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Vierschanzentournee Freund springt auch in Innsbruck zu kurz

Severin Freund hat nach seinem 15. Rang beim Neujahrsspringen in Garmisch auch in Innsbruck Schwierigkeiten. In der Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee landet er nur auf dem 21. Platz.

© dpa Severin Freund in Innsbruck

Richard Freitag meldete sich zaghaft in der Weltspitze zurück, dafür tauchte Severin Freund endgültig im Mittelmaß ab. Deutschlands Skispringer haben in der Qualifikation für den dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee an diesem Freitag in Innsbruck (13.45 Uhr im FAZ.NET-Liveticker) kaum Hoffnung auf Top-Plazierungen wecken können. Lediglich Freitag konnte mit einem Satz auf 124 Meter und Rang sieben überzeugen.

Dagegen schwächelten neben Freund, der nur 21. wurde, auch Andreas Wellinger und Oldie Martin Schmitt. Immerhin sind alle sechs DSV-Springer am Bergisel dabei, weil Michael Neumayer und Andreas Wank die Qualifikation ebenfalls schadlos überstanden. „Wir hatten heute einen kollektiven Fehler im Radius. Den gilt es abzustellen, denn er hat ein paar Meter gekostet. Es müssen alle Kleinigkeiten passen, damit wir einen guten Wettkampf springen können“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Freund hat sein Schanzengefühl verloren

Der hatte seinen beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen arg gerupften DSV-Adlern am Ruhetag viel Freizeit verordnet, um die Köpfe für die zweite Tour-Hälfte wieder freizubekommen. Doch in der Ausscheidung am Donnerstag war davon nichts zu spüren. „Jetzt gilt es, nach den turbulenten Tagen die Ruhe zu bewahren“, mahnte Schuster.

Vor allem Freund hat sein Schanzengefühl offenbar völlig verloren. Nach seiner Landung bei nur 117,5 Meter stapfte der Gesamtfünfte missmutig davon. „Er muss wieder besser springen. Severin bringt derzeit überhaupt keinen Druck an, daher kommt er nicht auf Höhe und damit auch nicht auf Weite“, analysierte Schuster. Schon im Vorjahr hatte Freund in Innsbruck gepatzt und deshalb vor der Tournee erklärt: „Es ist an der Zeit, dass ich das packe.“

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Doch in der Ausscheidung gaben andere den Ton an. Allen voran Gregor Schlierenzauer aus Österreich und der Norweger Anders Jacobsen, die sich bei ihrem Zweikampf um die Tournee-Krone auch in der Qualifikation nichts schenkten. Am Ende lag Schlierenzauer nach einem Sprung auf 123,5 Meter um 1,8 Punkte vor dem Gesamtspitzenreiter, der auf 125,5 Meter kam. „Ich freue mich auf das Duell mit Gregor und würde gerne gewinnen“, sagte Jacobsen.

Schmitt nur auf Platz 38

Dem Norweger gelingt derzeit alles, was man von den Deutschen nicht behaupten kann. Neumayer wies zumindest Konstanz nach und belegte mit 121,5 Meter den 15. Rang. Der bislang überzeugende Wellinger wurde mit 116 Metern nur 40., Wank war mit 116,5 Meter als 41. noch schlechter.

Viel Luft nach oben hat auch Schmitt, der in den ersten beiden Wettbewerben überraschend stark aufgetrumpft hatte. Mit 116,5 Metern landete der 34 Jahre alte Routinier lediglich auf Platz 38. „Über dem Vorbau war eine kleine Ecke drin. Da habe ich mir den Ski nach unten gedrückt. Dadurch bin ich nicht so schön ins Gleiten gekommen und konnte meine Qualitäten beim Flug nicht ausspielen. Das hat Meter gekostet“, analysierte Schmitt.

3. Springen in Innsbruck, erster Durchgang, K.o.-Modus:

Severin Freund (Rastbüchl) - Dawid Kubacki (Polen)
Andreas Wellinger (Ruhpolding) - Thomas Morgenstern (Österreich)
Richard Freitag (Aue) - Stefan Hula (Polen)
Michael Neumayer (Berchtesgaden) - Roman Koudelka (Tschechien)
Andreas Wank (Oberhof) - Anders Bardal (Norwegen)
Martin Schmitt (Furtwangen) - Vladimir Zografski (Bulgarien)

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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