht gut abgehoben“, analysierte Schuster. Freund selbst wollte den Trainingstag nicht überbewerten, war er doch auch in Oberstdorf erst im Wettkampf aufgeblüht. „Ich möchte die Tournee so fortsetzen wie ich sie angefangen habe“, verkündete er sein Ziel. Um mit Schlierenzauer und Jacobsen mithalten zu können, muss er sich jedoch deutlich steigern. Das Top-Duo glänzte am Montag mit starken Sprüngen. Schuster wollte sich daher mit einer Prognose für die Gesamtwertung auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Wenn wir die Ausgangsposition halten oder verbessern, können wir über weitere Schritte nachdenken“, meinte er.

Doch nicht nur an der Spitze wird es spannend, sondern auch intern im Kampf um einen vakanten Teamplatz für die weiteren Tournee-Wettbewerbe in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar). Um diesen bewerben sich in Geiger, Mechler, Queck und Altmeister Schmitt, der als 20. in der Qualifikation erneut überzeugte, gleich vier Springer. „Es ist noch nicht abzusehen. Ich möchte da nicht vorgreifen, wir lassen die Jungs springen“, sagte Schuster und stellte klar: „Wir sind im Leistungssport und keine geschützte Zone. Wenn sich Leute aufdrängen, werden sie auch nominiert.“

K.o.-Paarungen beim Neujahrsspringen

Zehn deutsche Skispringer sind beim Neujahrsspringen der 61. Vierschanzentournee am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen dabei. Nachfolgend die Paarungen der DSV-Athleten für den ersten Durchgang, der im K.o.-Modus ausgetragen wird:

Severin Freund (Rastbüchl) - Sebastian Colloredo (Italien)
Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Andreas Stjernen (Norwegen)
Richard Freitag (Aue) - Reruhi Shimizu (Japan)
Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Jurij Tepes (Slowenien)
Andreas Wank (Oberhof) - Yuta Watase (Japan)
Martin Schmitt (Furtwangen) - Jan Matura (Tschechien)
Karl Geiger (Oberstdorf) - Peter Prevc (Slowenien)
Danny Queck (Lauscha) - Manuel Fettner (Österreich)
Maximilian Mechler (Isny) - Wolfgang Loitzl (Österreich)
Felix Schoft (Partenkirchen) - Gregor Schlierenzauer (Österreich)

Quelle: dpa

 
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